Forum: Politik
Krise in Griechenland: Lafontaine fordert Ende des Euro
DPA

Der ehemalige Linken-Chef Oskar Lafontaine gibt dem Euro keine Zukunft. Im SPIEGEL plädiert er für eine Rückkehr zu einzelnen Währungen.

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kuac 11.07.2015, 11:37
210.

Zitat von laobernd
Seit wann werden Produkte wettbewerbsfähig wenn man die Währung abwertet? Oskar, geh Golfen!
Die Produkte werden dadurch billiger und lassen sich einfacher verkaufen. Siehe China.

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MatthiasPetersbach 11.07.2015, 11:38
211.

Zitat von ph.latundan
abschaffen oder dtld muss austreten. die ausbeutung durch die mittelomeerlaender, insbesondere griechenland muss beendet werden.
Sie haben sich verschrieben - es muß Ausbeutung VON, nicht DURCH heißen.

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alohas 11.07.2015, 11:40
212.

Einmal mehr beweist Lafontaine, dass er ein Linker mit Augenmaß und Verstand ist; da hebt er sich positiv ab von den unzähligen linken Dumpfbacken, die bei allem „Hurra“ schreien, das irgendwie so aussieht, als sei es antinational; auch wenn es wie im Falle des Euro lediglich dem Großkapital dient oder ganz offensichtlich in letzter Konsequenz zu massiver Unterdrückung von Freiheiten führen kann, die ja v. a. Linken besonders heilig sind (z. B. beim Thema Multikulti/Islam).

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theoripp 11.07.2015, 11:40
213. Mehr Europa, nicht weniger!

Der Euro ist ein visionäres Projekt, dass die Völker näher zusammenbringen kann. Ich wünsche mir das. Das Problem ist nicht der Euro, sondern das Regelwerk und die Institutionen. Die europäische Union und die Eurozone brauchen neue Mechanismen um unterschiedliche, politische Interessen auszugleichen. Endlose Sitzungen der nationalen Finanzminister und der Regierungschefs können es nicht sein. Europa braucht ein echtes Parlament mit zwei Kammern (ein politisch-repräsentatives und eines in dem alle Länder das gleiche Gewicht haben), eine echte Regierung und eine europäische Öffentlichkeit mit gemeinsamen europäischen Medien.

Das ist die Vision, die ich mir von Politikern wünsche. Wenn wir diese Vision nicht haben, ja, dann hat Lafontaine Recht. Dann wird der Euro scheitern, oder schlicht zum endlosen Dominanzprojekt Deutschlands und anderer Nordländer über den Rest Europas werden.

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kuac 11.07.2015, 11:40
214.

Zitat von emigskarl
Dort ( in GR) gibt es bedingungsloses Grundeinkommen, à la Lafontaine,.....
Nein, dort gibt es auch keine Sozialhilfe und kein H4.

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Luscinia007 11.07.2015, 11:40
215.

Zitat von hubertrudnick1
Fakt ist, dass die Finanzpolitik gescheitert ist, auch wenn man Rettungsschirme aufbaut, die sollen zuerst doch die Geldbeber/Banken helfen, damit sie weiter spekulieren können. Aber imgrunde ist es doch auch nur eine Krise im System des Kapitalismus, egal welche Wähung man bekommt, solange dieses System unbegrenzt agieren kann und sich kaum an Spielregeln halten muss, so wird es immer wieder zu Verwerfungen kommen, aber wer will schon ein anderes System haben, denn die sind auch kaum überlebensfähig.
Mit der Einführung des Euros hat sich derr Kapitalismus durch den leichteren Zugang zu den Märkten im Euro-Raum noch ein wenig Luft und Wachstum verschafft. Diese Luft ist nun raus.
Die neuen Märkte sind ausgsaugt und können ihre Schulden kaum oder nicht mehr zurückzahlen.

Die griechische Wirtschaft hat im Drachmenraum zu den eigenen Regeln immerhin funktioniert. Das Mitspielen im Euroraum hat zu zwar mehr Konsum, aber letztendlich zum wirtschaftlichen Desaster geführt. Die Gewinne werden über den Euro ins Ausland abgeführt.

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mmpuck 11.07.2015, 11:40
216. Erfreulich,

dass ein altes Schlachtross den Menschen die Wahrheit sagt. Alle aktiven Politiker belügen das Wahlvolk ständig. Niemand will zugeben, dass der Gedanke an eine gemeinsame Währung in dieser Union von 28 grundverschiedenen Einstellungen und Absichten keine Chance hat.

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bammy 11.07.2015, 11:41
217.

Ist aber auch so typisch Deutsch. Geht mal irgendwas schief, will man gleich ein ganzes System begraben.

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Wotan 279 11.07.2015, 11:42
218. Oskar hat Recht

Als führender nichtkonformistischer Ökonom stelle ich mit Freude fest, dass ein Politiker jetzt erstmals auf die einzige Lösung des Euro-Problems hinweist, die meine Kollegen und ich bereits seit vielen Jahren postuliert haben.

Der Euro war und ist eine totgeborene Währung, deren Untergang aus zahlreichen Gründen - auf die ich hier aus Platzgründen nicht eingehen kann - unvermeidlich ist. Die Rückkehr zu nationalen Währungen stellt die einzige Lösung für die durch den Euro verursachten Probleme dar. Die Leute müssen begreifen, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch Staaten miteinander konkurrieren müssen, um wirtschaftliche Dynamik zu erzeugen.

Und ich weise nochmals daraufhin, dass die derzeitige Eurokrise bei Vorhandensein nationaler Währungen nicht möglich gewesen wäre, d.h. diese Probleme hätten einfach nicht entstehen können.

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turbomix 11.07.2015, 11:43
219.

Zitat von mimicheng
Lafontaine ist ein an sich selbst gescheiterter Politiker. Er gat weder vin Politik noch vin Wirtschaft eine Ahnung. Er soll nicht so tun als wäre es anders
Zum Glück haben Sie keine Ahnung wovon Sie reden, sonst würden Sie nicht so einen Blödsinn schreiben!

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