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Kritik der Opposition: Steinmeier legitimiere die "saudische Kopf-ab-Diktatur"
DPA

Außenminister Steinmeier reist von Iran nach Saudi-Arabien weiter und besucht dort auch ein Kulturfest. Die Grünen kritisieren "fröhliche Feste mit Kabinettsmitgliedern". Linksfraktionschefin Wagenknecht wird noch deutlicher.

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okav 03.02.2016, 09:00
30. Es wäre mal ganz schön

wenn die Erzfeindschaft erläutert würde, das würde das Verständnis für die Region erhöhen. Die Schiiten (Iran, mehrheitlich Irak) und Unterarten wie Aleviten, sind nähmlich aus Sicht der Sunniten (Saudis, Katar, IS, mehrheitlich Türken) vom wahren Glauben abgefallen und müssen daher bekämpft werden. Daher rührt auch die Unterstützung des IS durch diese Länder, der aus Sicht vieler Sunniten die "Drecksarbeit" (Tötung der vom Glauben abgefallenen (Schiiten) und Ungläubigen) in der Region unternimmt.

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axth 03.02.2016, 09:01
31. Eigentlich ...

... müsste Steinmeier zu Hause bleiben, wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht. Im gesamten Arabischen Raum würden Gesprächspartner derart knapp – jede Vermittlerrolle oder der Einsatz für einen Frieden in Syrien bzw. die Bekämpfung der Fluchtursachen – all das hätte gar keinen Ansatz mehr.

Wichtigtuer wissen immer, wie es nicht geht.

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Baustellenliebhaber 03.02.2016, 09:05
32.

Ich bin überhaupt kein Freund von Frau Wagenknecht, in diesem Fall hat sie aber leider Recht.

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Olaf 03.02.2016, 09:07
33.

Soweit die Meinung von Radio Moskau dazu. Deutsche Kommunisten und ihre Ergebenheit zu Moskau. Immer wieder faszinierend, dabei hat Stalin mehr deutsche Kommunisten umgebracht als Hitler.

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bernd74 03.02.2016, 09:09
34. Moin,

Ich bin überhaupt kein Freund von Frau Wagenknecht und auch hier ist ihre linke Doppelmoral mal wieder greifbar!

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KingTut 03.02.2016, 09:10
35. Schön ...

... dass sich unsere Opposition mal wieder bemerkbar macht. Denn in den letzten Monaten gewann ich den Eindruck, wir hätten keine mehr.
Was die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien und auch dem Iran betrifft, so sollte Herr Steinmeier seine Gesprächspartner darauf hinweisen, dass diese Länder die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen unterschrieben haben. Sie können sich also nicht hinter ihren eigenen Gesetzen verstecken. Ob Herr Steinmeier wirklich etwas positives bewirken kann, weiß ich nicht, aber er sollte jedenfalls alles unterlassen, was diese Regimes aufwertet. Sein Missfallen über die Menschenrechtslage sollte er öffentlich auf saudischem Boden zum Ausdruck bringen, damit alle Welt es vernehmen kann.

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Rayleigh 03.02.2016, 09:10
36.

Das wird eine kurze Liste, in die die Außenminister dürfen, wenn wir alle undemokratischen Staaten und alle Länder mit Menschenrechtsverletzungen sperren wollen. Da würden selbst die USA nicht mehr auf der Liste sein.

Grönland soll allerdings ganz schön sein und dürfte kaum mit Menschenrechtsverletzungen die Welt schockieren.

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ernstmoritzarndt 03.02.2016, 09:11
37. Frau Wagenknecht sollte nachdenken ....

... bei ihrem Busenfreund, Herrn Putin, wird halt nicht geköpft, sondern wohl meistens erschossen, oder in Sibirien zu Tode gequält. Das eine ist genauso schlimm wie das andere. Steinmeier ist für mich als "Wahlbürger" in gewisser Weise ein Garant dafür, daß er - auch bei den Saudis und den Iranern - schon die richtigen Worte finden wird. Soweit man einen Politiker überhaupt als einen Garanten ansehen kann.

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interessierter Laie 03.02.2016, 09:12
38. Wenn die Linke

Ihre traditionell guten Beziehungen zu den vielen Diktatoren des linken Lagers mal nutzte, um mit denen (auch) über Menschenrechte zu sprechen, dürfte sie meinetwegen jede kulturelle Veranstaltung besuchen. Tut sie aber nicht. Saudi-Arabien und Iran haben ein mittelalterliches Rechtssystem, sie ermorden Menschen aus für uns kaum verständlichen Gründen, aber zumindest gibt es Prozesse. Die DDR hat Menschen verschwinden lassen - ohne Prozess. Teilweise erfuhren Angehörige erst nach dem Mauerfall, was passiert war. Und bis heute sträubt sich die Linke, sie als Unrechtsstaat zu bezeichnen.

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rantzau 03.02.2016, 09:12
39. Steinmeier

ist weniger ein Aussenminister denn ein Wirtschaftsminister.

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