Forum: Politik
Kritik an der Nato: Ischinger warnt vor Kriegsgefahr mit Russland
DPA

Die Kriegsgefahr zwischen der Nato und Russland sei größer als in den Achtzigern, warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Die Nato müsse sich mäßigen.

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packman123 23.06.2016, 15:37
330.

Zitat von hdwinkel
Die Kriegsgefahr entsteht hauptsächlich durch die Erzeugung von Feindbildern und der dann 'notwendigen' Rüstungsspirale. Die Frage, wem das nützt, wird eher selten gestellt, leider auch nicht von den Medien wie dem Spiegel und SPON. Sei es die Erheischung von Aufmerksamkeit durch Polarisierung und damit Generierung von Werbeeinnahmen, oder tatsächliche politische Gelenktheit - das Bild Russlands wird nunmehr seit Jahren auch von SPON extrem pauschalisiert und einseitig dargestellt, als ob der Kalte Krieg niemals beendet worden wäre. Mit Putin hat man offensichtlich die Projektionsfläche des Bösen an sich gefunden und inzwischen personalisiert. Falls es zu einem Krieg kommen sollte, den niemand tatsächlich will, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit aber durch immer mehr Waffen extrem zunimmt, dann hat SPON als eines der Leitmedien m.M. eine Mitschuld.
Das scheinen mir ziemlich viele Verschwörungstheorien auf einmal..
Gegen Ihre These das die Medien die Bevölkerung gegen Russland aufhetzt spricht allerdings das über 70% der deutschen den Dialog mit Russland wollen. Das würden Sie sicher nicht wollen wenn alle deutschen die Russen hassen würden. Und eine Mitschuld eines Möglichen Krieges durch unsere Medien??Also echt da fehlen mir die Worte.. Glauben Sie wirklich unsere Regierung trifft seine Entscheidung über Krieg und Frieden auf Grundlage der Spiegel Berichterstattung??

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Yeti 23.06.2016, 15:37
331. Chill!

Zitat von ohne_mich
Warum werden hier so unsägliche Beiträge wie von "thomweb" und "Useless_User" freigegeben, die hier fordern, daß man quasi umgehend Russland angreifen müsse? Ich bin kein Jurist, aber für mich sind diese Hetzschriften Aufstachelung zu einem Angriffskrieg und somit strafbar nach §80 StGB!
Niemand der hier mitlesenden ist auch nur im entferntesten in der Lage, einen Angriffskrieg zu starten.

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hdwinkel 23.06.2016, 15:38
332. Verantwortung

Zitat von lab61
Der Sowjetunion gehörten vor 75 Jahren nicht nur Russland an, sondern auch andere Völker, denen gegenüber wir heute ebenso eine Verantwortung haben. Also nicht nur gegenüber den Russen. Gerade die Ukraine hat so ziemlich am meisten gelitten und den höchsten Blutzoll in diesem Krieg bezahlt. Von daher gehört die Verantwortung aus der Geschichte auch und gerade den Ukrainer.. aber eben auch den Balten.
Welche Verantwortung aus der Geschichte hat denn die Ukraine selbst gezogen? Sie wurde laut ukr. Regierung von der Roten Armee ja nicht befreit, sondern erobert.
Von der Verherrlichung solcher Gestalten wie Bandera, die damals hunderttausend Polen, Juden und Russen umgebracht haben ganz zu schweigen.
Außerhalb europäischer Medien wird das nämlich durchaus beobachtet:
"New law outlaws the display of Nazi and Communist symbols but another law requires that nationalist groups involved in the killings of Jews and Poles be honored."
http://www.haaretz.com/world-news/1.657381

Auch die Balten haben offenbar weniger Schwierigkeiten sich mit den ehem. SS Verbänden zu arrangieren, solange es nur gegen Russland geht.
"An der Parade nahmen die letzten Überlebenden der 140.000 Letten teil, die im Zweiten Weltkrieg in der Waffen-SS gegen die Rote Armee gekämpft hatten."
http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1023780.html

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pansatyr 23.06.2016, 15:39
333. @200

"Und wann in den letzten 500 Jahren wurde Russland militärisch in die Knie gezwungen?"
Afghanistan.
Die Russen scheinen echt zu glauben, einen neuen Weltkrieg vom Zaun zu brechen und gewinnen zu können. Tragisch, so was.

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tschautsen 23.06.2016, 15:40
334.

Zitat von taschkent1970
Meiner Meinung nach die Baltische Staaten die von Bedrohung aus Russland schreien etwas übertreiben. Und die ganze NATO-Osterweiterung ist nur ein geopolitisches Spiel der USA und wir machen's mit. Die EU sollte sich mit Russland, dem größten Nachbarn auf dem Kontinent, sich kooperieren und gegen Terror und anderen Gefahren zusammen kämpfen statt sich auseinandersetzen.
Eben. Wie dumm muss man sein, die Mär vom möglichen Angriff Russlands auf einen Nato-Partner auch nur ernsthaft in Betracht zu ziehen. Das ist Kriegshetze.

