Forum: Politik
Kritik an Ankaras Anti-Israel-Kurs: "Erdogans Macho-Gehabe ist gefährlich"

Der türkische Ministerpräsident*präsentiert sich als Aufbauhelfer in der arabischen Welt und provoziert mit offenen Angriffen gegen Israel.*EU-Politiker kritisieren jetzt*Erdogans offensives Auftreten: Sie verlangen Mäßigung.

Seite 2 von 14
Keyser Söze 13.09.2011, 19:45
10. Congrats for the most überflüssig comment in the world

Zitat von wrdlprnpfd
Ein Staat, dessen Führer so auftritt, ist noch lange Zeit nicht, wenn überhaupt, EU-geeignet.
Glauben Sie nach der Lektüre dieses Artikels immer noch, dass die Türkei in die EU will?

Auszüge aus dem Artikel:

"Ankara verfolge nicht das Ziel eines EU-Beitritts "und benutzt den Konflikt mit Israel dazu, Glaubwürdigkeit in der Region zu erreichen", sagte Brok SPIEGEL ONLINE."

"Für die Türkei sei der EU-Beitritt schlichtweg keine Perspektive mehr, so Cohn-Bendit. Schließlich hätten "Merkel und Sarkozy alles dafür getan, dass die Türkei nicht zeitnah beitreten kann." Europa habe der Türkei zu lange die Integration verweigert, und Erdogan jetzt kaum eine andere Wahl, als die "Karte der Regionalmacht" in Arabien zu spielen. "

Beitrag melden
Antipodas 13.09.2011, 19:46
11. Da gibt es soooo viele Staaten...

Zitat von wrdlprnpfd
Ein Staat, dessen Führer so auftritt, ist noch lange Zeit nicht, wenn überhaupt, EU-geeignet.

die man nicht in die EU, UN oder in sonst eine Organisation auf nehmen sollte. Was in dem Artikel als Macho-Gehabe verurteilt wird, wird bei einem Nordamerikanischen Präsidenten als "normal" angesehen und sogar lakaiisch begrüsst.

Wie sieht es denn mit dem kleinen, französischen "Möchtegern-Napoleon" aus? Auch sein Land Mitglied der EU, ja sogar Gründungsmitglied derselbigen Organisation und neuerdings auch Weltpolizist in Nordafrika und in ehemaligen Kolonien.

Alles reine westliche Propaganda und Arroganz. Wie Recht hat doch die chinesische, stellvertretende Außenministerin in dem letzten Spiegelinterview gehabt und den Westen als arrogant bezeichnet.

Beste Grüße

Antipodas


P.S.: Ich bin weder Chinese noch Türke, sondern ein "Westler" mit weniger Arroganz;-))

Beitrag melden
Bonneville78 13.09.2011, 19:50
12. der Frühling kommt ....

Zitat von viwaldi
Erdogan hat das Recht, so aufzutreten wie er will und wie er es für die Türkei für richtig empfindet. Ich finde es richtig, nicht immer um den heißen Brei herumzureden. 1) Israel betreibt Staatsterror - jeder der es wissen will und Augen und Ohren im Kopf hat, weiß es. Killerkomandos des Mossad sind hier und da, teils mit deutschen Pässen, unterwegs. Prozess? Rechtsstaatlickeit??? Wozu? Mord als Staatsauftrag, so auch beim Überfall auf die türk. Schiffe. 2) Die Türkei gehört nicht in die EU. Außer vielleicht militärstrategische Überlegungen spricht nichts dafür, alles dagegen. 3) Deutschland und die Türkei sollten enge Freunde sein und sind es ja auch weitgehend (wirtschaftlich, NATO, migrationsmäßig). Trotzdem kann jeder seine Interessen verfolgen. 4) Israel muss sich daran gewöhnen, wie andere Staaten auch behandelt und beurteilt zu werden. Der arabische Frühling - so er Bestand hat- zeigt doch nur eins: der "Dino" ist Israel mit seinen verkrusteten Ansichten und Strukturen. Israel wird sich gewaltig bewegen müssen, die Nachkriegsära ist auch im Nahen Osten bald vorbei.
Ja, die Welt, vor allem die arabisch / islamische ändert sich ....
Wenn in Ägypten, Libyen, Syrien usw. erst einmal dekokratische Regierungen (also in freien Wahlen von den Völkern bestimmte) sitzen, dann wird es für die schwer, den Willen ihrer Völker nach Gerechtigkeit zu ignorieren.
Und dann werden Aggression und Unterdrückung von diesen Regierungen an zu prangern sein. Nicht nur im eigenen Land, auch bei den Nachbarn.

Beitrag melden
Bokurano 13.09.2011, 19:52
13. titel

Naja das selbe sollten sie dann aber auch von Israel verlangen. der Hardlinerkurs der dortigen Regierung hat doch diese Situation erst ermöglicht. Die Regierung hätte sich einfach offiziell für die 9 Toten Entschuldigen können. Dadurch hätte Erdogan niemals einen Grund für sein Handeln gehabt. Das die Tötung dieser 9 Personen hat sogar der Un-Sicherheitsrat scharf Verurteilt. Da das ganze zudem in internationalen Gewässern stattfand ist die Forderung einer offiziellen Entschuldigung und Bedauern durchaus verständlich. Was meinen sie was los wäre wenn der Iran Deutsche oder Amerikaner in internationalen Gewässern töten würde? Da wäre die Hölle los, speziell wenn sich der Iran auch weigern würde sich dafür zu Entschuldigen. Die türkei soll einfach vergessen wie 9 Landsleute illegal von Israel ermordet wurden? Ich finde das dreist.


