Forum: Politik
Krise in Venezuela: Die Methode Maduro
PRENSA MIRAFLORES HANDOUT/EPA-EFE/REX

Er wurde einst als tumber Ex-Busfahrer verspottet, der durch Zufall an die Macht gekommen ist: Doch allen Krisen zum Trotz hält sich Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro im Amt. Wie gelingt ihm das?

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mephistofeles12 04.02.2019, 09:00
20. Stellvertreterkonflikte

Man macht es sich zu einfach, wenn man sich auf Maduro fokussiert. Sicher ist der nicht die hellste Kerze am Baum und sichert sich die Macht durch korrupte Mechanismen (wie seine Vorgänger). Allerdings ist es schwer, in dieser Region ohne das Wohlwollen der USA zu existieren, weil diese den Ländern, die ihnen politisch nicht passen, das Leben sehr schwer machen (und damit die Misere der Bevölkerung mit verursachen).
Ein Grundübel ist aber auch, dass die ganze Region Mittel- und Südamerika von Waffen überschwemmt ist. Und die kommen nicht aus der Region selbst. Die ganze Region wird benutzt für Stellvertreterkonflikte und dafür sind alle manipulativen Mittel recht.

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albatrosmz 04.02.2019, 09:01
21. Immer wieder neue Artikel, wie auch dieser,

die nur die inneren Schwierigkeiten Venezuelas hervorheben und mit keinem Wort den äußeren Druck, die eindeutige illegale Einmischung der USA erwähnen. Obwohl seriöse glaubwürdige Quellen auch bei uns in Deutschland, auch bei SPON, Fakten der Einmischung der USA liefern, entfaltet die überwiegende Masse der parteilichen und die venezolanische Regierung diskreditierenden Artikel unserer Mainstream-Medien Wirkung, was sich an einer Reihe wirrer Leserbriefe zeigt. Da wird sogar die lange Reihe der US-Regime Change, besonders in Ölstaaten negiert. (Venezuela besitzt die größten Ölvorkommen der Welt) Die bange Frage entsteht, in welche gefährliche Richtung die leichte Manipulierbarkeit der meisten Menschen und die Meisterschaft unserer Mainstream-Medien im Manipulieren führen kann.

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nixkapital 04.02.2019, 09:03
22. ...

Zitat von usch400
Viele Politiker aus USA und Europa und viele andere haben haben sich darüber aufgeregt wie Putin vermutlich die Wahl des US Präsidenten durch social Media und ähnliches beeinflusst haben könnte. Es wurde als absolutes No-Go dargestellt, dass andere Staaten eine Präsidentenwahl beeinflussen darf. Jetzt wo es um den Staatschef .....
Geht mir ähnlich, aber ich nehme die aufgesetzte Entrüstung aus Berlin / Brüssel / Washington einfach nicht mehr ernst. Die versuchen zwar den Takt vorzugeben, aber jeder kann sich heute umfassend informieren und eine eigene Meinung bilden. Sicher sind Putin, Maduro und viele andere, zweifelhafte Gestalten, aber da die Beziehungen zu (z.B.) Saudi-Arabien durch (z.B.) USA und Deutschland u.a. mit Waffenlieferungen gepflegt und aufrecht erhalten werden, hat der Westen für mich jegliche Legitimation verloren, moralisch über die Regime anderer Länder zu urteilen.

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kajoter 04.02.2019, 09:28
23. @ #11, 13 etc.

