Forum: Politik
Kritik an Juso-Chef Kühnert: "Was für ein grober Unfug"
picture alliance/ dpa

Kevin Kühnert will große Firmen wie BMW kollektivieren und den Besitz von Immobilien beschränken. Die CSU nennt den Juso-Chef nun einen "verirrten Fantasten", auch aus der SPD kommt Kritik: "Was hat der geraucht?"

Seite 38 von 56
Konvertit 02.05.2019, 11:36
370.

Das ist keine Utopie, das ist eine Dystopie. Wer will schon eine Welt, in der Alle wenig haben! Ich wünsche mir eine Welt in der Alle viel haben, jeder Mensch mehrere Wohnungen besitzt, mehrere Autos, finanzielle Unabhängigkeit, ewige Gesundheit und Unsterblichkeit. Und das alles natürlich nachhaltig. Utopisch, unrealistisch? Nicht mehr als Kevin´s Gequatsche, aber wenigstens eine schöne Utopie und keine, bei der ich an das braun grau aus DDR-Zeiten erinnert werden, an den kleinsten gemeinsamen Nenner, an Denunzianten, Blockwarte und Überwachungsstaat.

Beitrag melden
Here Fido 02.05.2019, 11:36
371.

Zitat von Proggy
Eigentlich ist stetige Umverteilung in der sozialistischen Idee verankert. Selbst die Enteignung in unterschiedlichsten Formen wird - auch von der SPD - regelmäßig zur Diskussion gestellt. Man möchte im Prinzip für die eigene Klientel einfach an immer mehr Gelder der Bessergestellten/Vermögenden ohne gleichzeitig den dazu notwendigen Aufwand zu treiben (Arbeit, innovative Ideen, unternehmerisches Risiko etc.). Schlimmer als den Gedanken BMW zu enteignen (undurchführbar in diesem Deutschand) ist Kühnerts Gedankenspiel, dass es keine Privatvermieter mehr geben sollte. Laut Kühnert "... „sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt.“ Damit übernimmt er die Gedankenspiele der Grünen. Die Idee der Enteigung von Privatpersonen wird in der deutschen Politik mittlerweile salonfähig...
Wenn jeder die Wohnung besitzt in der er wohnt, kann man wohl kaum pauschal mit einer Enteignung von Privatpersonen argumentieren

Beitrag melden
Herold Hansen 02.05.2019, 11:37
372.

Dass unser Parlament uns zunehmend repräsentiert mit Abgeordneten ohne Berufsausbildung und mit abgebrochenen Studien hat Folgen.

Beitrag melden
wolly21 02.05.2019, 11:38
373.

K.Kühnerts Ideen sind sicher nicht ganz "ausgegoren", aber denen, die so heftig auf ihn einschlagen, sei die Fragen gestellt:
- Ist es richtig, daß 45 "Superreichen" über 50% des Vermögens in D gehören, ca 42% der Bevölkerung keinerlei Immobilienbesitz haben?
- Ist es richtig, daß Polizisten, Kranken-/Altenpfleger, Reinigungskräfte,....sich keine Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsstätte leisten können, stundenlange und kostspielige Anfahrtswege benötigen?
- Ist es richtig, daß in "einem der reichsten Länder dieser Welt" Millionen "Rentner" auf Zusatzeinkommen angewiesen sind, durch Plastikflaschen sammeln, Abfallbehälter durchwühlen, sich nur durch Besuch von "Tafeln" ausreichend ernähren zu können?
- Ist es richtig, daß Hunderttausende -wenn nicht Millionen Obdachlose "unter den Brücken" nächtigen müssen, weil Wohnraum unbezahlbar geworden ist?

Ist das die "Soziale Marktwirtschaft", die wir mit unseren "westlichen Werten" mit allen Mitteln verteidigen müssen.
(Von "Christlichen Werten" ganz zu schweigen, in unserer so säkular aufgeklärten Gesellschaft.)
Erkennt ihr "Marktwirtschaftler" wenigstens "Humanistische Werte" an?

Diese Erde gehört doch uns allen - so heißt es doch immer wieder.

Beitrag melden
bunthehill 02.05.2019, 11:39
374. hört hört...

da denkt Herr Kühnert mal ein wenig weiter als über die Vorgaben der Wirtschaftlobbiisten hinaus und stellt einen (nicht zwingend erforderlichen) logischen Schluss zu den aktuellen Verhältnissen auf und schon beginnt das bashing der politischen Wirtschaftsvertretung in Form von "unter die Gürtellinie gehenden" Aussagen.
Nur mal so als Anekdote am Rande, da es ja auch immer runter gemacht wird. Harz IV verschlingt im Jahr ca. 60 mrd ? an Steuergeldern+ Nebenkosten Ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde den Staat ca 70 mrd ? kosten und aller Wahrscheinlichkeit nach die Nebenkosten einsparen. (Finnland hat es mit positiven Effekten getestet)
Mit einer Reichensteuer lassen sich viele Dinge des Haushaltes der Regierung besser zahlen, als die Mittelschicht weiter auszunehmen. ( Unter Kohl gängige Praxis gewesen... und sicherte die Renten zum damaligen Zeitpunkt...ach ja, die Wirtschaft hat nicht darunter gelitten, es gab sogar steigenden Wirtschaftswachstum in dieser Zeit...)
und die Mieten waren ebenfalls erschwinglich...Ein Großteil der Immobilien war ja auch noch nicht privatisiert und die Kosten waren geringer, als aktuell, da durch die steigenden Mieten der Haushalt mehr belastet ist ( Wohngeld für die Minijobber oder schlecht bezahlten Arbeitnehmer der so aktienflexiblen Wirtschaft...!!! ?)
Aber ja, wenn die Wirtschaft "Platz" ruft, machen die Damen und Herren in Berlin für den Nachtisch auch noch Männchen...Logik hin oder her...