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rloose 23.06.2016, 15:40
335.

Zitat von pb-sonntag
... hat uns die amerikanische Administration dahin getrieben, wohin sie seit Jahren hin wollten und die servilen Europäer ziehen vorbehaltlos mit. Die Kalten Krieger haben die Oberhand. Und wenn ich hier einen Großteil der Kommentare lese, fällt das auf fruchtbaren Boden, denn Schuld hat immer der Russe.
Vor dem II. Weltkrieg brauchte man immerhin noch einen Hugenberg zum Leute aufhetzen, heute tut es schon das Privatfernsehen, so sieht Fortschritt aus...

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bammy 23.06.2016, 15:40
336.

Zitat von Dengar
Ein Krieg, angezettelt wegen der Ukraine, würde Europa letztendlich wohl ausradieren. Einige Jahre vor der Krimkrise kam auch der SPIEGEL in einer nüchternen Analyse zu dem Befund, dass es der Quadratur des Kreises gliche, ein derart in prowestlich und prorussisch gespaltenes Land wie die Ukraine zu einen. Seit Beginn der "Orangenen Revolution" zerren beide Seiten, die NATO ebenso wie Russland an diesem Staat, da sind einseitige Schuldzuweisung so falsch wie lächerlich. Wie konnte es soweit kommen, dass der Verstand aussetzt und verbale Kriegsrhetorik die nächste Eskalationsstufe zündet?
Schwachsinn. Der zweite Weltkrieg wurde auch nicht wegen Polen angezettelt. Polen war nur der Anlass.
Selbst wenn Frankreich und England den Beistandspakt mit Polen hätten sausen lassen und auf eine Kriegserklärung verzichtet, würde Dänemark, Norwegen, Holland und die anderen Europäischen Länder auch besetzt werden.
Solche Diktatoren ticken nun mal so.
Man hatte ja auch gedacht, das man Hitler das Sudetenland überlässt und beim Einmarsch in Prag hatte auch Niemand reagiert, außer den genannten Beistandspakt.
Die Ukraine mag der Auslöser sein, aber nicht Schuld an der Eskalation.

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ksk-18 23.06.2016, 15:41
337. Also

Zitat von ka117
Sie meinen, der Anschluß eines Teils eines ehemaligen Ostblockstaates an Russland stellt keine Bedrohung für andere ehemalige Ostblockstatten? Klar, wer würde sich schon wegen Einbrecher Sorgen machen, wenn ein Nachbar überfallen und ausgeraubt wird.
An der Situation der Krim ist die Ukraine selbst schuld.

Wenn ein faschistischer Politiker tönt, dass der Flottenstützpunkt geschlossen wird und dann auch noch Drohungen gegen die russischstämmige Bevölkerung ausstößt, muss mit den Konsequenzen rechnen.

Aber trösten Sie sich, die Menschen in Libyen und im Irak, um mal zwei Beispiele zu nennen, waren bestimmt auch nicht ganz einer Meinung mit den USA, als ihnen Bomben aufs dach geflogen waren.

Die Menschen, die in den geheimen Gefängnissen in Polen und Rumänien gefoltert wurden durch die CIA konnten sich auch nicht beschweren.

Daher ist es wie es ist. Putin ist kein Friedensengel. Der Westen aber auch nicht. Deshalb werden die Taten von Putin auch nicht rechtmäßig, relativieren sich jedoch im Lichte der westlichen Politik.

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andi5lebt 23.06.2016, 15:41
338. Russland... mhm Russland...

Sind das nicht die, die grade ohne Kriegserklärunng völkerrechtswidrig einen Teil eines andere souveränen Staates besetzt haben?

Nein, da muß man ganz nett sein. Nienimmernich würden die das nochmal machen. Oder gegen unsere Verbündeten.
Auch wenns die Russlandversteher nicht mögen: Rußland unter Putin ist brandgefährlich! Da kann man nicht einfach weggucken und hoffen, wenn man nett ist, wird schon nichts passieren.
Das ist schon öfters schiefgegangen.

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ed_tom_bell 23.06.2016, 15:41
339. Stell Dir vor es ist Krieg und alle sind hin

Einen heißen Krieg zwischen NATO und Russland hielte ich auch definitiv für eine Katastrophe, unverantwortbar und letztlich für unführbar in der heutigen Zeit. Aber genau auf diese Kriegsangst, die im Westen zweifellos größer ist als in Russland, weil hier weniger Ideologie und Propaganda im Spiel sind, spekuliert Putin, der sich mit Provokationen und Kriegstreibereien schon seit Jahren auffallend gefährlich weit aus dem Fenster lehnt. Eine schwierige Situation, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, wenn sie dem Klimawandel nicht die Aufgabe streitig machen soll uns alle endgültig von diesem Planeten zu putzen.

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