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Kritik an Finanzminister: Union weist Rentenvorstoß von Scholz zurück
AFP

Die Reaktion auf den Rentenvorschlag von Finanzminister Scholz folgte prompt: Der SPD-Politiker agiere unverantwortlich, kritisiert Unionsfraktionsvize Gröhe - und sieht die Arbeit der Rentenkommission in Gefahr.

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archi47 19.08.2018, 12:04
1. soll denn kein Rahmen gesetzt werden?

Da scheint die Union diese Kommission ohne jeglichen sozialen Rahmen agieren lassen zu wollen.
Was soll denn dann herauskommen?
20% Rente in 2100???
Es macht doch Sinn, dass die Politik sagt was sie will.
Wer denn sonst?
Dann soll die Kommission die Wege aufzeigen, die zu diesem Zielrahmen führen. Nur so geht es. Diese Wadlbeißerei ist ja zum Davonlaufen ...

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Schnabbelschnute 19.08.2018, 12:31
2. Wir haben ein ...

... Rentenniveau ohne Niveau!
Auf Kosten der jüngeren Generationen wir ab 2030 nicht die "hohen" Renten sein, sondern die Sozialabgaben damit zumindest für viele Millionen Menschen eine - wenn auch prekäre - Grundsicherung finanziert werden kann!
Ich zahle jetzt meine Beiträge in die Rentenversicherung ein, um letztendlich in die Grundsicherung zu fallen...ich Arbeite als Ausbilder und Lehrkraft zum von Ver.Di ausgehandelten Branchenspezifischen Mindestlohn, der keine Vermögensbildung egal welcher Art zulässt.
Wenn ich schon in die Grundsicherung fallen werde, wie sieht es dann bei Arbeitnehmern im Niedriglohn, Zeitarbeit oder Personaldienstleistern aus?
Herr Scholz ist einer der Politiker der sPD der nicht über soziale Kompetenzen verfügt. Herr Scholz versucht mit Flickschusterei etwas zu retten, ( wie die Rentenkommission auch) was im Grunde sich schon längst überlebt hat. Denn eben diese sPD hat mit der Agenda 2010 und der Einführung der prekären sanktionierbare.und rein für die Wirtschaft Instrumentalisierten sozialen Grundsicherung für einen Lohneinbruch in Deutschland gesorgt, welches die Motivation der Arbeitgeber gegen null herabgesenkt hat faire und sozial gerechte Löhne zu zahlen, und somit eben auch das derzeitige Renten Desaster mit zu verantworten haben!.
Der derzeitige Wirtschaftsboom wird auf den Rücken der Belegschaften der Unternehmen ausgetragen, denn wir dann in Form von falscher Solidarität mit sehr hohen Sozialabgaben bezahlen dürfen / müssen.
Die Rente muss unabhängig von Lobbyisten reformiert werden...siehe Österreich oder die Schweiz.
Oder die Politik macht endlich Mal die Augen auf, und beschließt ein über eine Transaktionssteuer finanziertes bedingungsloses Basis-Geld und machen somit etwas Sozialpolitik im Sozialstaat Deutschland!

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orgelspieler 19.08.2018, 12:46
3. Schon vergnüglich ...

... kaum taucht #Aufstehen am Horizont auf, schon wird die SPD "sozial". Aber das ist lächerlich, was da kommt, wird dann natürlich von der CDU auch noch blockiert. Man sollte sich mal fragen, warum die Österreicher als Rentner 800 € mehr in der Tasche haben als der Deutsche - im Monat.

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AlBundee 19.08.2018, 12:59
4.