Zitat von Bernhard.R
Es steht den Nato-Politikern immer wieder im Wege. So auch diesmal. Die UN Charta verbietet in Artikel 2 Absatz 7 die Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. Dazu gehören Wahlen. Sie tun es trotzdem, da sie darauf vertrauen, daß die Medien sie nicht dafür verurteilen. 13. Die Krise in Venezuela ist nicht die Methode Maduro, sondern auch diese Krise ist die Methode USA. Genauso, wie sie überall in der Welt von den USA praktiziert wird und die weltweit jahrzehntelang wuchernde politische Scherbenhaufen hinterlässt, quer durch das Länderalphabet Scherbenhaufen hinterlässt, von Afghanistan über Ägypten, Brasilien, Chile usw.usf.
Merkwürdig, früher haben sich russische Agitatoren wenigstens etwas Mühe gegeben, unerkannt zu bleiben. Das gelang meistens nicht, weil ihr Deutsch zu schlecht war. Jetzt, da sie offenbar Nachhilfeunterricht bekommen haben, gelingt es auch nicht, weil sie inhaltlich leicht zu identifizieren sind. Und weil sie sich wie ein Rudel Raubtiere auf den immer gleichen Themenkomplex konzentrieren, in dessen Mittelpunkt Mütterchen Russland steht.
So auch bei diesem Thema.
Diesen verbalen Abfall zu lesen, wird von Mal zu Mal enervierender und wirkt sich daher sogar kontraproduktiv aus. Daher mein Appell: Bitte zeigt etwas mehr Berufsethos! Strengt Euch an, lasst Eure Fantasie und Kreativität walten und überrascht uns mit geistreichen Kommentaren.

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etlamu 04.02.2019, 09:46
24.

Zitat von AxelJanssen
Er war ja nie ein einfacher "Busfahrer". Zunächst durchlief er auf einer Ausbildung zum Polit-Aktivisten. In Caracas fand er dann eine Beschäftigung als Busfahrer und konzentrierte sich dort direkt auf die gewerkschaftliche Arbeit. Heute sind tausende von kubanischen Geheimdienst-Experten aktiv. Auf deren Expertise stützt sich Maduro und seine Polit-Fraktion der Frente Francisco de Miranda. Die hat in den letzten Jahren die Militär-Fraktion unter Diosdado Cabello aus Schlüsselpositionen verdrängen können. Ich halte Nicolas Maduro selbst nicht für intelligent. Er hält sich nur an die Vorgaben der kubanischen Experten und handelt damit intelligent. Wir könnten vielleicht dem unseeligen Spuk sehr ein friedliches Ende setzen, indem wir der kubanischen Führung zu verstehen geben, dass die vielen europäischen und kanadischen Touristen auch ausbleiben können.
Und auch sollten wir der US-Führung klar machen, dass das Öl dem Volk Venezuelas gehört. Wenn BEIDE Fremdmächte nebst Geheimdiensten aus Venezuela raus sind, könnte man ja eine Regierung bilden, die WIRKLICH für das Volk da ist. Dieser selbst ernannte Guaidó, von den Gnaden der USA, ist aber auch nicht der Richtige.

Mit Nicolas Maduro haben Sie recht, denn ich habe mich immer gefragt, warum es nach Hugo Chavez so Berg ab ging. Hugo Chavez war ein ganz anderes Kaliber und tat nachweislich auch was für sein Volk. Das arme spanisch sprechende Volk Kubas ist aber sicher näher an dem Volk Venezuelas als das der USA.

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alexander.roehrig 04.02.2019, 10:00
25. gewählt ist gewählt

das Volk hat den Präsidenten, den es gewählt hat. Wenn das Volk eine Veränderung wünscht, muss die Veränderung von Innen kommen. Alles andere, jede EInmischung von Außen ist höchst undemokratisch und verantwortungslos. Ich lebe in einem lateinamerikanischen und bin mir ganz sicher: für die meisten würde sich nicht viel ändern. Es ist völlig egal welche Partei am Zug ist. Das Volk wird so oder so leiden, bis eines Tages eine Beweung kommt die ein demokratisches System will und bereit ist Korruption zu bekämpfen. Menschen die sich nicht auf Kosten der Allgemeinheit bereichern würden, hättn sie die Möglichkeit, sind in der krassen Minderheit oder müssen erst noch geboren werden

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Beat Adler 04.02.2019, 10:06
26. Maduro verteilt Essenspackete an seine Anhaenger. Die sind begeistert!

Maduro verteilt Essenspackete an seine Anhaenger. Die sind begeistert! Berichtete vor einer Stunde die Reporterin von BBC world news aus einem Slum von Caracas.

