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Krisengebiet Ostdeutschland: Eine Liebe in Haßleben

In der brandenburgischen Uckermark ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sind niedrig, die Perspektiven düster*- und junge Leute wollen einfach nur weg. Ein junges Paar im Dorf Haßleben will trotzdem bleiben. Szenen einer hartnäckigen Liebe.

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gertnam 27.12.2011, 16:44
30. Wahl-Brandenburger

Zitat von caecilia_metella
Das ist wohl das Übelste. Krisengebiet, alle Ossis sind aus Sicht der weisen Wessis entweder Idioten oder Langweiler oder neuerdings braun. Wir leben auch in einem kleinen Ort, allerdings in Hessen, selbst gewählt. Die Pächter der Dorfkneipe arbeiten sich ebenfalls bankrott, aber man hat seinen Spaß dabei.
Dass die Uckermark zu den wohl schönsten Landkreisen in Deutschland gehört und längst nicht alles Tristesse ist, passt natürlich nicht in das Klischee, das der Schreiberling mit seinem Rührstück vertiefen will. Als Wahl-Brandenburger aus Namibia kann ich Skeptikern nur raten, die Uckermark mal zu besuchen, und sich nicht von der selbstgefälligen Schwarzmalerei irgendwelcher Zaungäste beirren zu lassen. Übrigens kann man im ,,Rasselbock“ sehr lecker essen und wir waren bei unseren mehrfachen Besuchen en route Templin oder Prenzlau nie die einzigen Gäste. PS: Die Auswahl und Qualität der Bilder ist geradezu unverschämt.

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lunasteff 27.12.2011, 17:43
31. Faxen dicke

Zitat von sysop
In der brandenburgischen Uckermark ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sind niedrig, die Perspektiven düster*- und junge Leute wollen einfach nur weg. Ein junges Paar im Dorf Haßleben will trotzdem bleiben. Szenen einer hartnäckigen Liebe.
Ja schade, dass die DDR in die BRD einverleibt wurde. Dabei hatten es die Ossis doch so schön damals - vor der Wende. Nun werden sie stets gegängelt, ausgenutzt und ständig sind sie im Nachteil - durch die bösen, bösen Wessis. (Ich finde diese Unterscheidungen übrigens noch immer sehr treffend aus meinen bisherigen Erfahrungen mit denen "von drüben")
Hoffentlich bleibt das Pärchen in Hassleben (der Name...;))), belebt die heimatlichen Gefühle und die noch ansässige Wirtschaft, findet viele Nachahmer und mir bleibt dieser ganze Käse mit den armen Ossis, die uns schon so lange auf der Tasche liegen, erspart.

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leerzeichen 27.12.2011, 17:57
32. Find ich gut

Zitat von sysop
In der brandenburgischen Uckermark ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sind niedrig, die Perspektiven düster*- und junge Leute wollen einfach nur weg. Ein junges Paar im Dorf Haßleben will trotzdem bleiben. Szenen einer hartnäckigen Liebe.
Die Uckermark ist schön. Ich kann verstehen, dass die beiden bleiben wollen, und ich wünsche ihnen, dass ihnen das auch gelingt.

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Donalder Duck 27.12.2011, 18:24
33. Ossis sind dumm

und der SPIEGEL war immer der erste wenn es darum ging den OSTEN als stasiverseucht - oder braun -oder dumm oder gierig oder hoffnungslos oder.... usw. darzustellen. Die Früchte dieser SPIEGEL-Äugigkeit über Jahre, ja inzwischen Jahrzehnte, kann man in diversen Forenbeiträgen des SPIEGEL wiederfinden. Genutzt hat es der Ignoranz... des WESTENS. Es wird nun zu einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung.

Es hat sich gerächt wie auch und gerade der SPIEGEL immer wieder parlierte - zu fürchten ist das weitere Mordbanden sich auf den Weg machen werden um ihren einfachen Wahrheiten Geltung zu verschaffen. Ausländer raus gilt einem nicht geringen Teil der Bevölkerung inzwischen als Anleitung zum Handeln damit die Wut ein Ziel findet. Wer eine Ahnung von kommendem haben will schaue einmal in Fussballstadien - das sind keine Fans einer Spassgesellschaft - das ist kalkulierte Gewalt mit der Absicht den Gegner zu vernichten.

noch ist es nicht zu spät - aber schon bald kann es zu spät sein...

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AndyDaWiz 27.12.2011, 19:01
34. Der Soli ?

Zitat von capmidi
Den ex DDR-Politikern geht es doch gut! Einfach mal um ein paar Spenden bitten und fragen wo der West-Soli eigentlich bleib?
Geht zu 100% an die ostdeutschen Beamten, von denen es weit mehr gibt pro Buerger als in Westdeutschland.

Und die gehen dann den Buergern auf den Sack, bis in die private Wohnung rein.