Außerdem verstehe ich nicht was daran "Anti-westlich" sein soll, wenn die Türkei auch im arabischen Raum gute Kontakte pflegen will und eine Entschuldigung fordert?

Ich denke Cohn-Bendit triffts ganz gut.Die Türkei reagiert verletzt, weil sich Israel weigert sich offiziell zu Entschuldigen.
Die Türkei wurde von den westlichen Partnern eher stiefmütterlich behandelt und sucht sich nun eben andere Wege wirtschaftlich und politisch an Bedeutung zu gewinnen.

Beitrag melden
guiseppe2011 13.09.2011, 19:53
14. tacheles

Zitat von wrdlprnpfd
Ein Staat, dessen Führer so auftritt, ist noch lange Zeit nicht, wenn überhaupt, EU-geeignet.
ich finde es gut, dass endlich jemand tacheles redet. ich habe die nase voll von dem zick-zack kurs der merkel & co und deren scheinheiligkeiten.

Beitrag melden
aeronaut79 13.09.2011, 19:54
15. Sie verdrehen die Tatsachen

Zitat von Hannowald
wird Erdogan niedergemacht, wenn er auf Israels Angriff auf ein türkisches Schiff in internationalen Gewässern so richtig sauer reagiert.
Bitte die Tatsachen nicht verdrehen: Erdogan hat es zugelassen, dass ein türkisches Schiff von einem türkischen Hafen ausläuft, welches den Plan hatte, die Seeblockade des verbündeten Israels zu durchbrechen. Sogar eine Claudia Roth wüßte genau was darauf folgen muss.

Damit ist er ein fragwürdiger Verbündeter und ein Kriegstreiber.

Und mal ehrlich, wenn 10 türkisch-islamistische "Friedenaktivisten" mit Eisenstangen auf mich losgehen, dann würde ich mich auch wehren. Was hätten Sie gemacht?

Beitrag melden
zoon.politicon 13.09.2011, 19:57
16. Viele buhlen um die Jugend des arabischen Frühlings

Zitat von sysop
Der türkische Ministerpräsident*präsentiert sich als Aufbauhelfer in der arabischen Welt und provoziert mit offenen Angriffen gegen Israel.*EU-Politiker kritisieren jetzt*Erdogans offensives Auftreten: Sie verlangen Mäßigung.
Die Jugend des arabischen Frühlings will sicherlich mehrheitlich vor allem Freiheit zur Selbstbestimmung ihres Lebens, ein Leben in Sicherheit und (Menschen)würde sowie Teilhabe am technischen Fortschritt unserer Zeit.

Da ist es interessant, wer jetzt alles um diese Jugend buhlt:
aktuell eben Herr Erdogan, sowieso die Mächtigen der westlichen Welt, unter vielen anderen auch Führer der El-Quaida (!), die den arabischen Frühling begrüssen.

Beitrag melden
manuelbaghorn 13.09.2011, 20:01
17. Verwunderlich?

"dass das Land derzeit offenbar "kein Interesse" daran habe, die EU-Beitrittsverhandlungen weiter voranzutreiben, so Lambsdorff. "Mit einem scharfen Anti-Israel-Kurs macht man sich in Europa keine Freunde."

Als ob die Türkei jemals ernsthaft als Aufnahmekandidat zur Debatte gestanden hätte. Jahrelang wurde die Türkei von der EU nur hingehalten: da ist es doch nur logisch und konsequent und keinesfalls überraschend, dass die Türkei nach anderen Bündnispartnern als der EU Ausschau hält!

Beitrag melden
aeronaut79 13.09.2011, 20:03
18. Reine Provokation

Zitat von akser
der Überfall auf ein internationales Hilfskonvoi für GAZA auf offenem Meer! wobei von Elitetruppen 9 unbewaffnete Menschen aus nächster Nähe ...
Sagen Sie mal, wo leben Sie eigentlich? Die türkisch-islamischen "Friedensaktivisten" haben mit (Eisen-)Stangen aus nächster Nähe auf die Soldaten eingeprügelt. Das ist deutlich auf den Videos zu sehen. Haben Sie schon einmal eine Eisenstange ins Gesicht bekommen? Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung nicht, allerdings wüßten Sie dann was es bedeutet.

Haben Sie eine Antwort auf die Frage, warum die türkischen "Friedenaktivisten" ihre Ladung nicht unter UN-Aufsicht in Agypten gelöscht und dann nach Gaza transportiert haben? Das hat Israel x-mal angeboten.

Falls Sie ins Straucheln kommen, ich kann es Ihnen sagen; Die Hilfsgüter abuzliefern war ein Sekundärziel. Primär müsste Israel proviziert werden.

Beitrag melden
mutlu_1982 13.09.2011, 20:04
19. Avigdor Lieberman ist extrem gefährlich

Medien und Politiker in Israel nennen den israelischen Außenminister Avigdor Lieberman rassistisch, rechtsradikal und faschistisch. Lesen sie mal die Zitate von ihm. Dann wissen sie, was er gerne mit den Palästinensern machen will und wie extrem gefährlich dieser rechtsradikale Mann ist. An die Spitze Israels gehören Politiker wie Yitzak Rabin. Dann würde auch die Türkei wieder sehr gute Beziehungen mit Israel haben.

Beitrag melden
Seite 2 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!