Steigende Lebenserwartung, Lohndruck durch Globalisierung mit unzureichenden Einzahlungen in die Rentenversicherung, Rentenversicherungsbefreiung aller Einkommen oberhalb der Bemessungsgrenze, sinkende Geburtenzahlen, Kinderfeindlichkeit, unzureichende Angebote für Eltern und Kinder, Duckmäuserei beim Heranziehen von internationalen Firmen zu den Sozialleistungen des deutschen Markts, in dem sie andererseits aber gerne verkaufen. Statt diese Probleme mit gesetzlichen Grundlagen für den sozialen Frieden direkt anzugehen, insbesondere für die Rentner, denen wir neben unserem Leben zu einem guten Teil unseren heutigen Wohlstand schulden, ordnet Scholz ohne Behebung dieser Misstände politisch die wirtschaftliche Prosperität an. Das hat erstens noch nie funktioniert und wird ohne Änderung der Spielregeln nur dazu führen, dass die angestellte Mittelschicht bei sinkender Kaufkraft steigende RV-Beiträge zahlen wird, was die Geburtenquote sicher nicht erhöht und den Teufelskreis beschleunigt. Und der CDU fällt nichts anders ein, als auf die ewige Rentenkommision zu verweisen, einer Laienschauspielertruppe, mit dem Auftrag, den Eindruck politischer Aktivität zum Thema Rente zu erzeugen. Ich habe neulich gelesen, dass die SPD über Fachkräftemängel klagt, den sie mit einem Einwanderungsgesetz beheben will. Dem kann ich nur beherzt zustimmen. Wir haben einen kritischen Mangel an seriösen Problemlösern in der Politik. Vielleicht finden sich ja geeignete Arbeitskräfte des Typs "Minister(in)" oder gar "Kanzler(in)" in Südkorea oder Taiwan, ich habe gehört, die sollen Probleme so richtig anpacken. Oder in Kanada, die können wenigstens freundlich reden und öffenlich auftreten.

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Jugendlicher 19.08.2018, 13:03
5. Streichen Sie einfach......

Zitat von Schnabbelschnute
... Rentenniveau ohne Niveau! Auf Kosten der jüngeren Generationen wir ab 2030 nicht die "hohen" Renten sein, sondern die Sozialabgaben damit zumindest für viele Millionen Menschen eine - wenn auch prekäre - Grundsicherung finanziert werden kann! Ich zahle jetzt meine Beiträge in die Rentenversicherung ein, um letztendlich in die Grundsicherung zu fallen...ich Arbeite als Ausbilder und Lehrkraft zum von Ver.Di ausgehandelten Branchenspezifischen Mindestlohn, der keine Vermögensbildung egal welcher Art zulässt. Wenn ich schon in die Grundsicherung fallen werde, wie sieht es dann bei Arbeitnehmern im Niedriglohn, Zeitarbeit oder Personaldienstleistern aus? Herr Scholz ist einer der Politiker der sPD der nicht über soziale Kompetenzen verfügt. Herr Scholz versucht mit Flickschusterei etwas zu retten, ( wie die Rentenkommission auch) was im Grunde sich schon längst überlebt hat. Denn eben diese sPD hat mit der Agenda 2010 und der Einführung der prekären sanktionierbare.und rein für die Wirtschaft Instrumentalisierten sozialen Grundsicherung für einen Lohneinbruch in Deutschland gesorgt, welches die Motivation der Arbeitgeber gegen null herabgesenkt hat faire und sozial gerechte Löhne zu zahlen, und somit eben auch das derzeitige Renten Desaster mit zu verantworten haben!. Der derzeitige Wirtschaftsboom wird auf den Rücken der Belegschaften der Unternehmen ausgetragen, denn wir dann in Form von falscher Solidarität mit sehr hohen Sozialabgaben bezahlen dürfen / müssen. Die Rente muss unabhängig von Lobbyisten reformiert werden...siehe Österreich oder die Schweiz. Oder die Politik macht endlich Mal die Augen auf, und beschließt ein über eine Transaktionssteuer finanziertes bedingungsloses Basis-Geld und machen somit etwas Sozialpolitik im Sozialstaat Deutschland!
..... beim Wort "Transaktionssteuer" das Wort "Steuer", oder nehmen Sie dafür den Namen "Transaktionsabgabe zur Sozialversicherung".
Dann sind die Einnahmen Zweck gebunden.

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Grummelchen321 19.08.2018, 13:03
6.

Zitat von orgelspieler
... kaum taucht #Aufstehen am Horizont auf, schon wird die SPD "sozial". Aber das ist lächerlich, was da kommt, wird dann natürlich von der CDU auch noch blockiert. Man sollte sich mal fragen, warum die Österreicher als Rentner 800 € mehr in der Tasche haben als der Deutsche - im Monat.
das schreibt die Hans Bökler Stiftung dazu:

https://www.boeckler.de/pdf/v_2017_09_18_blank_zwiener.pdf

Warum Frau Nahles das als Arbeitsministerin nicht berücksichtigt hat ist mir schleierhaft.

