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Krise in Südamerika: Vier Szenarien für Venezuelas Zukunft
GUTIERREZ/ EPA/ REX/ Shutterstock

30 Tote in 30 Tagen und kein Ende des Konflikts in Sicht: In Venezuela stehen sich Opposition und Regierung gegenüber. Experten sehen wenig Raum für Lösungen. Es sei denn, die USA und China mischten sich ein.

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grommeck 29.04.2017, 21:56
20. Ein von Dummheit geleitetes Wirtschaftssystem ist genauso zum Scheitern verurteilt...

wie ein von grenzenloser Gier geleitetes. Zu sehen in allen Schattierungen auf der Welt. Leidtragende sind die Armen - immer und die versorgte Exekutive klammert sich an den letzten Halm bis die Masse Ihnen den Kopf abschlägt, im übertragenen Sinn natürlich. Mehrere Jahrtausende menschlicher Geschichte haben nicht ausgereicht diese Abläufe zu ändern. Evolution dauert eben....

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alfred-wilhelm 29.04.2017, 21:59
21. Die Probleme in Venezuela

.....mögen typischerweise Venezuela zugeordnet werden, aber ähnliche Probleme gibt es auch in Brasilien.
Auch dort gehen Menschen auf die Straße, um gegen die wirtschaftlichen Bedingungen des Landes zu demonstrieren.

Nochmal zum Verständnis:

Die Basis des Wohlstands eines Staates, der Bürger, der Millionäre oder des normalen Arbeiters, ist und war die industrielle Wertschöpfungskette.

In den letzten Jahrzehnten wurde die industrielle Wertschöpfungskette der Konsumgüter-Industrie (Textilindustrie, Radio und Fernsehtechnik, Küchenelektronik, PC-Industrie usw.) aus Europa, der USA und auch aus Südamerika nach Asien verlagert, - in Länder in denen billig produziert wird.

Wenn nun (!Globalisierung!) Herr XY in Asien ein Paar Schuhe für 1,50 € herstellen lässt und die z.B. in Deutschland für 40,00 Euro oder mehr verkauft, wird Herr XY zum Millionär und der asiatische Fabrikarbeiter, der am entsprechenden Wertschöpfungsprozess beteiligt ist, wird seinen Lebensstandard ebenfalls verbessern.

Mit der De-Industrialisierung wurden aber eine Unmenge von Arbeitsplätze nach Asien/Indien/China verlagert und damit aber auch die Grundlage des Lebens der Bevölkerung in den Ländern von denen wir hier sprechen zerstört.

Wie bereits zuvor erwähnt, war es nur die kleine Oberschicht, die prosperiert bevor .Chavez als Präsident gewählt wurde.

Was aus meiner Sicht Chavez und seine Nachfolger versäumten war, dass das Vermögen, das mit dem Erdöl gemacht wurde, nicht zum Aufbau einer Industrie verwendet wurde.

Was fällig wäre, wäre eine Art Re-Industrialisierung.

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Hänschen Klein 29.04.2017, 22:07
22.

Die USA sollten sich ganz raushalten, die haben im Rahmen ihrer jahrzehntelangen, ideologischen Hexenjagd auf linke Regierungen in Lateinamerika an vielen Verbrechen teilgenommen.
Ein neuer Akteur wie China könnte aber in der Tat etwas bewirken, deren Ruf ist noch nicht ramponiert.
Aber das Problem ist halt Maduro, ein Bekloppter wie Kim in NK. Solange solche Leute an der Macht sind, ist es schwer, etwas zu ändern.

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Aberlour A ' Bunadh 29.04.2017, 22:11
23. Aber eine Revolution fällt nicht vom Himmel

Zitat von dwg
Das ist 11 Jahre her. Vergangenheit. Damals hat Chávez das Geld mit vollen Händen ausgegeben und an die Nachbarn verteilt.
Ohne eine massive Unzufriedenheit BEI DER MEHRHEIT der Bevölkerung hätte sich auch ein Chávez nicht einfach auf einen Stuhl stellen und die Revolution ausrufen können. Natürlich hat sein Nachfolger versagt. Aber es ist eben nicht so, dass Venezuela vor Chávez ein Paradies der angeborenen Menschenrechte war. Wie einige Foristen hier glauben machen wollen. Es sei denn, man gibt sich damit zufrieden, die Armen - als größtem Bevölkerungsteil - einfach zu vergessen. Aber dann müsste man auch konsequenterweise das Zensuswahlrecht präferieren.

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itajuba 29.04.2017, 22:20
24.

Die Herren Glüsing und Dietrich sind, wie man in Brasilien sagt, Mehl aus demselben Sack. Beide sind nicht objektiv. Spiegelleser, die nur von Herrn Glüsing über Brasilien informiert werden, haben nur einseitige Informationen

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Lykanthrop_ 29.04.2017, 22:22
25.

