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Krisendiplomatie: Außenminister Maas reist nach Iran
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Heiko Maas will das Atomabkommen mit Iran retten. Am Pfingstmontag fliegt der Außenminister nach Teheran. "Das ist eine Reise in die Krise", sagte eine Ministeriumssprecherin.

KingTut 06.06.2019, 15:20
1. Ernsthafte Bemühungen

Es ist in unserem ureigenen Interesse, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt, denn diese würden eine unmittelbare Bedrohung für Europa darstellen. Insofern sind die Bemühungen der Bundesregierung zu würdigen, die iranischen Verpflichtungen aus dem Abkommen zu sichern. Umgekehrt sollte der Iran, entgegen anderslautender Äußerungen, den ehrlichen Versuch der Europäer würdigen, eine Lösung in der aktuellen Krise zu finden. Auch wenn ich die Art und Weise wie Trump das Abkommen für die USA aufkündigte nicht richtig finde, so kommt man nicht um die Tatsache herum, dass der Iran von einem Regime aus islamischen Geistlichen regiert wird, das überall in der Region radikale Gruppen unterstützt und sich sogar die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben hat. Der Iran hätte alle Macht, der Welt gegenüber zu demonstrieren, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Geben wir die Hoffnung nicht auf ...

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Stereo_MCs 06.06.2019, 15:33
2.

Ich fände es sinnvoll, wenn sich Außenminister Maas vor die Weltpresse oder Herrn Lawrow stellen würde,
und die humanitäre Katastrophe die gerade in Idlib, droht thematisieren würde.
Auch und gerade, weil dort ebenfalls der Iran involviert ist.

https://www.spiegel.de/politik/ausla...a-1271055.html

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steingärtner 06.06.2019, 15:41
3. Was ist der Sinn der Reise ?

Was hat Maass den Iranern anzubieten, außer dass sie sich zu unterwerfen haben ?

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mueller23 06.06.2019, 16:06
4. Der Iran bedroht Europa nicht

Was der Iran will sind deutsche Werkzeugmaschinen, deutscher Anlagenbau, um wirtschaftlich auf die Füße zu kommen.
OK, nicht nur deutsch, der fanzösische PSA-Konzern ist auch willkommen, Peugeot genießt einen guten Ruf aufgrund der Qualität ihrer Fahrzeuge.

Das Mullah-Regime läßt sich nicht von außen wegbomben, es muss von innen erodieren.

Der Iran sollte wirtschaftlich gefördert werden, je mehr Wohlstand, je weniger Macht der Mullahs.

Es führt nicht weiter, das iranische Volk under pressure zu halten.

Die Mullahs haben immer noch die Macht, die sie auch mit Gewalt durchsetzen, in der ländlichen Bevölkerung finden sie Mehrheiten, in Teheran werden sie ausgelacht, natürlich nur im privaten Umfeld.

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mensch0817 06.06.2019, 16:56
5. Falsches Reiseziel

Herr Maas sollte nicht in den Iran fahren (was der Iran will, ist klar: die versprochenen Verbesserungen), sondern in die USA. Die USA zwingen mit ihrer Wirtschaftsmacht viele Länder bzw. Konzerne dazu, ihren Anschauungen zu folgen - nicht nur bezüglich des Iran. Es kann doch aber nicht angehen, dass sich die internationale Politik nur nach den USA richtet! Es muss eine internationale Lösung her, gern auch unter Einbeziehung von Russland und China, um den USA klar zu machen, dass einseitig verhängte Sanktionen nicht der Weg sind, den internationale Politik beschreiten sollte. Es wird langfristig nur miteinander gehen, nicht gegeneinander. Das muss letztlich auch Herr Trump begreifen, oder es muss ihm klar gemacht werden (was ggf. auch von seinen eigenen Parteigenossen geschehen dürfte). Übrigens spricht auch dieses Thema für die Notwendigkeit eines starken und einigen Europa, sonst können wir die Sache gleich ganz lassen...

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Leo Löwe 06.06.2019, 17:16
6. Herr Maas

Zitat von steingärtner
Was hat Maass den Iranern anzubieten, außer dass sie sich zu unterwerfen haben ?
nimmt seinen "Job" ernst, und der besteht u.a. darin, den Iranern deutlich zu machen, dass ihr wirtschaftliches Fortkommen nicht darauf beruht, nur einerseits die Größe Irans und die Macht Allahs zu betonen, sondern andererseits eben sich auch zu bemühen - auch wenn einer wie Trump derzeit Präsident ist - ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Verbindungen aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Der Iran hat kurz - oder langfristig - trotz seiner Rohstoffvorkommen - mehr zu verlieren als seine Handelspartner, wenn - und sei es nur aus Versehen - jemand in der jetzigen Situation auf den "Knopf" drückt. Donald ist - Gott (oder Allah?) sei`s geklagt - nicht derjenige, der Entscheidungen nach kühler Bewertung, langfristigen Folgen und Bewertung der Angemessenheit der Reaktion treffen kann und wird. Zählen Sie doch mal, wie viele Berater im "White House" das inzwischen eingesehen und "sozusagen" um ihre Papiere gebeten haben. So gesehen ist es sicherlich nicht falsch, den Mullahs die Sichtweise der westlichen Handelspartner, die auch ihre Erfahrungen mit Donald haben, zu vermitteln.

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kuschl 06.06.2019, 18:21
7. Überbewertet

Der Besuch ist überbewertet. Es ist das Privileg eines deutschen Außenministers, kaum etwas bewegen zu können aber dafür immer gute Sympathiewerte einzufangen. Ich hoffe, er lernt auch mal, die Hände aus den Taschen zu nehmen oder hat sein Stilberater ihm gesagt, das sieht besonders lässig aus?

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spiegelneuronen 06.06.2019, 23:02
8. Außenminister fliegt in ein anderes Land und weiteres ...

Einerseits sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass es einen sogenannten Atomvertrag gibt, er in einer UN-Sicherheitsrat-Resolution verankert ist und dieser Vertrag beeinhaltet auch die Lockerung der Sanktionen gegenüber Iran.

Weiterhin hat auch aktuell die Internationale Atomenergiebehörde bestätigt, dass Iran die vertraglichen Grenzwerte einhält.

...und in der kommenden Woche ist auch der Ministerpräsident Japans Abe in Teheran zu Gesprächen.

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spiegelneuronen 07.06.2019, 08:45
9. Russland will sich INSTEX anschliessen ...

Es dürfte auch darum gehen, dass laut russischen und iranischen Meldungen, Russland bei INSTEX sein Interesse angemeldet hat, sich dabei zu beteiligen.
Und Russland ist auch Vertragspartner beim sogenannten Atomvertrag. ...

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