Millionen Prozente Inflation, 143 Milliarden US$ Auslandschulden, nur noch 1.2 Millionen Fass pro Tag Export an Erdoel, Schweroel zu tiefem Preis, das zu 41% Richtung USA. 3.3 Millionen ins Ausland Geflohene. Das Alles berichtete sie auch.
Die Essenpackte betehen aus Importen. Sie muessen mit Devisen gekauft werden. Die USA drehen mit ihren neuen Sanktionen den Geldhahn fuer Maduro weitgehend zu.

In der VOR Chavez Zeit bluehte die Landwirtschaft in Venezuela. Durch Importe von Nahrungsmitteln, stark subventioniert an die "Armen" verscherbelt, so kaufte Chavez und nun Maduro seine Stimmen, wurde sie kaputt gemacht. Die Bevoelkerung Venezuelas koennte sich nicht nur selbst von lokaler Produktion ernaehren, nein, sie koennte noch exportieren!
Das Prinzip "Ruhe um jeden Preis" fuehr NICHT zu Freiheit, Rechsstaatlichkeit, Demokratie. Wer das will, muss dafuer kaempfen!

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w.ulbricht 04.02.2019, 10:10
27.

Nun,Maduro regiert für die indigenen und ärmeren Bevölkerung und nicht für die reiche spanische Oberschicht.Er wie sein Vorgänger verhindern den Ausverkauf des Ölreichtums an die US Multis und Sein Vorgänger hat die Armut spürbar verringert.
Ganz im Gegensatz zu den sogenannten Demokratien.
Die nichts eilfertigers zu tun haben als ihren Vorgesetzten in den USA willfähig zur seite zu stehen.

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conrath 04.02.2019, 10:13
28. Selbstverständlich: Interessen spielen. ..

...eine entscheidende Rolle. Immer. Von welcher Seite auch immer. Ich frage mich, warum jetzt auch die EU Staaten, vornweg dabei wieder la Grande Nation FR - zum Sturz des Diktators M. aufruft. Die üblichen Verdächtigen USA und RU und Cuba... - ihre Reaktion durfte man erwarten. Ich glaube weder in diesem wie in anderen Fällen weder den Krakeelern noch den Verlautbarungen in der Presse - wie so oft nur Halbwissen verbreitend. Zweifel und kritische Vernunft in alle Richtungen sind immer noch der beste Kompass in einer Welt die sich von Krise zu Umnachtung und Chaos wandelt. Womit die einen gewaschen wurden, wurden die andrrn abgetrocknet. Man sollte sich immer fragen, wem nes nützt. Und auf die leisen, die unhörbaren Töne der Geschändeten und Gequälten lauschen. Die haben Recht.

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Beat Adler 04.02.2019, 10:20
29. Die USA waren bis letzt Woche Hauptkunde fuer das Erdoel Venezuelas!

Zitat von w.ulbricht
Nun,Maduro regiert für die indigenen und ärmeren Bevölkerung und nicht für die reiche spanische Oberschicht.Er wie sein Vorgänger verhindern den Ausverkauf des Ölreichtums an die US Multis und Sein Vorgänger hat die Armut spürbar verringert. Ganz im Gegensatz zu den sogenannten Demokratien. Die nichts eilfertigers zu tun haben als ihren Vorgesetzten in den USA willfähig zur seite zu stehen.
Die USA waren bis letzt Woche Hauptkunde fuer das Erdoel Venezuelas! Das war unter Hugo Chavez schon so und ging unter Maduro weiter!

Wer die Armen auf Kosten der lokalen Lebensmittelproduktion pampert, verliert langfristig, weil er sich wie ein Junkie an den Tropf des Zwangs-Importes von Nahrung haengt! Das tat Fidel Castro eben NICHT! Das haette Chavez durchaus von seinem liebsten Freund Fidel kopieren koennen! Viel Erdoel haben, heisst nicht die Zerstoerung der eigenen Landwirtschaft beschleunigen!
mfG Beat

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