Beitrag melden
Here Fido 02.05.2019, 11:39
375.

Zitat von fluxus08
Derartige Wünsche, alles sozialisieren zu wollen, kommen besonders oft von Zeitgenossen, die in ihrem Leben nur auf Kosten der Gesellschaft gelebt haben und selbst nichts auf die Reihe bekommen. Kühnert passt super in diesen Anforderungskatalog: abgebrochenes Studium (auf Kosten der arbeitenden Klasse), dann Job in einem Abgeordnetenbüro mit gleichzeitiger Aufnahme eines Studiums der Politikwissenschaft, welches z.Zt. ruht. Das sind die Helden, die anderen erklären wollen, wie das Leben funktioniert!
Bei Herrn Kahrs ist das für Sie in Ordnung?

Ist übrigens ein alter und ziemlich einfältiger Weg sich einer sachlichen Argumentation zu entziehen.

Beitrag melden
theremingenieur 02.05.2019, 11:41
376.

Herr Kühnert hat m.E. zumindest dort recht, wo er sagt, dass es nicht so wie bisher weitergehen kann. Aktuell bekommt der Arbeiter einen ungerecht kleinen Anteil an der Wertschöpfung zu der er massgeblich beiträgt, während andere ohne zu arbeiten ungleich grössere Anteile abschöpfen.
Das heisst, der Arbeiter trägt mit seiner ungerecht niedrig bezahlten Tätigkeit auch noch aktiv zur Umverteilung von unten nach oben bei.
Diese Perversion ist offensichtlich und kann so nicht unwidersprochen weitergehen, da gebe ich Herrn Kühnert recht.

Beitrag melden
oalos 02.05.2019, 11:43
377. Die Spießerbezirke.

Zitat von astistia
.. genügend Wohnraum in Berlin. Es ist nur so, dass die Leute alle in die Spießerbezirke (auch Hipster Bezirke genannt) wollen. Es ist in Berlin auch Leben außerhalb des S-Bahn Rings möglich !!!!
Das waren aber Anfang der 90er noch ganz normal durchstrukturierte Kieze. Mit Bäckern, kleinen Handwerkern, Läden, etc. statt Schischi-Shops. 90 % der Urbevölkerung wurden vertrieben. Ich sage ausdrücklich: vertrieben. Und das hat auch längst ausserhalb des S-Bahn-Rings begonnen -- vielleicht meinten Sie ja: außerhalb des Autobahn-Rings ?! Aber dann sagen Sie doch gleich: Nauen. Jüterbog. ...

Beitrag melden
Fuscipes 02.05.2019, 11:44
378.

"das rückwärtsgewandte und verschrobene Retro-Weltbild eines verirrten Fantasten",
wie und ob Andreas Scheuer die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft verwirklichen möchte, darf er gerne erläutern, wenn er seine Hausaufgaben gemacht hat.

Beitrag melden
reswer 02.05.2019, 11:44
379. Theoretisch ist alles machtbar.......aber bei der Umsetzung...

Zitat von antelatis
Ein offener und demokratischer Sozialismus würde funktionieren (so etwas gab es bis jetzt noch nirgends auf der Welt!). Er wäre nicht nur gerechter und moralischer, sondern langfristig gesehen ökonomisch auch noch viel Effektiver als der Kapitalismus. Der Kapitalismus ist eine riesige Verschwendungsmaschine und bremst die Entwicklung extrem. Die meisten hier haben sich höchsten bei einem Glas Bier mal über dieses Thema unterhalten und haben deshalb keine Ahnung. Wenn man sich richtig damit beschäftigt, wird mal schnell feststellen, dass so ein System die Lösung fast aller Probleme wäre. Darunter leiden würden nur die Leute, die im Moment steinreich sind und das Sagen hier haben ...
Sie schreiben:
Ein offener und demokratischer Sozialismus würde funktionieren (so etwas gab es bis jetzt noch nirgends auf der Welt!).

Es wird nie einen demokratischen Sozialismus geben...….
Demokratie und Sozialismus sind wie Feuer und Wasser!

Wilhelm Liebknecht, Marxist und einer der Gründerväter der SPD, verstand Demokratie und Sozialismus seit 1869 als untrennbare und einander ergänzende Aspekte einer freien und gerechten Zukunftsgesellschaft!

Der Mensch ist für solche Überlegungen nicht geeignet.

Beitrag melden
Seite 38 von 56
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!