Forum: Politik
Kritik an Bundesregierung: "Wir unterschätzen, welchen Frust unsere 1,5-Prozent-Ansag
DPA

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, warnt die Bundesregierung davor, die Nato-Partner zu verärgern. Ohne das Bündnis müsste Deutschland das Doppelte für Verteidigung ausgeben.

Seite 4 von 11
nixkapital 01.04.2019, 08:58
30.

Zitat von demokrat2
Weshalb wir doppelt soviel für die "Aufrüstung" ohne NATO bezahlen, kann sich mir nicht erschließen. Da ich nichts Kostbares besitze, habe ich auch nichts zu verlieren. Auch mit Putin könnte ich mich arrangieren. Und die Rüstungsindustrie möchte ich auch nicht unterstützen. Angsichts der atomaren Bedrohung nützen uns auch ein paar Panzer mehr oder weniger nichts mehr. Eigentlich ist es schwachsinnig für Rüstung Geld auszugeben
Rein strategisch gesehen steuert die USA auf einen Konflikt mit China zu. Da wird es um nichts weniger gehen, als um die Rolle als 1. Weltmacht. Warum man aber Russland durch die westliche Politik mit Schwung in die Arme Chinas treibt, erschließt sich mir nicht. Ich glaube eher, dass man (die USA) mehr davor Angst hat, Europa an ein partnerschaftliches Russland zu verlieren, als auf dem Weg nach Peking quasi Moskau nebenher zu "regime-changen". Teile und herrsche ist auch heute das Prinzip.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunpot 01.04.2019, 09:02
31. Wir geben also für die Verteidigung

soviel Geld aus, wie die Franzosen, obwohl Letztere größere Kraftanstrengungen erbringen müssen, um das nationale nukleare Potenzial, insbesondere aber auch den Schutz der frz. Überseebesitzungen bis nach Tahiti abzusichern. Obendrein habe ich noch nicht gehört, dass ein großer Teil der frz. Waffengattungen nicht einsatzbereit ist. Wie machen die das nur und warum raffen wir das nicht? Kaufen wir überteuert ein, haben wir keine vernünftigen Wartungsintervalle, kein Frühwarnsystem hinsichtlich ausfallenden Materials…?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
totalausfall 01.04.2019, 09:03
32. Äh...

Zitat von Tadeus
Warum klammern wir uns immer am Bruttosozialprodukt? Wie viele Milliarden geben wir eigentlich pro Kopf für diesen ganzen Wahnsinn aus? Vielleicht kann man da mal einen Vergleich heranziehen.
Was wollen Sie denn mit "pro Kopf"? Unternehmen die Steuern zahlen gibts nicht? Und Kaufkraftunterschiede?

Wir "klammern" uns ans BIP, weil das BIP präziser ist als einen "pro Kopf" Betrag dens gar nicht gibt.

Ansonsten können Sie sich die nichtssagende Zahl ja gerne ausrechnen.
Etat geteilt durch Anzahl der Erwerbstätigen (oder Einwohner).

Macht ziemlich glatt 1000€/Kopf/Jahr (~42 Mrd Etat / ~42 Millionen Erwerbstätige.
Die Franzosen geben ~1300€/Kopf/Jahr aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 01.04.2019, 09:05
33. Herr Ischinger ist Lobbyist der USA und

der Rüstungsindustrie, das macht ihn nicht unbedingt glaubwürdig in seinen Vermutungen.

Ohne die NATO müsste die Bundesrepublik keine „3,0 oder sogar 3,5%“ des BSP für Verteidigung ausgeben. Ohne die NATO würde eine erweiterte Bundespolizei zur Grenzsicherung ausreichen, um die staatliche Integrität aufrecht zu erhalten.

In absoluten Zahlen liegt - wie Kommentatoren schon ausgeführt haben - der deutsche Militärhaushalt in Europa im vorderen Bereich.

Was davon sinnvoll und nützlich eingesetzt wird, ist nicht genau zu beziffern (das gilt für die USA übrigens mindestens genauso. Wenn aus Militärmitteln inzwischen auch schon eine Mauer gebaut werden soll ...).

Höhere Ausgaben für Rüstung wären in der aktuellen Situation widersinnig. Viele teure Projekte sind gescheitert oder gerade dabei, zu scheitern, viel Geld wurde in den vergangenen Jahren nicht mal abgerufen.

