Forum: Politik
Kritik an Juso-Chef Kühnert: "Was für ein grober Unfug"
picture alliance/ dpa

Kevin Kühnert will große Firmen wie BMW kollektivieren und den Besitz von Immobilien beschränken. Die CSU nennt den Juso-Chef nun einen "verirrten Fantasten", auch aus der SPD kommt Kritik: "Was hat der geraucht?"

Seite 2 von 56
chaosimall 02.05.2019, 05:47
10. Es ist Zeit

dass die SPD zu ihren Wurzeln zurückkehrt und sich darauf besinnt was ihre ursprüngliche Aufgabe ist: soziale Gerechtigkeit schaffen und einem ungebändigten Kapitalismus unter eine staatliche Kontrolle bringen. Es ist eine Fehlwahrnehmung, den Staat als unabhängige dritte Partei im sozialen Miteinander zu verstehen. Der Staat sind die Menschen die in den ihm leben, ihn demokratisch legitimieren und ihn mit ihren Steuern handlungsfähig machen. Die Debatten um die Bedeutung des 1. Mai zeigen, dass Arbeit heute anders organisiert ist und andere Inhalte hat als vor 150 Jahren. Auch hiermit sind prekäre Lebensverhältnisse verbunden, deren Vertreterin die SPD sein kann und muss. Dazu gehört auch, dass sie sich neuer Industrie- und Dienstleistungszweige annimmt. Nicht nur den guten alten Autobauern. Vorwärts SPD, es gibt viel zutun im digitalisierten Zeitalter.

Beitrag melden
Breakwater-Lodge 02.05.2019, 05:56
11. Ohne mich

Die Äußerungen von Herr Kühnert werden der SPD etliche Stimmen bei der Europawahl kosten. Medienecho und Aufmerksamkeit hat er jetzt. Zusätzliche Unterstützer für die Überwindung des Kapitalismus wird er nicht bekommen haben (Ich mache da übrigens auch nicht mit). Jede Menge Zeit muss der gute Mann haben, um sich um so einen Unsinn zu kümmern. Meine Empfehlung an Herrn Kühnert: besuchen Sie doch mal BMW-Mitarbeiter in Voll-Konti-Schicht und frage die mal nach Ihren Sorgen ...

Beitrag melden
daniel.w.schramm 02.05.2019, 06:07
12. Es ist ein Diskussionspapier

Provakant geschrieben - zugegebermaßen - aber im Kern diskutiernswert. Ist es denn so falsch zu diskutieren, ob Konzerne zu viel Macht und Einfluss haben?

Beitrag melden
robr 02.05.2019, 06:15
13. Quintessenz

Wenn ich als Quintessenz heraus höre, daß jeder Eigentümer der eigenen Wohnung sein sollte, und daß auch sonst die Schere zwischen Arm und Reich sich nicht immer weiter öffnen sollte, hat er das etwas zu krass ausgesagt.
Eine Wiedereinführung des Kommunismus zu wollen, möchte ich ihn nicht unterstellen.
Den Printartikel habe ich allerdings auch noch nicht gelesen, so wie wahrscheinlich 98% der Kommentatoren.

Beitrag melden
barbara.schaepers 02.05.2019, 06:16
14. Wenn alle Parteien dagegen sind

kann es gar keine so schlechte Idee sein. Man sollte ernsthaft über solche Ideen nachdenken und sie nicht als Spinnerei abtun. Es muss sich definitiv etwas ändern, soweit sind sich doch alle klar denkenden Menschen einig.

Beitrag melden
eastcape 02.05.2019, 06:16
15. Kevin Kühnert hat in einigen Punkten recht.

Es sollte selbstverständlich sein, dass mit dem Grundbedürfnis Wohnraum nicht unkontrolliert Geld verdient werden kann. Den Vermietern geht es ja nicht darum, "Wohnraum zu schaffen" (CSU-Generalsekretär Markus Blume), sondern möglichst viel Kapital aus Wohnungen zu schlagen, so dass in vielen Städten ein normales Leben nicht mehr möglich ist.

Beitrag melden
fblars 02.05.2019, 06:19
16. Mottenkiste

Da hat aber jemand ganz tief in die Mottenkiste des Sozialismus gegriffen. Das wäre dann ganz offen DDR 2.0. Damit ist die SPD endgültig unwählbar geworden. Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten in der Marktwirtschaft, aber eben auch in allen anderen Gesellschaftsentwürfen, die Marktwirtschaft ist die beste Alternative für Alle, sie hat das Versprechen des Sozialismus eingelöst und Milliarden Menschen ein würdevolles Leben beschert. Der Sozialismus hingegen ist jedes mal gescheitert.

Beitrag melden
meinungsmacher 02.05.2019, 06:20
17. Leider nimmt man der SPD ihre Lippenbekenntnisse nicht mehr ab...

... zu oft wurden wir im Lauf der Geschichte von ihr ge- und enttäuscht. Nichtsdestoweniger steht es der gesamten Linken Bewegung immer gut zu Gesicht, klare Kante zu zeigen, so wie es hier Kühnert tut. Und mit dem, was er sagt, hat er einfach recht. Der Kapitalismus schafft es einfach nicht, für eine gerechte Verteilung der Güter zu sorgen. Die Klassenunterschiede sind zu groß. Hier ist die Politik gefragt, neue Wege zu gehen, gerade auch gegen den Willen der Geldmächtigen. Bravo, Kevin!

Beitrag melden
Breakwater-Lodge 02.05.2019, 06:20
18. Seite 16 im Hamburger Programm

Im Hamburger Programm finde ich auf Seite 16 in der Tat die Überschrift "Demokratischer Sozialismus". Von Kollektivierung oder Überwindung des Kapitalismus, so wie ich Herr Kühnert verstanden habe, steht dort nichts!!!

Beitrag melden
schnubbeldu 02.05.2019, 06:21
19. Dass Herr Kühnert ...

... eine sehr solidarische Einstellung hat, merkt man ja wie er sich auf Kosten der Familie "durchs Leben" schlägt und sozusagen auf den Lorbeeren seiner Familie ausruht. Stellt sich nur noch die Frage womit denn seine Familie die Lorbeeren verdient? Steckt ggfs. sogar "überdimensioniertes" Wohneigentum, evtl. sogar vermietet, dahinter?

Beitrag melden
Seite 2 von 56
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!