Forum: Politik
Krise in Venezuela: Die Methode Maduro
PRENSA MIRAFLORES HANDOUT/EPA-EFE/REX

Er wurde einst als tumber Ex-Busfahrer verspottet, der durch Zufall an die Macht gekommen ist: Doch allen Krisen zum Trotz hält sich Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro im Amt. Wie gelingt ihm das?

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thequickeningishappening 04.02.2019, 06:02
1. 2000 Generäle

Die USA haben ca 900. Normalerweise ist Ein General Divisionskomandeur. In Venezuela (bei ca 85.000 Mann in Den Streitkräften) kaemen gerade mal 42 Soldaten auf Einen General (Das macht Normalerweise Ein Leutnant als Zugführer). Da muessen wohl noch Einige ueber laufen bis es weh tut.

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blödbacke 04.02.2019, 07:02
2. Warum ihm das gelingt?

Warum ihm das gelingt? Na, ganz einfach: massive Korruption plus falsch verstandene Solidarität!

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behindtheborderline 04.02.2019, 07:39
3. Trump geht es doch nur ums Öl

die Armut der Menschen interessiert ihn doch überhaupt nicht. alles Show.
Und die devoten Europäer dackeln wie schon immer treudoof hinterher, bei der absolut naiven Forderung Maduro solle abdanken, Guaidó wäre ab sofort Präsident, so ganz ohne Wahlen, von Trumps + EUgnaden sozusagen. Da lachen aber die Pferde vor der Apotheke. Das ist aber wirklich mehr als lächerlich was sich hier die scheinbar Mächtigen der westl.Welt da zusammenträumen. Natürlich ist Maduro korrupt, das sind andere Schlimme wie der philipp.Präsident aber auch, dem aber Trump gern die Hand schüttelt, weil er Drogensüchtige erschiessen lässt wie Hasen. Auf Venezuela waren die USA doch schon immer scharf wg. Rohstoffen, haben es aber bis heute nicht geschafft das Land mit typ. amerikan. imperialist.Ausbeutung zu korrumpieren und mit Schuldenspirale abhängig zu machen. Falls sie jetzt einmarschieren werden sie nicht unbedingt als Befreier gefeiert werden, da bin ich mir sicher. Jeder der die lateinamerik. Geschichte kennt, weiss, wie es den Ländern mit amerikan.Ausbeutung und CIA im Land ergangen ist. Sie stürzten noch in grössere Armut. Stichwort..United fruit Company

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fatherted98 04.02.2019, 07:52
4. Warum?

....nun....das liegt wohl eindeutig an dem Regime vor der Übernahme durch Hugo Chavez. Die Korruption war vorher genauso groß, die Einnahmen aus Öl und Co. wanderten in die Taschen der reichen Oberschicht (so wie es eben üblich ist in Süd- und Mittelamerika). Dann kam Chavez der die Rohstoffe verstaatlichte und wirklich Armen ging es viel besser als vor....Gesundheit, Bildung, Wohnung....natürlich lag vieles im Argen....aber man kümmerte sich....doch auch Chavez und Co. verfielen der Korruption und als dieser starb und Maduro übernahm, verrottete das System. Nur die Menschen die vorher eben gar nichts hatten und danach wenigstens ein bisschen...halten Maduro in Angedenken an Chavez noch die Treue....aber auch dieser Rückhalt bröckelt an Gesichts der katastrophalen Versorgungslage.
Mit Guidano kommen übrigens die alten Ausbeuter wieder zurück....besser wird es für die Mehrheit der Bevölkerung dadurch nicht werden....evtl. die Versorgung wird halbwegs wieder da sein....aber Armutsbekämpfung und Bildung für die unteren Schichten kann man dann abschreiben.....tja...entweder Pest oder Cholera....wie so oft in diesen Tagen.

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könig dickbauch 04.02.2019, 08:09
5. Wer ist hier ilegitim?

Maduro wurde gewählt, das kann man gut finden oder nicht. Die Legitimität seiner Wahl ist nicht zweifelhafter als die vieler anderer "Staatschefs", mit denen auch unser Land gerne Geschäfte macht. Seit Chavez hat sich die Analfabetenquote halbiert, genauso wie die der Armen, ebenfalls steht das Land bei den Einschulungszahlen gut da, vor Allem im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Nachbarländern. Das sind Zahlen von UN-Organisationen, nicht eigene Propaganda. Das sollte man wissen, wenn man sich darüber wundert, wieso sich Maduro so lange halten konnte und noch kann. Viele Menschen würden ihn wieder wählen, so seltsam uns das erscheinen mag.
Das Venezuela Thema ist, liegt einzig an seinen riesigen Erdölvorkommen. Demokratische Verhältnisse nach unserer Definition zu fordern ist scheinheilig und verlogen. In Lybien sehen wir, wie viel besser das Leben für seine Bewohner geworden ist, seit der böse Diktator aus dem Weg geschafft wurde.

