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Kritik an Juso-Chef Kühnert: "Was für ein grober Unfug"
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Kevin Kühnert will große Firmen wie BMW kollektivieren und den Besitz von Immobilien beschränken. Die CSU nennt den Juso-Chef nun einen "verirrten Fantasten", auch aus der SPD kommt Kritik: "Was hat der geraucht?"

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Rentenkassierer 02.05.2019, 11:01
330. So falsch ist das für die Zukunft nicht

In 20 bis 30 Jahren werden viele Tätigkeiten automatisiert sein und diejenigen, die nicht in der Lage sind eine höhere Qualifikation zu erreichen, werden sich nicht selbständig ernähren können.

So etwas geht in die dann notwendige Richtung, zu deren Alternativen auch Maschinensteuern und Grundeinkommen gehören.

Er wird das zwar als relativ kurzfristig denkender Politiker alles auf die Gegenwart bezogen haben, aber Kollektivierung der dann automatisierten Produktion und Dienstleistungen ist eine weitere Möglichkeit.

Sollte man in die Liste der eventuell sinnvollen Möglichkeiten mit aufnehmen.

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kajoter 02.05.2019, 11:02
331. @ #3

Zitat von BoMo_UAE
Ohne Gedankenspiele und Visionen haben wir keine Zukunft. Was die eingefahrenen Konzepte selbst in freien Gesellschaften anrichten, sieht man am Beispiel des Klimawandels oder den internationalen Finanzkrisen. Also sollte man Querdenkern wie Kevin Kuehnert durchaus mal zuhoeren und ueberlegen, ob ihre Visionen Alternativen bieten. Denn eines ist klar: So geht es nicht sehr lang weiter.
Das nennen Sie eine "Vision"?
Enteignung, Verstaatlichung oder Vergemeinschaftung .- wie man es auch immer nennen mag - und nachfolgende, zentralisierte Verwaltung/Kontrolle durch den Staat, bzw. die Gemeinschaft hat noch in keinem Land funktioniert, öffnet die Schleusen für Misswirtschaft, Korruption, Amtsmissbrauch, Willkür und was es sonst noch an negativen Folgen geben muss, wenn Wirtschaft und Unternehmertum in die Hände des Staates gelegt werden.
Unter Vision stelle ich mir eine Vorstellung eines idealen Zustands vor, der momentan unerreichbar ist. Das wäre für mich ein Umdenken unserer Unternehmer und Banker. Sie sollten vor allem den Grundsatz des verpflichtenden Eigentums verinnerlichen und daneben einen ethischen Kompass besitzen. Das zu erreichen, wäre eine echte Vision.
Wir haben unzählige Male erlebt, dass Aufklärung und ein Appell an die Vernunft wesentlich nachhaltger sind als Holzhammermethoden. Aber ich verstehe, dass nun, da sich der Jungstar der SPD mit spätpubertären Ideen blamiert hat, alle versuchen, dieses irgendwie zu retuschieren. Das wird nicht leicht werden, denn dafür war das Interview zu groß aufgemacht.
Die ganze Sache riecht allzu stark nach Orwell, denn es liefert uns Bürger einem allmächtigen Staat aus.

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oalos 02.05.2019, 11:02
332. Warum ?

Zitat von fblars
Da hat aber jemand ganz tief in die Mottenkiste des Sozialismus gegriffen. Das wäre dann ganz offen DDR 2.0. Damit ist die SPD endgültig unwählbar geworden. Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten in der Marktwirtschaft, aber eben auch in allen anderen Gesellschaftsentwürfen, die Marktwirtschaft ist die beste Alternative für Alle, sie hat das Versprechen des Sozialismus eingelöst und Milliarden Menschen ein würdevolles Leben beschert. Der Sozialismus hingegen ist jedes mal gescheitert.
Milliarden sind ausgegeben worden, um den Sozialismus scheitern zu lassen. Das erst hat den Stalinismus erst ermöglicht. Sozialismus habe ich auf diesem Planeten noch nie gesehen.

