Forum: Politik
Kritik an NGOs: "Viele Hilfsprojekte bewirken wenig oder gar nichts"
Reuters

Die US-Politikwissenschaftlerin Patrice McMahon kritisiert in einer Studie große internationale Nichtregierungsorganisationen: Diese seien im Westen "romantisch verklärt" worden - dabei sei deren Arbeit bisweilen sogar kontraproduktiv.

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gg0815 31.07.2019, 13:24
30. NGO's

da bin ich ganz bei der Autorin müssen nicht prinzipiell differenziert betrachtet werden. Die Organisationsformen der NGO's das ist nun nur meine Meinung bergen enorme Risiken. Zwei Beispielrisiken: Diejenigen welche das Geld einbringen legen auch gern die Richtung fest. Nicht offiziell und direkt nein das nicht sondern meinem Empfinden nach viel schlimmer. Diejenigen welche das Geld einholen und/oder ausgeben haben allzu leicht sehr starkes Interesse an Nachschub der Mittel und Fortsetzung "Ihres Projektes".

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frankfurtbeat 31.07.2019, 13:31
31. zahlreiche ...

zahlreiche NGO´s glänten vor allen Dingen mit einem riesigen Verwaltungsaufwand am Sitz der Organisation und dienen ersichtlich auch hin und wieder als Steuervermeidungstool für deren superreiche Gründer.
Schön wäre eine Aufstellung zu erhaltenen Geldern und was davon tatsächlich ganz unten ankommt. NGO´s können natürlich auch auf Politik und Gesellschaft beeinflussend wirken.

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Shismar 31.07.2019, 13:32
32. Unnötiges Buch

Aus der vermutlich zutreffenden Analyse, dass Friedens - und Demokratiemissionen in Ex-Jugoslawien wenig Einfluss haben auf alle NGOs zu pauschalisieren, ist doch wohl grober Unfug. Als nächstes dann die Aussage, dass Herr Soros alles richtig macht und doch nur Transparenz und Rechenschaftlichkeit gefördert werden soll. Ich hab da Neuigkeiten für die Dame, nichts anderes passiert seit Jahrzehnten.

Klar, jeden Tag wird wieder eine NGO gegründet und die muss allgemein anerkannten Kriterien genügen. Nicht alle tun das aber, Überraschung, die allermeisten.

Viel schlimmer finde ich, dass Regierungen NGOs die ihnen nicht passen verbieten. Das geschieht nicht nur mit internationalen Organisationen, sondern genauso mit lokalen, und nicht nur mit politisch orientierten Organisationen, sondern genauso mit Umweltschutz- oder Entwicklungs-NGOs. Ein Buch, dass pauschal NGOs kritisiert finde ich da überflüssig bis kontraproduktiv.

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Der rote Fuchs 31.07.2019, 13:34
33. Und das Wichtigste ist:

Zitat von Leser_01
Das stimmt so nur eingeschränkt, denn es werden zumindest Jobs für NGO-Mitarbeiter geschaffen.
die fühlen sich als Gutmenschen, ebenso die Spender. Was den Betroffenen bringt ist zweitrangig. Ich hatte mal ein Job-Angebot: wir brauchen das Geld und wir wissen was wir damit tun wollen. Du kommst und repräsentierst das Ganze. Die Entwicklungsländer haben oft ausgezeichnetes Personal, ausgebildet in den USA und Europa. Die brauchen keine ausländischen Experten, nur Geld, und die Möglichkeit, die korrupten Machtpositionen in ihrem Herkunftsland auszuschalten.

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damianschnelle 31.07.2019, 13:40
34. In

vielen Fällen sollte man eigentlich nicht mehr von NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN sprechen. Bei der Recherche zu den Finanzen stehen oft Regierungsstellen ganz vorn. Somit ist auch ein gewisser Einfluss dieser Stellen möglich. Dies trifft sowohl auf NGOs in Europa als auch den USA zu.

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rujex 31.07.2019, 13:46
35.

Zitat von dan.donot
Im Artikel wird weitläufig und generell über große NGOs geschrieben. NGOs sind global handelnde Organisationen, eine generelle Kritik an deren Vorgehensweise oder den Erfolgen finde ich nach Forschung im Kosovo ein wenig weitgreifend. Außerdem stellt sich mir vielmehr die Frage warum die NGOs so handeln. Die NGOs haben zu mindestens in Deutschland große Transparenzpflicht und nehmen diese auch ernst, zu mindestens wenn sie ein e.V. im Namen tragen und somit Umsatzsteuer befreit sind. Also bitte lieber Keno Verseck:Um welche NGOs geht es hier genau????
E. V. im Namen hat nur bedingt etwas mit Transparenz zu tun. Das Finanzamt prüft lediglich die Gemeinnützigkeit, also dass erwirtschaftete Einnahmen nicht an Personen oder Organisationen im Sinne eines Gewinnes ausgeschüttet sondern in den Zweck investiert werden. Ein Verein muss einmal im Jahr bei einer MItgliederversammlung gegenüber seinen MItgliedern rechenschaft abgeben. Jede andere juristische Person, GmbH, Aktiengeselschaft usw. muss dies auch.

