Forum: Politik
Kritik an deutscher Außenpolitik: Merkels Minus-Minister

Altkanzler Helmut Kohl rechnet mit der Außenpolitik der Bundesregierung ab. Angela Merkel und Guido Westerwelle weisen die Kritik höflich zurück - doch gerade dem Außenminister fehlt derzeit tatsächlich der Kompass.*Der Druck auf den*Chefdiplomaten*wächst. Muss er bald gehen?

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farview 25.08.2011, 19:24
10. Zum Schreien

Jetzt müssen sich der deutsche Außenminister und die Kanzlerin schon beschimpfen lassen, weil sie sich NICHT an Bombardements und Kriegführen beteiligen. Sind denn alle verrückt geworden ?

Hat man aus den letzten Kriegen nichts gelernt ? Die Probleme sind nicht gelöst wenn die Bombardements aufhören, meistens beginnen sie dann erst. Zumindest so viel sollte man aus dem unglücklichen Afghanistan-Engagement gelernt haben.

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leopoldy 25.08.2011, 19:29
11. Fettnapfnr. 999

Der Aussenamtsinhaber und seine seltsame Politik sind jetzt endgültig gescheitert. Zu keiner Zeit ist mit der Zustimmung zur UN-Resolution von Deutschland verlangt worden Bodentruppen zu stellen. Sich neben Rußland und China zu stellen und nicht zum westlichen Bündnis war eine Schande. Herr Westerwelle hat die historische Chance verspielt den arabischen Frühling zu unterstützen.

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Flightkit 25.08.2011, 19:33
12. Lybien-Entsagung war wohl nur ein Irrtum

aber es war die beste Entscheidung dieser Regierung. Der Rest ist gekennzeichnet durch Ignoranz und Unverständnis.

Auf dem Wege blieben der Rechtsstaat, der "alternativlos" Staatsverträge zur Sicherung unserer Währung beiseitewischte.

Zerstört auch das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der EZB_ Währungshüter, denen wir uns anvertraut hatten.

Der Glaube an die Qualität von Spitzenpolitiker, die das europäische Projekt voranbringen sollten, wie Junckers, und Barroso. Europa ist tot.

Ebenso die Hoffnung, mit der Demokratie in Deutschland ein politisches System etabliert zu haben, welches auf Dauer angelegt wäre.

Wir erkennen hingegen, daß unter diesem demokratie-Mantel bei uns Politiker angetreten sind, die offen die Systemveränderung betreiben, die Art unseres Lebens als Modell der Vergangenheit bezeichnen, ohne nennenswerten Widerstand aus den politischen Eliten den Umbau der Gesellchaft propagieren.

Das wird man womöglich dereinst als eine neue Art des Putsches bezeichnen.

Die industriellen Produkte, mit denen Deutschland zum Weltmarktführer wurde, die Premium-Klasse des Automobilnaus, das wird als entbehrlich bezeichnet. Im gegenszug werden Hirngespinste propagieret, angefangen von der Idee, das Weltklima beeinfussen zu können bis hin, unser Land im Geiste Lenins elektrifizieren zu müssen.

Es wird sich für niemanden ausgezahlt haben, eine preußisch- protestantische Pfarrerstochter, die sozialitisch sozialisiert wurde, zur konservativen Kanzlerin der Deutschen gemacht zu haben.

Weg mit einem Parteiensystem, das dazu keine Alternativen hervorbringt, weg mit dieser CDU/CSU, die uns dergleichen eingebrockt hat.

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martin-gott@gmx.de 25.08.2011, 19:34
13. guter Außenminister

als Außenminister war er doch ganz gut zumindest war er kein Kriegstreiber was ihn wohltuend von einigen Kollegen unterscheidet

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Nimbus-4 25.08.2011, 19:35
14. Sorry, Mr Secretary

Sorry, Mr Secretary i am not convienced !
Mit diesen Worten lehnte der damalige deutsche Außenminister, endgültig eine Zustimmung unseres Landes, zu einem Kriegseinsatz unter UN-Mandat gegen den Irak ab.
Für jeden klar denkenden Menschen waren die fadenscheinigen Beweise für den Besitz und die Herstellung von Massenvernichtungswaffen, mit denen Bush und Rumsfeld für den Einsatz warben, so durchschaubar gedopt, wie Lance Armstrong bei seinen Tour-Siegen. Selbst der amerikahörigste Unionsanhänger wird in der Nachbeschau nicht bestreiten können, dass dieses, sich verweigern, der deutschen Außenpolitik eine Sternstunde der deutsch französischen Freundschaft im Verbund mit dem damals noch als demokratischer bewerteten Russland darstellte.
Joschka Fischer sicherte sich damit einen Platz unter den herausragenden Außenministern Deutschlands und Europas und hat seine wohlwollende Erwähnung in den Geschichtsbüchern der Zukunft gesichert.
Damals ging es um kritiklose Gefolgschaft zu einem, von einem paranoiden Säufer mit Vaterkomplex geführten Amerika und die Zustimmung zur Verweigerung war Schröder und Fischer sicher.
Heute, in Libyen, geht und ging es darum eine freiheitssuchende und von einem wahnsinnigen unterdrückte Bevölkerung, vor diesem Mann zu beschützen und sie in ihrem Kampf um ihre, unveräußerlichen Menschenrechte zu unterstützen.
Wegen der unzweifelhaft und mehrheitlich gegen den Afghanistaneinsatz gerichteten Stimmung in der Bevölkerung und einer wahrscheinlich äußerst geringen Zustimmung zu einer millitärischen Beteiligung in Libyen, wähnte sich Westerwelle in einer Position, sich durch eine ähnliche Verweigerungshaltung, wie damals RotGrün eine ebenso große Beliebtheit zu verschaffen wie sie die Protagonisten 2003 genießen durften.
Nun, wenn 2 das Gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe. Der Quasselkasper im Außenamt wollte sich profilieren und hat dafür deutsche Interessen verraten. Ich halte das, für einen Chefdiplomaten für unverzeihlich. Sorry Mr. Westerwelle it´s time to go und wenn Sie noch etwas wiedergutmachen wollen, dann sein Sie doch so nett und nehmen die Kanzlerkarrikatur Merkel gleich mit.