Zitat von pauerkraut
Venezuela war - nicht nur wegen des eigenen Oils- einmal eines der prosperierenden Länder in Sued Amerika. Dann kamen die Regierungen mit den Sozialisten. Nun ist das Land am Boden und kaputt. Klingelt da was bei unseren Waehlern von RRG ??
Die Türkei war lange Zeit ein prosperierendes Land, bis der langjährige Staatschef sich für alternativlos und unersetzlich hielt. Er kann nicht von der Macht lassen. Klingelt da was bei Merkel-Wählern ? Ok, beide Vergleiche sind weit hergeholt.
Der Sozialismus hat seine Fehler, er widerspricht dem egoistischen Menschen. Ich wäre für eine echte soziale Marktwirtschaft, sie verbindet beides, leider wurde sie bei uns vor Jahren abgeschafft.

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m.sielmann 29.04.2017, 22:30
26. Wichtiger Hinweis

Zitat von rotella
Bevor Chavez als Präsident gewählt wurde, war es nur die kleine Oberschicht, die prosperiert hat. Ich will die aktuelle Situation nicht beschönigen, aber vor Chavez hatten die Armen keine Stimme, keinerlei ärztliche Versorgung, keine Zukunft. Erst Chavez hat dies geändert. Maduro ist leider unfähig und gefährdet mit seiner unglücklichen Politik die Errungenschaften der Chavez-Zeit. Aber nur wenn man die Situation vor Chavez kennt, kann man verstehen, wieso immer noch ein so großer Teil des Volkes hinter der Regierung steht.
Die starke Unterstützung für Maduro wird zwar in den Medien nicht so stark wahrgenommen. Aber wen sollen denn die Besitzlosen wählen? Es lässt sich doch eher ein Rückgriff der alten Generäle beobachten, nachdem die Menschen demokratische Vertreter in Brasilien, Chile oder Venezuela gewählt haben, die deren Interessen vernachlässigen. Man darf auch nicht übersehen, dass die schlimmen Todesfälle die unterschiedlichsten Ursachen haben, wie der Schuss der Regierungsgegner in den Rücken eines Motorradfahrers, der ihre Barrikade missachtete, der acht Toten die an elektirschen Sicherheitsanlagen von Geschäften zu Tode kamen oder der zwei von Polizisten getöteten Menschen. Das erinnert ein wenig an die Eskalation in der Ukraine, wo auf dem Maidan auch auf Gegendemonstranten wie Regierungspolizisten geschossen wurde.

Hoiffentlich setzen sich nicht die durch, die auf Eskalation um jeden Preis setzen. In der Ukraine kann man sehen, wohin das führt. Besonnene Journalisten, die aus allen Perspektiven berichten, sind da dringlicher denn je. SPON kann das besser und sollte seinen Einfluss auf das öffentliche Urteil nicht unterschätzen.

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oli69 29.04.2017, 22:58
27. Heinz Dietrich

als ehemaliger Chavez Berater kann man ja gar nicht ernst nehmen. Dieser hat das Oel-Reiche Land so heruntergewirtschaftet, dass die Leute nun verhungern oder im Spital sterben, weil es keine Medikamente mehr gibt. Wir senden aus der Schweiz jeden Monat Medikamente an einen Spital an Maracaibo. Wenn sie vom Zoll nicht beschlagnahmt werden, werden diese dort sicher einigen Menschen helfen können. Dass der Spiegel dem Herr Dietrich noch eine Platform bietet um nun von Mexiko aus, solche sinnlosen Kommentare zu geben, finde ich einfach nur traurig.

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hasimen 29.04.2017, 23:13
28. sonderbare Experten

Die sogenannten Experten sind aber mit ihren Expertisen ganz schön weit weg von der Realität. Fakt ist in Venezuela herrscht blanker Überlebenskampf, denn das normale ( nicht nur einfache ! ) Volk hat Lebensbedingungen die einem täglich mehr abverlangen, schlicht hungern ... aber die so weltgewandten Berater ( die bestenfalls zum Saufen, wg. Drogen und billiger Prostitution vor Ort waren ) singen brav das Lied der Revolution weiter. Maßt Euch nicht an über Sachverhalte aus der Ferne zu urteilen. Die Lösung liegt in Venezuela selbst, sei auch sie ist langwierig und schmerzhaft. Leider.

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spon_1205681 29.04.2017, 23:14
29. es sei denn

der Autor schreibt im vorspann "Experten sehen wenig Raum für Lösungen. Es sei denn, die USA und China mischten sich ein." die usa mischen sich seit Hugo Chavez gewählt wurde in die inneren Angelegenheiten des Landes ein. sie befeuern den Konflikt, dass Beobachter vergleiche mit Chile vor Pinochet anstellen.

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