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seine-et-marnais 31.07.2019, 13:47
36. NGOs

Mit den NGOs ist es wie bei einstigen 'linken' Verhaltungsweisen. Die studentischen 'Mitfahrerzentralen' sind zu gewinnbewussten Internet-Portalen degeneriert, die Anschlagzettel um seine Bude in den Ferien zu vermieten sind zu Air-BNB und anderen Firmen geworden die aus steuertechnischen Gründen ihren Sitz in Irland haben und zwischenzeitlich Weltstädte in ihren Festen erschüttern durch die Vermietung an Touristen und Wohnungsknappheit für die Bewohner erzeugen, warum sollten die 'Sammelaktionen für Opfer von Erdbeben, Überschwemmungen un d anderen Naturkatastrophen', nicht zur Charity-Industrie verkommen, und es gibt da zahlreiche Beispiele.
Dazu kommt dass viele NGOs von Staaten oder staatlichen Organen 'unterwandert' sind und deshalb schlichtweg nicht mehr glaubhaft. Und zu guter Letzt gibt es jetzt NGOs die schlichtweg zum Gesetzbruch aufrufen und ihn auch noch betreiben, siehe Rackete die unter dem Jubel bestimmter Medien gegen ein Urteil au EU-Ebene verstossen hat.

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seine-et-marnais 31.07.2019, 13:47
37. NGOs

Mit den NGOs ist es wie bei einstigen 'linken' Verhaltungsweisen. Die studentischen 'Mitfahrerzentralen' sind zu gewinnbewussten Internet-Portalen degeneriert, die Anschlagzettel um seine Bude in den Ferien zu vermieten sind zu Air-BNB und anderen Firmen geworden die aus steuertechnischen Gründen ihren Sitz in Irland haben und zwischenzeitlich Weltstädte in ihren Festen erschüttern durch die Vermietung an Touristen und Wohnungsknappheit für die Bewohner erzeugen, warum sollten die 'Sammelaktionen für Opfer von Erdbeben, Überschwemmungen un d anderen Naturkatastrophen', nicht zur Charity-Industrie verkommen, und es gibt da zahlreiche Beispiele.
Dazu kommt dass viele NGOs von Staaten oder staatlichen Organen 'unterwandert' sind und deshalb schlichtweg nicht mehr glaubhaft. Und zu guter Letzt gibt es jetzt NGOs die schlichtweg zum Gesetzbruch aufrufen und ihn auch noch betreiben, siehe Rackete die unter dem Jubel bestimmter Medien gegen ein Urteil au EU-Ebene verstossen hat.

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steppenwolf81 31.07.2019, 13:50
38. Wer legt fest was richtig ist?

NGO's folgen ihren Statuten und postulierten Zielen. Ob diese im Einsatzgebiet erwünscht, gesellschaftskompatibel einsetzbar oder nachhaltig sind, ist eine andere Frage. Wer aber hat die Deutungshoheit darüber, was für die Menschen richtig ist und wer hat die NGO's überhaupt explizit zur Handlung beauftragt? Große, spendenfinanzierte Vereine werben Spenden ein, indem sie oft pathetisch und sentimental Bilder und Ziele ausmalen, deren Erreichen der einzelne Spender aber in seltenen Fällen nachprüfen möchte oder kann. Die Kombination aus fehlender Rechenschaftslegung und Pseudo-Beauftragung ist brenzlig. Spenden sind mir daher am liebsten, wenn sie konkret zweckgebunden sind und das Projekt auf endlich bestimmt ist. Entwicklungshilfe gehört nur in einen mit der Regierung des Ziellandes außenpolitisch vereinbarten Rahmen. Zu oft unterliegt der Westen dem Glauben, an seinem Tun und Wesen würde die Welt genesen. Und wer so auftritt, darf sich nicht über zunehmenden politischen Gegenwind beklagen.

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rujex 31.07.2019, 13:52
39.

Zitat von timoluege
Ich bin etwas verwundert, dass dieses Buch (das Original erschien bereits 2017) jetzt auf Deutsch erscheint. Mein Problem ist, dass die Autorin sich auf die Zeit zwischen 2000 und 2010 bezieht. Das ist 19 bzw. 9 Jahre her und seitdem hat sich viel getan! Nach der Tsunami 2004 wurden massive Anstrengungen unternommen um humanitäre Hilfe besser zu koordinieren. Zusammen mit den Erfahrungen aus den Erdbeben in Haiti (2010) und in Pakistan wurde aus diesem Grund 2011 die "Transformative Agenda" der großen Hilfsorganisationen verabschiedet. 2016 wurden im Zuge des Humanitarian Summit nochmal Verbesserungen vorgenommen, vor allem was Partizipation der Bevölkerung und Finanzierung von lokalen NGOs betrifft. Diese ganzen Entwicklungen sind außerhalb des von der Autorin beobachteten Zeitraums. Das ist zwar nicht ihre Schuld, aber ich wundere mich ein bisschen dass der Verlag das Buch heute auf den Markt bringt und hätte mir gewünscht, dass der Interviewer die Veränderungen, die in den letzten Jahre stattgefunden haben, auch angesprochen hätte.
Die Dame ist Wissenschaftlerin. Sie kann nur Daten aus der Vergangenheit auswerten und hieraus Rückschlüsse ziehn. Daten beziehen sich insofern immer auf die Vergangenheit. Ob die Veränderungen, die Sie beschreiben, überhaupt wirksam waren, kann erst in der Zukunft bewertet werden, wenn entsprechende Daten vorliegen. Diese müssen nämlich erhoben ausgewertet usw. werden - was Zeit braucht.

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