Forum: Politik
Kritik an Finanzminister: Union weist Rentenvorstoß von Scholz zurück
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Die Reaktion auf den Rentenvorschlag von Finanzminister Scholz folgte prompt: Der SPD-Politiker agiere unverantwortlich, kritisiert Unionsfraktionsvize Gröhe - und sieht die Arbeit der Rentenkommission in Gefahr.

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Schnabbelschnute 19.08.2018, 14:53
20. @gehel

...es gibt aber auch etwas anderes, als die Steuern zu erhöhen!
Wir brauchen eine Transaktionssteuer ( ich soll ja besser "Transaktionsabgabe zur Sozialversicherung sagen - klingt nicht so dramatisch) welche in ein bedingungsloses Basis-Geld für alle investiert wird, und zukünftig die Rente ersetzen wird!
Somit steigen die Steuern nicht, und die Sozialabgaben ebenfalls!

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Quercus pubescens 19.08.2018, 15:07
21. Das war zu erwarten

denn der CDU schwant, dass die Merkelsche Flüchtlingspolitik 2015 ff zu massiven Verwerfungen im Sozialsystem führen und nach neueren Berechnungen bis 2050 zu einer Kürzung der Renten um 50% führen wird. Dabon ausgenommen natürlich Beamte und Politiker, welche aus einer eigenen Pensionskasse finanziert werden. Daher erstaunt nicht, dass ein Grossteil der "guten" Menschen Politiker, Beamte und Unternehmer sind. Die finale Rechnung bezahlt der normale Arbeitnehmer, aber der hat dies nicht zuletzt durch eine skandalös tendenziöse Informationspolitik nur noch nicht kapiert.

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kuhndi 19.08.2018, 15:19
22. was wollen Sie mit diesem Satz sagen:

Zitat von Profdoc1
Diese Diskussionen führen in soweit zu nichts, ohne den Menschen zu erklären, wie ein Umlagerentensystem funktioniert. Das hat insbesondere die SPD seit Jahrzehnten aus idiologischen Gründen 'versäumt'. Beim Umlagesystem ging man damals von langen Arbeitszeiten und hohe Todesrate nach Renteneintritt aus (Bismark) Die Parameter stimmen jedoch in einer hochentwickelten Gesellschaft nicht mehr. Weder wird eine Lebensarbeitszeit von 40-45 Jahren erreicht (nach der Lehre, beginnend mit 15, an die Werkbank, geringe Ausfallzeiten durch Arbeitslosigkeit, ...) noch versteben Menschen i.d. R. kurz nach dem Renteneintrittsalter, weil die medizinische Versorgung heute sehr gut ist (die heute 60-jährigen sind die damaligen 40-jährigen). D.h., die Arbeitszeit ist heute bei langer Lebenserwart unterproportional kürzer, was natürlich zu einer geringeren Rente führen müss. Das berücksichtigt die Rentenformel. Welchen (immer langfristigen) Möglichkeiten gibt es? Zunächst muss die Politik endlich den Mut haben, den Menschen zu sagen, dass die Lebensarbeitszeit deutlich ansteigen muss, um das jetzige Niveau überhaupt halten zu können. Frau Nahles wollten den Unfug 'Rente mit 63', jetzt muss die SPD auch Lösungen zur Finanzierung liefern der Rente generell liefern. Heißt: Die körperliche Verfasstheit lässen heute problemlos ein Rentenalter bis 70 zu; in 20 Jahren bis 72-74. Das ist ein durchgerechnetes Faktum. Die Zahlen sind den Rentenpolitikern auch bekannt. Nur so können junge Erwachsene eben nicht überproportional belastet wrrden. Rentensystem komplett auf ein Säulensysten, dass auch die Krankenbeiträge einschließt, langfristig umstellen (vgl. CH, A, teilw. Sk). Wäre sehr vernünftig. Ich halte es jedoch für ausgeschlossen, dass die jetzige Politik dazu die Kraft hat. Auch hier muss den Menschen erklärt werden. Das die Einzahlungen höher liegen und bei notwendigen eingeschlossenen Krankenversicherungssystem, die persönlichen Vorauszahlungen hoch sind. Deshalb nochmals in aller Deutlichkeit: Niemand kann und darf große Beiträge aus einem umlagenfinanzierten System erwarten können, ohne in Kauf zu nehmen, dass die Lebenarbeitszeit, Beiträge und Anpassungsdynamik und Eigeninitiative verändert werden. Es ist ein einfaches volkwirtschaftliches Rechenexempel. Mehr nicht. Deshalb nicht wieder das Rumjammern anfangen. Wir werden im Mittel zu alt. So einfach ist das! Schönen Sonntag noch ......
"Rentensystem komplett auf ein Säulensysten, dass auch die Krankenbeiträge einschließt, langfristig umstellen (vgl. CH, A, teilw. Sk)"?
In der Schweiz ist es doch gerade nicht so, das Rentensystem basiert auf mindestens drei Säulen, staatliche Umlage, max 2350.- CHF / monatlich), betriebliche (selbst angespartes und in der Regel der grösste Anteil und privat angespartes. Krankenbeiträge sind schon gar nicht dabei. Also, was wollen Sie uns mitteilen?