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medienskeptiker 04.02.2019, 08:26
6. es ist mit Sicherheit nicht so einfach wie man uns erzählt

Wer sich einmal mit den ganzen Prozessen seit der Parlamentswahl 2015 ernsthaft beschäftigte erkennt,dass KEINE der politischen Gruppen bzw der drei demokratischen Institutionen ( Parlament.Oberstes Gericht. Präsident) völlig korrekt handelte.
Auch was den wirtschaftlichen Zusmmenbruch betrifft,ist der nicht nur auf Misswirtschaft zurückzuführen sondern natürlich auch eine Folge der US Sanktionen
Wirklich schlimm ist,dass neben den USA auch andere Staaten jetzt das Völkerrecht mit Füssen treten. Die UN charta sieht vor Staaten anzuerkennen-aber nicht Regierungen. Was da gerade läuft(die Ultimaten,die Anerkennung nicht gewählter Präsidenten- bis hin zur US Androhung miitärische Gewalt einzusetzen) ist völkerrechtlich völlig inakzeptabel.
Es schafft einen Präzedenzfall ohnegleichen. Im Irakkrieg hat man (gelogen) das vorhandensein von Massenvernichtungswaffen als grund angegeben. In Libyen hat man erklärt eine Flugverbotszone einzurichten (und hat dann das Land slbst zerbombt) In Syrien hat man IS bekämpft. JETZT spricht die USA davon militärisch gegen einen Präsidenten,einen Staat vorzugehen.
Es wäre eine logische Folge wenn Russland im Donbass einmaschiert,weil die Regierung in Kiew den Vertrag von Minsk nicht einhält( Elend gibt es im Donbass genug) und warum nicht China in Taiwan wenn dort die nächste Wahl von China nicht anerkannt wird?
Politik und Medien sollten sich einmal zurücklehnen.tief Luft holen und nachdenken. Selbst in kältesten Zeiten des kalten Krieges,hat man zumindest noch so getan als würde man die UNO und deren Regeln anerkennen.

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hello_again 04.02.2019, 08:27
7. Minderheit?

Maduro hat 2 der letzten 3 großen Wahlen gewonnen.
Wer von einer "Minderheit" spricht, die zu ihm hält, sollte sich mit der Realität genauer auseinandersetzen..

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usch400 04.02.2019, 08:35
8. Zweierlei Maß

Viele Politiker aus USA und Europa und viele andere haben haben sich darüber aufgeregt wie Putin vermutlich die Wahl des US Präsidenten durch social Media und ähnliches beeinflusst haben könnte. Es wurde als absolutes No-Go dargestellt, dass andere Staaten eine Präsidentenwahl beeinflussen darf. Jetzt wo es um den Staatschef von Venezuela geht, ist dies plötzlich erlaubt. Nicht nur US-Politiker allen Couleurs wollen Maduro aus dem Amt jagen sondern auch Staatschefs von europäischen Staaten stellten ein Ultimatum. Nicht dass ich für Maduro auch nur die geringsten Sympathien hätte, aber es ist doch erstaunlich wie mit zweierlei Mass gemessen wird. Bei "schlechten" Staatsoberhäupter ist es moralisch erlaubt, bei "guten" Personen, wie Hillary Clinton, deren Präsidentschaft verhindert wurde, ist es moralisch verwerflich auch nur die geringste Einflussname zu nehmen. Schaut man sich an, was H. Clinton in Libyen angerichtet hat, so ist diese Doppelmoral sogar mehr als fragwürdig. Die US-Politik hat immer noch eine ähnliche Einstellung wie damals als unter Kissingers Regie Allende stürzte und Pinochet als Präsidenten förderte.

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pecaracas 04.02.2019, 08:37
9. Lieber Leierkastenmann...

Zitat von behindtheborderline
die Armut der Menschen interessiert ihn doch überhaupt nicht. alles Show. Und die devoten Europäer dackeln wie schon immer treudoof hinterher, bei der absolut naiven Forderung Maduro solle abdanken, Guaidó wäre ab sofort Präsident, so ganz ohne Wahlen, von Trumps + EUgnaden sozusagen. Da lachen aber die Pferde vor der Apotheke.
...hoer bitte auf. Ueber ihren Beitrag weinen die Pferde vor der Apotheke
Faellt ihnen denn wirklich nichts mehr ein? Beim Rueckzug von Maduro sollen sofort neue Wahlen abgehalten werden. Maduro ist kein gewaehlter Praesident. Aber in den folgenden Beitraegen werden sie sicherlich von Glaubensbruedern unterstuetzt, die den Artikel einseitig und skandaloes finden. Leider haben alle keine Ahnung von Venezuela, ausser dass sie Links sind.

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