Forum: Politik
Kritik an Finanzindustrie: Politiker erklären Banken zum Staatsfeind

Geldhäuser zerschlagen, Zocker hart bestrafen:*In seltener Eintracht knöpft sich die Politik*die*Finanzindustrie vor, selbst die FDP scheint sich mit der weltweiten Anti-Banken-Bewegung zu solidarisieren.*Der Staat will so*Stärke signalisieren, doch der neue Kurs*ist populistisch - und*riskant.

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berpoc 16.10.2011, 20:53
220. wieviel Wachküsse braucht es eigentlich noch,...

... um GG 20/4 endlich real anzuwenden? Mittlerweile läßt sich diese Berechtigung doch à priori und ohne höchstrichterliches Urteil ableiten. Es ist wirklich Zeit sich auf einen Song von Bob Marley zu besinnen und umzusetzen: get up, stand up and fight.

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sunnypluto 16.10.2011, 20:53
221. noch besser

Zitat von rurei
Wenn die Staaten ihre Schulden zahlen, müssen sie die Banken nicht retten.
Weder Banken retten, noch Schulden zahlen, und Zinsen schon gar nicht !

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MünchenerKommentar 16.10.2011, 20:53
222. Mit Staatsanleihen spekulieren

kann bitte mal jemand klar und deutlich formulieren, was am "Spekulieren mit Staatsanleihen" so verwerflich ist?

Eine Staatsanleihe, sagen wir mal eine griechische, kann ich etweder kaufen, oder nicht kaufen. Wenn ich sie kaufe, bevor Griechenland irgendwelche (öffentlich bekannten) Probleme hat, unterscheidet sich der Kauf nicht von dem einer anderen, sagen wir mal deutschen Staatsanleihe. Wenn ich sie kaufe, wenn schon Probleme mit Griechenland bekannt sind, bekommen ich sie zu einem günstigeren Kurs, und irgendjemand anderer ist froh, dass er sie noch zu diesem Kurs losgeworden ist. Wenn ich sie zu dem Kurs nicht kaufen würde (und alle anderen auch), würde der Kurs noch weiter runtergehen und Griechenland müsste noch höhere Zinsen zahlen. Ich übernehme also ein gewisses Risiko, leihe Griechenland Geld und vertraue darauf, dass Griechenland seine Schulden bei mir zahlt. Ich glaube nicht, dass sich irgendeine Bank eine ausreichende Menge an griechischen Staatsanleihen gekauft hat, um ernsthaft Probleme zu bekommen, NACHDEM die Probleme bei Griechenland aufgetreten sind, höchstens vorher. Keine der beiden Möglichkeiten ist irgendwie verwerflich.

Der einzige Fall, bei dem ich von "Spekulieren" sprechen würde, ist wenn ich sehr viele credit default swaps (CDS) verkaufe und dann darauf hoffen muss, dass Griechenland nicht pleite geht, weil ich dann selbst pleite wäre. Ich glaube aber auch nicht, dass eine Bank das freiwillig macht.

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mabx 16.10.2011, 20:54
223. Damals

Zitat von FlyingBottle
Kapitalismus und ein freier Markt sind im Grunde nichts Schlechtes. Man muss dem Ganzen nur Grenzen setzen und zwar nicht solche, die der Markt nach spätestens einem Monat überwindet, sondern feste, starke, einzuhaltende Grenzen. Es muss also auf Seiten der Politiker jetzt geklotzt und nicht gekleckert werden. Leider denkt man hier bei einigen Beiträgen, dass deren Ersteller sich eine Planwirtschaft wünschen würden und gerade wir Deutschen sollten anhand unserer jüngeren Geschichte doch sehen, dass solcherlei niemals gut ist.
Dann schauen Sie in die Geschichstsbücher und analysieren die Konstruktion der sozialen Marktwirtschaft in der Bunserepublik in den 80er Jahren, also vor dem Niedergang der sozialistischen Welt und vor der deutschen Einhait.
Sie werden staunen...

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L_P 16.10.2011, 20:56
225. Zerschlagung unnötig aufwendig

Man muß die Banken nicht zerschlagen. Wenn schon staatliche Mittel für irgend etwas eingesetzt werden, dann zur Kapitalisierung derjenigen, die uns aus der Krise ziehen werden. Also der Realwirtschaft, dem produzierenden Gewerbe. Statt den Banken das Geld zu geben, gibt der Staat die von den Banken geforderten Geldmengen zu einem Zinssatz, der etwas der Inflation entspricht direkt den kreditbedürftigen Unternehmen, die dafür reale Güter kaufen. Für das Bezahlen von Krediten an Banken gibt es keine neuen Kredite. So bleiben die Banken außen vor. Die können dann mit sich selbst spielen, noch eine gewisse Zeit ein Schattendasein mit dem verbleibenen Werten der Sparer fristen und sich auf eine mit realen Werten gedeckte Größe zurückschrumpfen.

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rgw_ch 16.10.2011, 20:56
226. Umgekehrt

Zitat von rurei
Wenn die Staaten ihre Schulden zahlen, müssen sie die Banken nicht retten.
Wenn die Banken ihnen nicht zu billige Kredite gegeben hätten, hätten die Staaten sich nicht so stark verschuldet.

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stoneg 16.10.2011, 20:59
227.

Zitat von Gast100100
Geschickt sucht die Politik nach einem Sündenbock, denn Menschen lassen sich leicht fernsteuern. Angenommen, der Staat müsste für seine Kredite 0 Prozent Zinsen zahlen. Er wird trotzdem eines Tages Pleite sein, weil er immer mehr ausgibt als einnimmt und Schulden mit neuen Schulden vergrößert. Geschickt wird nicht nur in diesem Diskussionsstrang von den meisten Schreibern auf die pösen Bankster verwiesen. Was der Einzelne verschweigt ist seine Mitschuld an diesem Problem: Er wählt Diejenigen, die das Meiste versprechen...
Na ja, es muss immer auch jemanden geben, der sich Staatsanleihen kauft. Offensichtlich haben es ja Finanzexperten der Banken als ziemlich unproblematisch angesehen, dass sich die Staaten bis über beide Ohren verschulden. Und das hat man auch jahrelang erzählt.

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t41 16.10.2011, 20:59
228. Keiner mehr

Zitat von rurei
ja ... und wer soll Herrn Gabriel (oder wer dann an der Regierung ist) die Staatsanleihen abkaufen? Die Investmentbanken oder die Geschäftsbanken? Das ist die Kernfrage .....
Niemand mehr.
Ackermann hat's ja schon gesagt: Weil die Anleger Zweifel daran haben, daß die Verantwortlichen die MITTEL haben (die Schulden zu bezahlen).

Und er soll ja auch schon gesagt haben, den Rettungsschirm könne man sich NICHT LEISTEN.

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ebberger 16.10.2011, 20:59
229. Das ist doch gerade der Witz!

Zitat von rurei
Wenn die Staaten ihre Schulden zahlen, müssen sie die Banken nicht retten.
Die Finanzminister leihen sich Geld von den Banken, mit dem diese dann zwangsweise rekapitalisiert werden.

Und so sind dann alle zufrieden, bis man merkt, dass das richtige Bankengeschäft nach Fernost abgewandert ist, wie so manches zuvor.

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