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citizen_k 19.08.2018, 15:21
23. Verlogene Ankündigungen à la SPD

Die Jungen von heute sind die Alten von morgen. Ein in der Höhe gesetzlich definiertes staatliches Alterseinkommen ist unabdingbar. Da die Beiträge bis bis zur Entgeltbemessungsgrenze linear steigen, müssen sich auch die Renten entsprechend linear unterscheiden. Derzeit haben wir einen von der SPD entwickelten Rentensozialimus, der die Renten - zunehmend auch der der Zahler hoher Beiträge, unter unter die Grundsicherung rauschen lässt und halt auf diese anghehoben wird.
Auch wenn die Medien das Previleg der Unantastbarkeit der Beamtenpensionen durch Tabuisierung des Themas flankiert, hier die verlogene Absichtserklärung des Seheimer Kreises, der neoliberale Betreuer der SPD:
www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_.../seeheimer_kreis.pdf
Auszug: "Alle Sonderversorgungssysteme sind auf Zeit aufzulösen.Dies gilt für alle Berufsgruppen (Beamte, Politiker, Freiberufler etc.). .... Das Ziel ist eine allgemeine Bürgerversicherung in allen Bereichen. Die Zeiten ständestaatlicher Strukturen sind endgültig vorbei." Wohlgemerkt, dieses Eckpunktepapier stammt vom 28. April 2003!
Frau Nahles hatte dagegen noch vor etwa 14 Tagen bei Frau Hayali auf den alten Bismarck (seit der Agenda 2010 wohl nachträglich gefühlt Sozialdemokrat) verwiesen und das man so ein 130 Jahre altes Werk nicht einfach so umbauen könne. Jedenfalls hat die SPD 15 Jahre auch nichts dergleichen versucht.

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prologo 19.08.2018, 15:38
24. Blanker Unsinn, das Umlagesystem ist gescheitert

Das st gescheitert an der Senkung der Rente auf 45 bzw. 43 % durch die SPD. Begleitet von 20 Jahre niedrig Lohnsektor, welche eine damit verbundene geringe Einzahlung in die Sozial Systeme zur folge hat.
Jetzt droht uns dadurch eine Rentenarmuts Armee.

Wer heute 1650 Euro netto mtl. hat fällt bei 43 % automatisch in die Grundsicherung und erhält gar keine Rente mehr. Das sollen die Politiker mal erklären. Und alle darunter fallenden niedrig Löhner damit sowieso nur noch in die Grundsicherung. Das ist die Wahrheit.

Das fangen Sie auch nicht auf, wenn wir heute schon bis 70 arbeiten würden. Es hilft nicht noch länger arbeiten, sondern nur eine Rentenreform wie es andere EU Länder längst gemacht haben.
Dazu fehlt unseren Egoisten Politikern natürlich nicht nur der Mut, sondern auch der Wille, denn genau sie profitieren am höchsten mit ihren Pensionen, in die sie selbst nichts einzahlen.

In Österreich zahlen alle in die Rentenversicherung ein, auch Beamte und Selbständige. Die Durchschnittsrente in Österreich ist 1420 Euro und in Deutschland 810 Euro mtl. Österreich hat rund 12 Mio Einwohner und Deutschland rund 83 Mio.

Wenn das Österreich schafft, warum nicht das große Deutschland?
Dann kann es wohl nur an den Politikern noch liegen, welche den Unterschied ausmachen.

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view3000 19.08.2018, 15:59
25.

Die Regierungsparteien spielen auf Zeit und vergessen dabei, dass sie keine Zeit mehr haben. Keine Partei möchte das längst überfällige Thema "RENTE" richtig angehen, da Aussitzen ja so schön einfach und mittlerweile als intelligenter Politikstil hochgejubelt wurde. So streitet man sich pro forma um einen weiteren Flicken auf dem Flickenteppich und lenkt davon ab, dass sich dieses Rentensystem so auf Dauer weder fair noch nachhaltig gestaltet lässt. Warum wird nicht darüber diskutiert das Rentensystem über eine einkommensabhängige Rentensteuer durch alle zu finanzieren? Der alte Spruch der SPD lautete doch, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache. Warum bekommen Pensionäre eine viel höhere Pension, als normale Arbeitnehmer, die ein Arbeitsleben lang in den "Generationenvertrag" einbezahlt haben? Warum dürfen sich gut verdienende Berufsgruppen aus dem "Generationenvertrag" verabschieden. Warum wird das Banken- und Versicherungsunterstützungsprogramm "Riester-Rente" nicht endlich eingestellt und das Geld einem Staatsfond zur Verfügung gestellt und intelligent für die Rentner angelegt? Wieviel Geld wird jedes Jahr für die Verwaltung und für versicherungsfremde Leistungen ausgegeben? Man gewinnt den Eindruck, dass sich einige Bevölkerungsgruppen durch die Nähe zur "Macht" in Paralleluniversen abgesichert haben, während die anderen bis 70 arbeiten sollen und als Dank dann für die letzten Jahre eine Armutsrente erhalten. Die Regierung sollte das Problem endlich angehen, bevor es andere politische Kräfte angehen und die nächste Wahl zum finalen demokratischen Debakel wird.