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wut62 19.08.2018, 13:18
7. Abschied von der Umlagefinanzierung

Die SPD und die Grünen (mit Zustimmung der CDU) haben 2004 sowohl die GRV wie auch die private Rentenversicherung geschreddert. (Z.B. KK-Betrag auf Direktversicherungen, versteuernd der Renten, heißt Abkehr von der Besteuerung vom Ertragsanteil, KK-Beiträge auf Renten, usw..
Es gibt nur einen Weg: Abkehr von der Umlagefinanzierung und hin zur steuerfinanzierten Rente. Gleichstellung von Renten und Pensionen. Entlastung und Gerechtigkeit bei der privaten Altersvosorge. Somit würden alle Bürger ihre Rente aus Steuern erhalten und auch entsprechend finanzieren. So kommen wir einer Gerechtigkeit näher und könnten auch direkt höhere Renten (wie in anderen Ländern) steuern und finanzieren.

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joomee 19.08.2018, 13:18
8. Sie kennen die Antwort doch

Zitat von Alias iacta sunt
Und dazu wäre diese Garantie (die für die einzahlenden Arbeitnehmer selbstverständlich sein sollte) ein sehr gutes Instrument zu sagen: Erst, wenn die Finanzierung der Renten für 40Jahre (ca. ein Berufsleben) gesichert ist, werden vom Staat irgendwelche Gelder für Bankenrettungen, Südländerrettungen, Wirtschaftsflüchtlinge , Osterweiterung , EU Subventionen, etc. ausgegeben. Und solche Ausgaben muss die Regierung im Bundes-Parlament genehmigen lassen. Warum haben die Menschen, die vor 30 bis 40 Jahren in Rente gegangen sind ein Rentenniveau von 70 bis 80% vom letzten Arbeitslohn erhalten und heute wird darum verhandelt, ob man wenigstens 42% halten kann? Da stimmt doch was nicht.
Zitat +++ Warum haben die Menschen, die vor 30 bis 40 Jahren in Rente gegangen sind ein Rentenniveau von 70 bis 80% vom letzten Arbeitslohn erhalten und heute wird darum verhandelt, ob man wenigstens 42% halten kann?
Da stimmt doch was nicht. +++

Sie kennen die Antwort doch selber. Und wenn Sie sie nicht kennen, dann blenden Sie alle zuhauf erhältliche Fakten diesbezüglich mit Absicht aus. Ich helfe Ihnen:

Vor 30, 40 Jahren haben die Menschen früher angefangen zu arbeiten und sind nach Renteneintrittsalter früher gestorben. Sprich man halt viel länger eingezahlt und nur wenige Jahre Rente erhalten. Dazu kamen dass es sehr viel mehr junge Menschen und somit Beitragszahler pro Rentner gab.

Das hat sich alles in den letzten Jahrzehnte gewaltig verschoben. 35 Jahre arbeiten und 20 Jahre Rentenbezug funktioniert eben nicht - und schon gar nicht bei der demographischen Entwicklung.

Aber das wussten Sie doch - geben Sie es zu. Sie wollen es aber wie so viele einfach nicht wahrhaben... Andere Faktoren spielen natürlich auch eine Rolle, aber das oben genannte sind die Hauptgründe. Es ist pure Mathematik.

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weiß-mans 19.08.2018, 13:37
9. Nur eine neue Steuer

Man muss sich als normaler Arbeitnehmer fragen, wozu man überhaupt noch Rentenbeiträge zahlen soll, wenn am Ende des Arbeitslebens nur eine Rente rausspringt, die sich auf Höhe der Grundsicherung bewegt. Und auf die Grundsicherung hat letztendlich jeder Anspruch – egal ob er Beiträge gezahlt hat oder nicht. Da würde ich doch lieber das Beitragsgeld behalten und für etwas Sinnvolles ausgeben – und sei es eine profitablere Alterssicherung. Der Rentenbeitrag verkommt immer mehr zu einer Art Sozialsteuer (wobei ich hier das Wort „sozial“ nicht positiv sehe). Alle „Sozialsteuerpflichtigen“ zahlen monatlich unterschiedlich hohe Beträge an den Staat – und heraus kommt die für alle gleiche Grundsicherung.
(PS: Das Wort „Sozialsteuer“ ist auch deshalb gerechtfertigt, weil Politiker jedweder Couleur die Rentenkasse gerne benutzen, um Wohltaten zu verteilen, die eigentlich aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden müssten, weil sie einen gesamtgesellschaftlichen Hintergrund haben – wie etwa die Mütterrente.)

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