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WHO23 27.12.2011, 19:16
35. 111

Zitat von AndyDaWiz
Geht zu 100% an die ostdeutschen Beamten, von denen es weit mehr gibt pro Buerger als in Westdeutschland. Und die gehen dann den Buergern auf den Sack, bis in die private Wohnung rein.
Sie hätten doch im Westen bleiben können.
Was macht Ihre "Zweigstelle" in der Schweiz, nichts geworden?

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wiwi 27.12.2011, 19:16
36. Die Deutsche Einheit ist längst passiert

Und die gehen dann den Buergern auf den Sack...

Merkwürdige Diskussion. Angela Merkel kommt aus der Uckermark im Osten, Christian Wulff aus Osnabrück im Westen - die Deutsche Einheit ist längst passiert. Ein Dorf wie Haßleben habe ich vor kurzem in der Pfalz gesehen. Spirkelbach. Wo ist der Unterschied?

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dr.majo 27.12.2011, 19:34
37. Ach Was...

Zitat von AndyDaWiz
Geht zu 100% an die ostdeutschen Beamten, von denen es weit mehr gibt pro Buerger als in Westdeutschland. Und die gehen dann den Buergern auf den Sack, bis in die private Wohnung rein.
Der beste "Import" ist ja wohl Frau Dr. Merkel....

Die "Wessis" lieben sie! und haben wohl nicht begriffen, wie "überlegen" das "Ostsystem" war. Naja, Schwamm drüber, nicht der Ossi war Doof, die Wessis sind es noch Heute! ....Was für ein Müll.
So , muss jetzt auflegen, gleich kommt die Aktuelle Kamera. Leider nicht mehr mit Frau Unterlauf.

"Hier ist das erste Täuschefernsehen mit der Tagessau"

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werner3 27.12.2011, 20:41
38. Szenen einer hartnäckigen Liebe?

Diese Formulierung ist unpassend, den Liebe und hartnäckig passen nicht zueinander, weder bei dem Paar noch zu dem Ort. Ich finde, sie machen es richtig, denn jedes Dorf ist irgendwie schön und erhaltenswert, oft 100x schöner als manche Stadt. Diese Dörfer existierten über hunderte von Jahren. Bis der Kapitalismus über diese Landschaften kam - gerade wie der 30jährige Krieg - und alles ruinierte. Und er kann es nicht lassen, dieses kranke System. Überall wird vernichtet und zeitgleich woanders weitere Natur zubetoniert, denn Chaos und Anarchie sind die Spielregeln, "DER MARKT" regelt es.

Das Einzige, was der Kapitalismus immer und gründlich schafft, ist Zerstören.

Orte, Lanschaften, Regionen, Länder, Kulturen, Gesellschaften, Gemeinschaften, Familien, Menschen und ihre Gesundheit, Unternehmen, die Umwelt, die Natur, das Klima, die Böden, das Wasser, die Tiere, die Pflanzen, die Recourcen, die ZUKUNFT - einfach Alles. Eine perfekte Zerstörungsmaschine.

Am 19. Dezember diskutierten Experten aus Ökonomie, Physik, Ethik, Psychologie und Soziologie in Zürich «Anders denken – Visionen für ein neues Wirtschaftssystem»

Dort forderten Studenten den Zusammenbruch des Kapitalismus. Hoffentlich bald.

Zeitpunkt.ch: Anders denken – Visionen für ein neues Wirtschaftssystem

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werner3 27.12.2011, 21:12
39. Operationsgebiet Deutschland

Zitat von werner3
Ist es nicht bezeichnend, daß solche Diskussionen in der Schweiz und in Österreich und überall stattfinden, nur nicht in Deutschland?

Das ist das Ergebnis von 60 Jahren Indoktrination, wonach das einzige, große und einmalige Vorbild die USA sind. Es mußte alles genau so eingerichtet werden, wie von Washington gewünscht und durchgesetzt. Öffnung aller Scheunentore für das große Kapital. Freiheit des Kapitals ist die oberste Regel.

Fast haben es diese neoliberalen Einpeitscher geschafft, es fehlt nur noch ganz wenig. Ein, zwei kleine Reförmchen noch, und wir haben die Ami's endlich eingeholt. DER Traum aller deutschen Kapitalismusanbeter. In der EU, im Euroland sind wir schon die USA. Markt pur, Markt über alles, alle ist Markt - Jedes Dorf, jede Kirche, bald jede Schule, jede Uni, das Fahren auf der Straße und das Gehen auf dem Bürgersteig - Bürgersteigmaut !!!

An die lohnabhängigen Bewohner Deutschlands werden dann Preisschilder von wirtschaftsamtswegen verteilt (oder vom DIHK, BDA, BDI, INSM ?). Jeder hat seinen Preis an die Brust zu heften. Viele in Rot mit einem Minus davor - Unrentabel, Kostenfaktor ohne Wert. Damit für jeden optisch deutlich wird, wieviele Kostenfaktoren hier zu Buche schlagen, "der Wirtschaft" auf der Tasche liegen, dem "wahren" Grund für die Krise.

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