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Gluehweintrinker 25.08.2011, 19:37
15. Außenminister brauchen Format

Ersatzweise könnte es auch Charisma tun. Hat er eines von beiden? Nö. Was er hat ist selbstherrliches Herumgegockel. Diese händereibende Sichselbstgefallen nach der Regierungsübernahme war schon unerträglich (Heißa, Hopsa, ich bin jetzt Chefdiplomat!) - und was kam dann?

Hölzerne unerträglich spröde und grottenlangweilige Lautäußerungen zu diesem und jenem Thema, sei es sein "Fachgebiet" oder auch nicht. Was heißt hier "Bashing" biteschön? Er kann es nicht und eine Regierung ist zu wichtig als daß man Dilettanten am Ruder lassen darf.

FDP-Ortsvereins-Vorsitzender in Bonn. Damit wäre der Republik ein großer Dienst erwiesen. Oder wie wäre es mit einem persönlichen Referentenposten bei Karl-Theodor in den USA? Diese Boygroup braucht sowieso niemand mehr.

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horstbier 25.08.2011, 19:37
16. Zuviel Unfähigkeit im Aussenministerium

Zitat von sysop
Altkanzler Helmut Kohl rechnet mit der Außenpolitik der Bundesregierung ab. Angela Merkel und Guido Westerwelle weisen die Kritik höflich zurück - doch gerade dem Außenminister fehlt derzeit tatsächlich der Kompass.*Der Druck auf den*Chefdiplomaten*wächst. Muss er bald gehen?
Es ist zwischenzeitlich unzumutbar, den Marktschreier (selbst das konnte Aale Dieter besser) Westerwelle als Deutschen Außenminister ertragen zu müssen. Er kann Außenminister nicht, obwohl der Job nicht zu den schwierigsten Ministerien gehört. Wir dürfen von einem Aussenminister zumindest diplomatisches Geschick erwarten.
Dieser Mann schadet dem Deutschen Ansehen in der Welt.
Löst diesen Menschen endlich ab.

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Foul Breitner 25.08.2011, 19:37
17. Naja, was Baum von Guido

hält, ist ja kein Geheimnis. Das müßte mehr belegt werden, zumal die "Dagegen"-Entscheidung kein Alleingang Westerwelles war. Es darf vermutet werden, daß Merkel sie auch billigte, und evtl. habn auch Kabinettsgespräche stattgefunden. Das ist bei Militäreinsätzen jedenfalls üblich.
Fakt ist, daß weder Deutschland angegriffen wurde, noch eine Bündnisfalllage bestand. Westerwelles "Entscheidung" ist zumindest im Einklang mit den einschlägigen Regelungen der NATO und der Bundesrepublik.

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vHayekFan 25.08.2011, 19:37
18. kein Problem

Zitat von leopoldy
Der Aussenamtsinhaber und seine seltsame Politik sind jetzt endgültig gescheitert. Zu keiner Zeit ist mit der Zustimmung zur UN-Resolution von Deutschland verlangt worden Bodentruppen zu stellen. Sich neben Rußland und China zu stellen und nicht zum westlichen Bündnis war eine Schande. Herr Westerwelle hat die historische Chance verspielt den arabischen Frühling zu unterstützen.
Außerhalb von Recht und Gesetz, den angeblichen Pfeilern des "westlichen Bündnisses" haben sich Frankreich und seine "Partner" gestellt.
Einer Resolution zuzustimmen, von der man weiss, dass sie nur Vorwand ist und gebrochen werden wird, hätte Deutschland in die Ecke verlogener Heuchler gestellt, in die es zwar eigentlich gehört, aber diesmal ists eben ausgeblieben - kein Problem, die anderen werden uns schon wieder mitspielen lassen. Die sind da nicht so.

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lövgren 25.08.2011, 19:38
19. Bedenklich

Was mich bedenklich stimmt, ist, dass hier einige immer noch so tun oder tatsächlich glauben, Westerwelle hätte Deutschland mit seiner Enthaltung aus dem Libyen-Konflikt herausgehalten. Tatsächlich identifizieren deutsche Soldaten Bombenziele in Libyen und empfehlen deren Bombadierung. Und das ist nur einer der Bereiche, in der deutsche Soldaten oder Dienste offensichtlich aktiv sind. In der Realität hat Westerwelle unter der Duldung Merkels die Deutschen belogen über die Aktivitäten in Libyen. Und was man von der "Westerwelle-Doktrin" der Friedlichkeit halten kann, er in einem Zug mit der Enthaltung bewiesen, zuätzliche AWACS-Soldaten nach Afghanistan gesandt. Aber wahrscheinlich machen die nur Frühstück für die Kämpfer und der Deutsche an sich glaubts. Gut, dass die Wähler in BW und RP nicht so leichtgläubig waren.

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