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Krise in Mali: Islamisten überrennen Grenze zum Süden
AFP PHOTO / SITE Monitoring Service

Es gibt kaum noch Hoffnungen auf eine friedliche Lösung der Krise in Mali. Denn die Islamisten haben in dem westafrikanischen Land eine Offensive gestartet - ohne nennenswerte Gegenwehr des Militärs. Das Einflussgebiet der Rebellen wird immer größer.

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Atheist_Crusader 10.01.2013, 22:12
1.

Zitat von NorthernOak
Es gebe om Afrika genug Staaten, die dem ein Ende setzen koennen es fehlt an Willen und Mut dem radikalen Islam entgegenzutreten und ihn zu schlagen.
Klar. Für eine kleine Spende ließen sich sicher ein paar davon überreden. Für einen geringen Aufschlag kriegt man sogar endgültige Lösungen. Da hat Afrika Spitzenkräfte mit einem Know-How und einer Arbeitsethik, die wir hierzulande seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr gesehen haben. Weniger Hemmungen, auch da anzupacken wo es (PR-technisch) weh tut und sich nicht an Unkenrufen aus dem Ausland stören. Für ein vergleichsweise geringes Entgelt könnte man da leicht eine Übereinkunft erzielen, die auch unsere eigenen personellen Ressourcen schont und vor Verlust von Humankapital führt.

Aber genau deswegen werden wir auch keinen davon einstellen. Wir outsourcen das lieber an französische und amerikanische Subunternehmer und bezahlen das dann am Ende aus der NATO-Kasse. Die liefern zwar gröbere und schlechtere Arbeit als die vielen lokalen Anbieter die sie aus dem Geschäft drängen, aber dafür haben sie die bessere PR und können uns besser davon überzeugen dass uns wirklich etwas an diesen Leuten liegt und unsere Motivation sich nicht bloß wirtschaftliche Fragen und "wir wollen nicht noch mehr gewalttätige Moslems die in der Gegend rumlaufen, Ungläubige umbringen, antikes Zeug in die Luft sprengen und staatliche Strukturen von Vorgestern installieren" beschränkt.

Es gibt Tage, da wünscht man sich regelrecht, dass die Bundesregierung tatsächlich der finstere, blutrünstige Imperialistenhaufen wäre, als die sie so gern dargestellt wird. Das wäre wenigstens eine echte Richtung, die man mögen oder hassen könnte. Stattdessen erreichen wir 90% der Opfer zu 500% der Kosten durch pure Stümperei in Verbindung mit als Geschichtsbewusstsein maskierter Realitätsverleugnung.

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sbv-wml 10.01.2013, 22:14
2.

Zitat von sysop
Es gibt kaum noch Hoffnungen auf eine friedliche Lösung der Krise in Mali. Denn die Islamisten haben in dem westafrikanischen Land eine Offensive gestartet - ohne nennenswerte Gegenwehr des Militärs. Das Einflussgebiet der Rebellen wird immer größer.
Da Mali bis 1960 französische Kolonie war, sollte Hollande mal die Legion etrangere in Bewegung setzen.
Dann würde der Spuk vermutlich nicht mehr lange dauern.

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cyn 10.01.2013, 22:22
3. Ich wüsste gerne ein paar Dinge.

SPON, bitte finden Sie doch bitte heraus:
Wo haben die Islamisten die Waffen her?
Wer verkauft ihnen Benzin?
Wer gibt ihnen Geld um Benzin zu kaufen.
Wer gibt Geld für Munition und Proviant?
Wer bildet die Kommandeure aus?

Das wüsste ich alles nur zu gerne.

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materialist 10.01.2013, 22:45
4. zu 4.

Der Toyota Pick-Up auf Bild 3 stammt aus Libyen.Die libyschen Neu-Demokraten und Neu-NATO-Kumpel hatten von diesen Dinger mit genau derselben seitl.Bemalung hunderte.Munition und Proviant wird sicherlich durch die Musterdemokratien in Saudi Arabien und Katar finanziert.

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n01 10.01.2013, 22:47
5. Stimmt.