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m-cutolo 02.05.2019, 11:04
333. @realistisch gesehen

wissen sie, wenn Appelle an die Wirtschaftsbosse, das sie sich mehr zurückhalten oder bessere löhne zahlen sollen, nichts bringen. dann bleibt uns doch nix anderes übrig. sollen wir dieses verhalten hinnehmen? niedriglöhne, Ausbeutung von dritt, viert und fünft Staaten, cum cum und cum ex Vorfälle, Raubtier Kapitalismus im reinwesen. das geht so nicht, wenn die es nicht schaffen sich zu regulieren, dann muss es der Bürger tun. und das alles wird noch mit steuern quersubventioniert... also bitte...

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oalos 02.05.2019, 11:05
334. Die alte Leier.

Zitat von schnubbeldu
... eine sehr solidarische Einstellung hat, merkt man ja wie er sich auf Kosten der Familie "durchs Leben" schlägt und sozusagen auf den Lorbeeren seiner Familie ausruht. Stellt sich nur noch die Frage womit denn seine Familie die Lorbeeren verdient? Steckt ggfs. sogar "überdimensioniertes" Wohneigentum, evtl. sogar vermietet, dahinter?
Nur der darf kritisieren, der selbst in Sack und Asche herumläuft. Wird dann aber auch nicht ernst genommen -- dieser Minderleister.

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Proggy 02.05.2019, 11:06
335. Kühnert fühlt nur mal vor

Eigentlich ist stetige Umverteilung in der sozialistischen Idee verankert. Selbst die Enteignung in unterschiedlichsten Formen wird - auch von der SPD - regelmäßig zur Diskussion gestellt.
Man möchte im Prinzip für die eigene Klientel einfach an immer mehr Gelder der Bessergestellten/Vermögenden ohne gleichzeitig den dazu notwendigen Aufwand zu treiben (Arbeit, innovative Ideen, unternehmerisches Risiko etc.).
Schlimmer als den Gedanken BMW zu enteignen (undurchführbar in diesem Deutschand) ist Kühnerts Gedankenspiel, dass es keine Privatvermieter mehr geben sollte. Laut Kühnert "... „sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt.“
Damit übernimmt er die Gedankenspiele der Grünen.
Die Idee der Enteigung von Privatpersonen wird in der deutschen Politik mittlerweile salonfähig...

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hippie.jonny 02.05.2019, 11:06
336. Ich will Euch sagen...

...was die Kapitalisten und die Aktiengesellschaften wollen:

Euer bestes. Ihr zahlt doch schon die Bankenrettung. Die Finanzkrisen sind Mittel des Kapitalismus, Euch zur Kasse zu bitten. Weiter so! Die Politik kriegt es nicht hin, insofern ist K.K. eine mögl. Rettung...

Kapitalsmus war mal ne gute Sache, hat uns Wohlstand und Bildung gebracht, zweites geht uns gerade verloren, hab ich den Eindruck...

Nicht jede Zeit braucht gleiche Systeme...

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mirage122 02.05.2019, 11:07
337. Man wird doch sowas mal sagen dürfen, oder?

Es rumort heftig in der SPD. Warum sich nicht schon langsam auf rot-grün-rote Angebote einstellen - in welcher Konstellation auch immer. Die Christlichen sind ein Auslauf-Modell, merken es aber kaum und machen sich mit ihrer Rolle-Rückwärts-Politik und dem Angebot von Klein -Annegret nur lächerlich. Ich unterstreiche voll und ganz die Aussagen von Herrn Stegner!

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n.wemhoener 02.05.2019, 11:07
338.

Die neoliberalen Konzepte sind gescheitert.
Wer das nicht erkennt, der hat ein Brett vor dem Kopf.
(am deutlichsten erkennbar im Finanzsektor)

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fluxus08 02.05.2019, 11:08
339. Immer die Gleichen

Derartige Wünsche, alles sozialisieren zu wollen, kommen besonders oft von Zeitgenossen, die in ihrem Leben nur auf Kosten der Gesellschaft gelebt haben und selbst nichts auf die Reihe bekommen.

Kühnert passt super in diesen Anforderungskatalog: abgebrochenes Studium (auf Kosten der arbeitenden Klasse), dann Job in einem Abgeordnetenbüro mit gleichzeitiger Aufnahme eines Studiums der Politikwissenschaft, welches z.Zt. ruht.

Das sind die Helden, die anderen erklären wollen, wie das Leben funktioniert!

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