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crossy-hl 19.08.2018, 16:16
26. Die SPD am Totenbett

des derzeitigen Rentensystem. Unser Rentensystem, das ja maßgeblich auf SPD-Politik basiert, läßt sich rein mathematisch schon nicht mehr auf Dauer stabilisieren. Man mag hier und da noch an einer Schraube drehen, aber das verändert die Mathematik nicht. Was nötig wäre, ist ein Systemwechsel wie in Österreich. Das bedeutet, dass alle nach einem einheitlichen prozentualen Tarif einzahlen müssen, die ausgezahlte Rente aber ab einem bestimmten Höchstbetrag gedeckelt ist, was einer Aufgabe des bisherigen sog. Äquivalenzprinzips bedeuten würde. Die Rentenpolitiker in der SPD kennen diese Lösung, haben allerdings nicht einmal den Mut einen Systemwechsel überhaupt nur anzuregen. Stattdessen wird man versuchen die derzeitige SPD-Rentenpolitik als großen Erfolg hinzustellen. Mittlerweile dämmert jedoch allen Bürgern, dass die SPD nicht ehrlich ist. Der Niedergang des Rentenniveaus wird sich mit den SPD-Reförmchen am schon längst todkranken Rentensystem nicht aufhalten lassen. Die SPD beweist wieder einmal, dass sie überflüssig ist.

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Profdoc1 19.08.2018, 16:34
27. War schlecht formuliert

Zitat von kuhndi
"Rentensystem komplett auf ein Säulensysten, dass auch die Krankenbeiträge einschließt, langfristig umstellen (vgl. CH, A, teilw. Sk)"? In der Schweiz ist es doch gerade nicht so, das Rentensystem basiert auf mindestens drei Säulen, staatliche Umlage, max 2350.- CHF / monatlich), betriebliche (selbst angespartes und in der Regel der grösste Anteil und privat angespartes. Krankenbeiträge sind schon gar nicht dabei. Also, was wollen Sie uns mitteilen?
Was ich sagen wollte, war das Folgende: Um zu einer Finanzierung zu kommen, wird es notwendig sein den Eigenanteil zu KK-Beiträgen zu erhöhen und auch wie bei Beamten heute bereits in D einen Grundbetrag einzuführen, ca. 360 EUR p.a. In der Schweiz beträgt die Grundlage 300 CHF. Das muss natürlich von der Auszahlung abhängen. Ab einer Grenze muss das auf null runtergefahren werden.

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Profdoc1 19.08.2018, 16:40
28. Mit Verlaub...

Zitat von Quercus pubescens
denn der CDU schwant, dass die Merkelsche Flüchtlingspolitik 2015 ff zu massiven Verwerfungen im Sozialsystem führen und nach neueren Berechnungen bis 2050 zu einer Kürzung der Renten um 50% führen wird. Dabon ausgenommen natürlich Beamte und Politiker, welche aus einer eigenen Pensionskasse finanziert werden. Daher erstaunt nicht, dass ein Grossteil der "guten" Menschen Politiker, Beamte und Unternehmer sind. Die finale Rechnung bezahlt der normale Arbeitnehmer, aber der hat dies nicht zuletzt durch eine skandalös tendenziöse Informationspolitik nur noch nicht kapiert.
Das hat mit Flüchtlingen garnichts zu tun. Sie polemisieren. Die Zahlen waren weit vor 2015 bekannt. Erinnern Sie sich nicht mehr an die Rentendebatte vor der letzten BT-Wahl oder wollen Sie es nicht? Einfach mal nachlesen.

Ansinsten empfehle ich Eigenverantwortung! Und: Flüchtlingen jedweder Art kann man nicht, wie Sie eben, alles in die Schuhe schieben. Darüber hinaus werden dieses Menschen, die hier bleiben auch in das System einzahlen, wenn sie tätig sind.

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max-mustermann 19.08.2018, 16:51
29.

Zitat von Schnabbelschnute
Ich zahle jetzt meine Beiträge in die Rentenversicherung ein, um letztendlich in die Grundsicherung zu fallen...ich Arbeite als Ausbilder und Lehrkraft zum von Ver.Di ausgehandelten Branchenspezifischen Mindestlohn, der keine Vermögensbildung egal welcher Art zulässt. Wenn ich schon in die Grundsicherung fallen werde, wie sieht es dann bei Arbeitnehmern im Niedriglohn, Zeitarbeit oder Personaldienstleistern aus?
Die fallen natürlich auch alle in die Grundsicherung und wenn ihr Gehalt nicht reicht um bei Renteneintritt über Grundsicherung zu kommen dann gehören sie mit Verlaub genau zu den von ihnen genannten Nidriglöhnern.

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