Zitat von NorthernOak
es fehlt an Willen und Mut dem radikalen Islam entgegenzutreten und ihn zu schlagen. Leider sieht es in Europa nicht anders aus, Eurabia wird in wenigen Jahrzehnten Wirklichkeit, solange noch mehr "Qualitaetsmigranten" akzepiert werden, die in der Regel aus Versorgunsgruenden sich niederlassen, in High Tech Laendern nicht beschaeftigungsfaehig sind sondern eine Quelle von staendig steigenden Problemen darstellen.
Es fehlt einfach das Durchsetzungsvermögen, der momentan noch größten Streitmacht der Welt. Der Nato. Eigentlich eine gewaltige Armee. Hier werden lieber Gesetze diskutiert über Krümmungsradien von Gurken, die ansonsten nicht in die Eu- Norm passen. Es werden Millionen in Flughäfen ohne Eröffnungsziel gepumpt. Es wird alles mögliche geregelt und hin und her. Aber wer sagt diesen Islamisten einmal nur: Stop! Nun ist es genug. Noch ein Schritt weiter, und Ihr werdet etwas erleben, das Euch die Hosen flattern. Ich denke, dies wäre eine klare Sprache, für Menschen, die es nicht gewohnt sind, Grenzen zu sehen.

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radfahrer78 10.01.2013, 22:48
6.

Zitat von cyn
SPON, bitte finden Sie doch bitte heraus: Wo haben die Islamisten die Waffen her? Wer verkauft ihnen.....
Die Islamisten setzen sich lt. verschiedener Quellen aus Gruppen, wie Al-Kaida (Algerien), ehemalige Söldner aus den Lybien und Islamisten aus Niger & Nigeria zusammen. Waffen und Benzin gibt es in Afrika überall. Bei der Finanzierung sollte man mal Richtung Saudi-Arabien schauen.

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rudi_1957 10.01.2013, 22:55
7. @ cyn

Zumindest auf eine Ihrer Fragen kann ich Ihnen eine Antwort geben. Die Rebellen entsammen fast alle dem Tuareg Volk. Sie waren früher zum Großteil in Muammar al Gadhafi's Legion, und haben eine hervorragende militärische Ausbildung genossen. Dem hat die malische Armee nichts entgegenzusetzen.
Es gibt immer noch das Gerücht in der ganzen südlichen Sahelzone, dass die Kommandeure bei ihrer Absetzbewegung aus Libyen neben jeder Menge Waffen und Munition der libyschen Armee auch einen Teil des libyschen Staats - Vermögens mitgenommen haben. Das wird in Westafrika überall erzählt, es scheint zu stimmen. In der französischsprachigen afrikanischen Presse war immer von 40t Gold die Rede, die angeblich spurlos verschwunden sind. Als Versteck werden die grßen Wadisysteme südlich von Tamanrasset in Algerien gehandelt. Wenn Sie mal sehen wie sich die Targi in der Wüste bewegen, ist das ebenfalls vorstellbar, und Nachschubprobleme haben sie, im Gegensatz zur malischen Armee, nicht. Es kommt dazu, daß die Targi 'Original - Wüstenbewohner' sind, während die malische Armee zumeist aus Schwarzafrikanern besteht. Die Targi bewegen sich auch nachts in der Wüste mit der größten Selbstverständlichkeit, während viele Schwarzafrikaner aus Angst vor 'Juju' (Zauberei) nachts ihre Camps kaum verlassen. Das können Sie mir jetzt glauben oder nicht aber es ist so.
Die Legion Etrangere hat sich übrigens in der Sahara noch nie mit Ruhm bekleckert, das ist auch in Zukunft kaum zu erwarten.

Gute Quellen für infos aus der Region sind übrigens Seneweb.com : Le Senegal Dans le Web!, aus Dakar, Senegal, African news, analysis and opinion ? The Africa Report.com, und die BBC ist unter BBC News - Africa normalerweise besser informiert als deutsche Medien. Auch der afrikanische Nachrichtenservice von Radio France International in Englisch ist gut informiert: Africa : business and political news - RFI. Die BBC und RFI haben eigene Reporter vor Ort.
mfg Rudi

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kn4llfrosch 10.01.2013, 22:59
8.

Können wir den Freiheitskämpfern und der Bevölkerung dort denn wirklich nicht helfen? Wir könnten doch Sanktionen gegen das Land erlassen.

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frunabulax 11.01.2013, 23:02
9. Entgegensetzen

Auch hier in Europa setzt man der Religion des Friedens nichts entgegen, freilich auf subtilere Weise.

Wird sich alles bitter rächen.

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