Forum: Politik
Kritik an Merkels Türkei-Reise: "Kein Ersatz für eine organisierte Flüchtlingspolitik
AFP

Kanzlerin Merkel ist in Ankara gelandet, FDP-Europapolitiker Lambsdorff bezweifelt den Sinn der Türkei-Reise: Dies sei kein ernsthafter Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise.

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jumbing 08.02.2016, 09:59
1.

Das Ergebnis dieser Reise wird wohl sein, daß der Türkei noch mehr Milliarden zugesagt werden. Dieses Geld wird in dubiosen Kanälen verschwinden und nicht ein einziges Problem ist dadurch gelöst. Aber Merkel war mal wieder in den Nachrichten und ihrem blinden Aktionismus wird Beifall geklatscht.

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querdenker101 08.02.2016, 10:03
2. Mit einem

Kriegstreiber und Händler des IS, der nur eigene Ziele verfolgt und seit geraumer Zeit die selbst erzeugten Flüchtlinge als Erpressermasse sieht, um aus EU-Mitteln seine Kriegskasse zu füllen, zu verhandeln, ist überflüssig. Der Türkei steht das Wasser bis zum Hals. Russisches Embargo, massive Streichungen von Touristenbesuchen, niedrige Lira und vor allem die nun fehlenden guten Geschäfte mit dem IS, zwingen Erdogan zu solchen Handlungen, um nicht in der Türkei in Ungnade zu fallen. Sie wäre besser nach Griechenland gefahren, um dort die Grenzschutzpflichten mit den kommenden Hilfszahlungen zu verknüpfen. Selbstverständlich muss der Türkei bei der Bewältigung der Flüchtlinge mit Sachmitteln geholfen werden.

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sag-geschwind 08.02.2016, 10:04
3. Versorgung in Syrien

Wo liegt das Problem, wenn man die Flüchtlinge in Syrien versorgt - wenn sie denn ausreichend versorgt werden? Merkel will auch diese Menschen noch auf den EU-Arbeits-"Markt" werfen?
Würde Merkel im Gegenzug auch jährliche Lohnzuwächse von 10 % befürworten?

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spontanistin 08.02.2016, 10:07
4. Flüchtlingspolitik?

Ein perverseres Wort gibt es kaum. Meint man wirklich, mit politischen Mitteln Flüchtlingsströme zu generieren und steuern zu können? Hybris, weil man meint, sich steuernd in weltweite Kriege einmischen zu können oder allen Flüchtlingen helfen zu können. Allenfalls läßt sich eine Einwanderungspolitik vorstellen. Und für humanitäre Aktionen gibt es das UNHCR! Spielen nun alle verrückt angesichts der anstehenden Wahlen?

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franz.v.trotta 08.02.2016, 10:16
5.

"Die EU fordert die türkische Regierung auf, die Flüchtlinge ins Land zu lassen." - "Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Regierung in Ankara nun erneut drängen, die Grenzen zur EU stärker abzuriegeln." Wird in diesen beiden - korrespondierenden - Feststellungen die Merkelsche Humanität sichtbar? oder ein klares Konzept? oder Hilflosigkeit? oder Schadensbegrenzung (auch im Blick auf die im März anstehenden Wahlen)? - Ich glaube, dass Merkel weitere Milliarden (Steuergelder) einsetzen wird (muss), um die schlimmsten Folgen ihrer verfehlten Flüchtlingspolitik abzumildern. Und, leider: die Solidarität der europäischen Partner hat Merkel verspielt. Mit weitreichenden Folgen für Deutschland und die EU.

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xaver1967 08.02.2016, 10:17
6.

Das Problem für die Türkei ist, dass die EU eine sofortige Umsetzung der ihr nützlichen Maßnahmen fordert, Ihre Zusagen jedoch selbst nicht eingehalten hat, bzw. es schon historischen Charakter hat, diese Zusagen karottenähnlich der Türkei vor die Nase zu hängen. Das Selbsbewusstsein etwas einzufordern, ohne die eigenen Zusagen erfüllt zu haben musst du erst einmal haben. Wenn Erdogan alle Sinne beisammen hat, lässt er zunächst die EU liefern.

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wahrsager26 08.02.2016, 10:21
7. Gang nach Canossa

mehr nicht!Es zeigt die merkelsche Politik,verfahren und zusammenhanglos.Hoffentlich werden Herrn Erdogan nicht noch unhaltbare,aber dafür alternativlose Versprechungen gemacht...!Geld,da die Not groß ist,wird keine Rolle spielen-wir Bürger sind ja noch da und werden eifrig Geld verdienen und dann abführen.Danke

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lövgren 08.02.2016, 10:23
8. Nach dem Motto...

... Wer hat sich noch nicht zur Flüchtlingskrise geäüßert, heute Herr Lambsdorff, dessen Job es wäre, sich in Brüssel und Straßburg um eine gerechte Verteilung zu sorgen. Aber mitschwätzen ist halt einfacher. Ändert sich nichts in der FDP.

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Herr Jedermann 08.02.2016, 10:25
9. Die Getriebene

"In der EU werden die bisherigen Anstrengungen der Türkei als nicht ausreichend angesehen."
"Die EU hat Ankara bereits mindestens drei Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge im Land zugesagt."
Diese beiden Sätze sagen alles. Die Türkei hat bereits 2,5Millionen Flüchtlinge aufgenommen und von der EU noch keinen einzigen Euro bekommen.
Ich denke die Verhandlungsposition Merkels bzw. der EU ist eher schlecht als recht. Erdogan hat das Heft des Handelns in der Hand. Er weiß, dass Deutschland-Merkel in Europa so ziemlich alleine da steht und zudem mit dem Rücken zur Wand, entsprechend werden seine Forderungen sein. Schade, dass es soweit gekommen ist, dass uns die Türkei ihre Forderungen diktieren kann und wir die Kurden in der Türkei sich selbst überlassen müssen.

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