Forum: Politik
Kritik an der türkischen Außenpolitik: Schluss mit dem Erdogan-Bashing!
AFP

Der türkische Präsident Erdogan steht wegen seiner Politik gegenüber den Kurden schwer in der Kritik. Doch die Entrüstung über die Türkei ist selbstgerecht und unglaubwürdig.

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zauselfritz 22.10.2014, 11:53
1. Unsinn

"Doch die Kritiker übersehen, dass ein gewichtiger Teil dieser Dschihadisten zunächst die Grenzen ihrer europäischen Herkunftsländer überschreiten musste - und das möglicherweise mit stillschweigender Duldung der Behörden."

Dieser Absatz entlarvt diesen "Debattenbeitrat" als Unsinn - man kann nicht jeden ("gewichtiger Teil") an der Ausreise hindern, nur weil man vermutet er oder sie könnte Richtung Syrien wandern - ganz besonders weil nicht jede(r) religiös Verblendete(r) den Staatsorganen in allen Ländern als militante Islamisten mit Dschihadwunsch bekannt sein können!

Die Türkei konnte aber sehr wohl ihre Grenzen dicht machen - wer möchte schon nach Syrien ohne diesen einen speziellen Grund zu haben?

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barry911 22.10.2014, 11:55
2. Respekt!

Endlich mal ein m.E. objektiver Blick auf die Lage! Ich beglückwünsche den Autor für seine gegen den Mainstream gefasste Meinung!

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wernerwenzel 22.10.2014, 11:57
3. Dem Westen

ist deshalb vieles vorzuwerfen, nicht aber die Weigerung, sich Hals über Kopf in ein syrisches Abenteuer zu stürzen, aus dem sich die Türkei ganz bewusst heraushält.

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ilaze09 22.10.2014, 11:57
4. Gratulation Herr Bröning!

Das ich das nochmal erleben darf, mitten in den vielen Berichten über Kobane, Syrien, dem IS und dem ständigen Türkei-Bashing... das ich das wirklich noch erleben darf..
"ein "Freiheitskämpfer in Kobane" naja vielmehr ein PKK-Anhänger hat einen schlechten Stuhlgang" --> die Türkei ist schuld!!!
"in Syrien ist eine Maus bei einem Granateneinschlag umgekommen" --> die Türkei ist schuld!!!
"Der Wendler wurde bei seinem Auftritt mit Eiern beworfen" --> die Türkei ist Schuld.

Dank Herrn Bröning glaube ich noch weiter an richtigen Journalismus.
Teilweise hatte ich das Gefühl, die Journalisten schreiben bewusst nur schlechtes über die Türkei, da sie, (wie man das in der heutigen Jugend dank Facebook etc. bezeichnen mag) sehr Likegeil sind. Aber Herr Bröning zeigt, dass es noch richtigen Journalismus gibt. Er zeigt, dass er in der Schule aufgepasst hat, schließlich durfte man schon da nicht voneinander abschreiben, man sollte sich seine eigenen Gedanken machen. Aber 90% der Artikel werden mittlerweile nur noch fast 1 zu 1 übernommen.


Herr Bröning, weiter so! Sie lassen den Spiegel als noch einigermaßen seriös wirken. Danke!

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egal42 22.10.2014, 11:57
5. differenzieren?

na gut, ich werde absofort mehr differenzieren. man muss zugeben das die türkei sich hier nicht gänzlich falsch verhält, aber wenigstens die grenze nach kobane könnten sie öffnen,damit sich dir kurden selbst besser verteidigen können und der nachschub gewährleistet ist.

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emeticart 22.10.2014, 11:58
6. Beengte ...

... Sichtweise. Die "Nichthilfe" für die Kurden, die IS-Unterstützung sind nur ein weiterer Mosaikstein in dem Bild des Herrn Erdogan und seiner Partei. Es geht um einen islamisch fundamentierten Grossmachtanspruch, der nichts, aber auch gar nichts mit unseren Werten zu tun hat. MfG

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herbiekarlgustav 22.10.2014, 12:00
7. Präsident aller Türken

ist Erdogan lt eigenem Anspruch also auch der türkischen Kurden. Von den 80 Mio Türken sind 15 Mio Kurden. Erdogan hätte mit einem Eingreifen in Kobane vor 2 Wochen bei den türkischen und anderen Kurden viele Punkte gutmachen können und für die Zukunft ganz neue Perspektiven eröffnen können. Oder ist das zu europäisch gedacht ? M.E. hat die Türkei die Chance des Jahrhunderts verpasst, die komplette Region neu zu gestalten.

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ruediger 22.10.2014, 12:01
8.

Für die Türkei ist der potentielle Krieg direkt vor der Haustüre, für die Amerikaner und Europäer Tausende von Kilomentern entfernt. (Und selbst die sind nicht bereit sich am Boden zu engagieren).

Wenn die Türkei im syrischen Bürgerkrieg eingreift, ist sie für die IS ein leichtes Angriffsziel (mit einer Tausende Kilometer langen, schwer kontrollierbaren Grenze, über die täglich Tausende von Flüchtlingen kommen).

Die Türkei mag miltitärisch der deutlich Stärkere sein, aber dass alleine wird keine terroristischen Anschläge verhindern, die leicht Hunderte von Toten fordern können.

Ausserem fehlt für den Einsatz militärischer Gewalt das nötige UN Mandat (alles andere ist, auch wenn sich weder Amerikaner noch Deutsche daran halten), klart völkerrechtswidrig).

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simsek10 22.10.2014, 12:03
9. Ein guter Beitrag

Danke Herr Bröning,
endlich mal ein sachlich und neutraler Beitrag nach langer Zeit von einseitigen Berichterstattungen im Spiegel Online zu diesem Thema.

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