Herr Maas wird in USA schon klarkommen. Einschüchtern lassen wird er sich vermutlich nicht. Gut so!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
igitt 01.04.2019, 09:06
34. Proritäten setzen

Sie, die Herren Ischinger, Stoltenberg, Grenell etc,unterschätzen, welchen Frust unsere 1,5-Prozent-Ansage bei der Bevölkerung auslöst, angesichts katastrophaler Infrastruktur, Schulen, Rentenerwartungen. Frieden sichern mit weniger Waffen und mehr Diplomatie muss das Gebot der Stunde sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nixkapital 01.04.2019, 09:09
35. Nun ja...

Zitat von kleinsteminderheit
Politiker, die glauben, sie könnten bei der Landesverteidigung sparen, denken genau so irrational und egoistisch wie Impfgegner. Die Gefahren einer mangelnden Verteidigungsbereiitschaft werden kleingeredet oder negiert. Das kann man sich so lange leisten, wie andere bereit sind, ihre Pflichten zu erfüllen.
Ihr Vergleich mit "Impfgegnern" ist nicht treffend. Während man z.B. Masern und die Folgen faktisch nachweisen kann, basiert Rüstung auf Ideologie. Das funktioniert etwa so: Man erweitert die NATO Ibis an Russlands Grenzen und kann dann behaupten, der Russe stehe vor der Tür. Das wiederum mache es nötig, aufzurüsten. So einfach ist das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ted211 01.04.2019, 09:11
36. 2% Rüstungsausgaben

Wie wir ja in der Vergangenheit gesehen haben, lassen sich solche Verpflichtungen kündigen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Monty76 01.04.2019, 09:13
37.

Zitat von smarenwolf
Spielt keine Rolle. 2% vertragliche Verpflichtung sind 2% vertragliche Verpflichtung.
Es gibt einen Unterschied zwischen einer Absichtserklärung und einer Verpflichtung. Auch wenn politisch gesehen eine abgegebene Absichtserklärung keineswegs bedeutunglos ist, wird man nicht vertragsbrüchig, wenn die beabsichtigte Entwicklung nicht eintritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sailor60 01.04.2019, 09:21
38. Stellen wir die Nato doch einfach mal in Frage

und überlegen uns, ob ein Europäische Armee den Job nicht besser machen kann.
Eine Armee in der jeder mindestens zwei Sprachen sprechen muß, ab der dritten gibts mehr Geld. Eine Armee dessen Ausrüstung wesentlich stärker standardisiert ist. Eine Armee dessen Soldaten speziell auf Verteidigungsaufgaben in Europa ausgerichtet ist. Eine Armee die in der Lage ist etwaige russische Muskelspiele zu parieren. Eine Armee die sehr integrativ sein kann, weil die durchmischung der Mannschafften dafür sorgt.
Eine Armee die letztendlich dafür sorgt, das Europa eine eigene Aussenpolitik betreiben muß.
Glaubt irgendjemand, dass wir für diese Armee 1% des BIP ausgeben müssen?
Wir leisten uns den Luxus 2,2 ? Mio Soldaten in Europa zu unterhalten. Wenn mich nicht alles täuscht sind das doppelt soviele, wie die Russen als einzigem ernst zu nehmenden möglichen Agressor.
Viele Probleme Europas hat die USA durch ihre Aktionen im Nahen Osten verursacht. Sie zündeln auch fleissig weiter. Die Kanonenbootpolitik 3.0 durch Verletzung von Verträgen, Wirtschaftssanktionen auch gegen Dritte in Zusammenhang mit militärischen Drohungen wird weitere Staaten destabilisieren. Der nächste Kandidat dafür ist wohl der Iran.
Ich finde: Eine Europäische Armee bringt uns deutlich weiter, zumal der größte Bremser in dieser Richtung gerade die EU verlassen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
i_surfer 01.04.2019, 09:26
39. Nato?

Herr Ischinger sollte bitte schön zuerst klären, was NATO ist. Ob die Allianz noch da ist. Ist die Türkei noch ein zuverlässiger Partner? Und Herr Trump? Was sind die Ziele von NATO? Deutschland und EU brauchen eigene Wehrstrukturen, eine EU-Armee. Da muss das Geld fließen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 11