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Kritik an Trump: Schulz ruft zu Widerstand auf, Lindner warnt vor Entfremdung
DPA

Sich Trump mit allem in den Weg stellen: Auch SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat nun den US-Präsidenten kritisiert. FDP-Chef Lindner hingegen zeigte sich angesichts des Tonfalls gegenüber den USA empört.

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i.dietz 30.05.2017, 01:00
1. Die Arroganz und Überheblichkeit

der sogen. "Elite-"Politiker Schulz, Gabriel, Steinmeier und auch Merkel wird diesen noch einmal ganz böse auf die Füße fallen !

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foerster.chriss 30.05.2017, 01:05
2. Die deutsche Regierung kritisiert Trump's Regierung nicht die USA.

Und um es noch einmal zu belegen, sei der Regierungssprecher erwähnt, der genau dies noch einmal bestätigte. In der Politik sollte man die Hoffnung nicht gleich mit einem Regierungswechsel aufgeben, Chancen ermöglichen. Merkel tat dies. Und nutzte den richtigen Zeitpunkt, um sich von Trump klar zu distanzieren. Seine Auftritte in Europa (und Israel) waren dem eines Staatsführers unwürdig, peinlich. Zu Trump wurde alles geschrieben, man muss nicht mehr weiter auf seine Persönlichkeitsstörungen und sein "Wertekorsett" eingehen. Schulz bedient jetzt die Kriegsgegner. Richtig in der paradiesischen Theorie, falsch in der realen Praxis. Wenn Russland nach Europa einmarschiert, werden Worte dagegen nicht helfen. So einen braucht man auch nicht wählen. Ein Messias hilft leider nicht. Lindner bedient die Transatlantiker, sagt aber nur das, was die Kanzlerin bereits erwähnte. Hier konstruiert er einen nicht existierenden Gegensatz, oder kurzum Geschwafel.

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kleinsteminderheit 30.05.2017, 01:12
3. Da fehlt was

Schulz hat noch keine schlüssige Antwort, wie Deutschland und Europa die äußere Sicherheit gewährleisten sollen. Ohne die Garantiemacht USA wird das wohl teuer werden. Es war ein Fehler die Finanzierung des überfälligen Gerechtigkeitsprogramms auf einer Abrüstungsdividende aufzubauen. Den Bürgern ist klar, dass soziale Gerechtigkeit nur mit innerer und äußerer Sicherheit funktioniert. Da muss nachjustiert werden, denn ohne Sicherheit keine Mehrheit. Schulz ist eigentlich ein vernünftiger Mann. Man kann aber den Eindruck bekommen, dass das Willi Brandt Haus eine geschützte Einrichtung für Phantasten und Utopisten ist, die ihrem Kandidaten konsequent Ziele und Strategien nahelegen, die nicht mehrheitsfähig sind, unnötig Ängste wecken und nicht auf die drängenden aktuellen Fragen eingehen.

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Christian Svenssson 30.05.2017, 01:13
4. Trump ist nicht die USA

Viele Politiker, wie Lindner, wollen absichtlich die Bundeskanzlerin falsch verstehen, Sie hat nicht die USA kritisiert, sondern das ungezogene Kind Trump.

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Derpittydoo 30.05.2017, 01:13
5. Am europäischen Wesen soll die Welt genesen...

War es nicht Schulz, der zusammen mit seinem guten Freund Juncker jenseits jeglicher Verantwortung und den weniger angenehmen Gegenden Brüssels von einem Gerüst der "Vereinigten Staaten von Europa" und einer gemeinsamen europäischen Armee träumte, ungeachtet dessen, was nationale Parlamente oder das Elektorat davon halten mögen? Ein wahrer Champion der Demokratie, aber dann wiederum ist man ja laufende Oxymora unter den Sozialdemokraten gewohnt.

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AlBundee 30.05.2017, 01:27
6. Juckreiz

Die Rolle der USA als Führungsmacht ist futsch. Nationen führen kann nur, wer ihnen in der gesellschaftlichen Entwicklung voraus ist, stärker ist, sich der Verantwortung bewusst ist, die mit dieser Stärke einhergeht und bereit ist, diese wahrzunehmen und auch ein Stück weit durch Vorbild zu führen. Vieles davon traf lange Zeit auf die USA zu. Als in Europa noch finsterste feudale Verhältnisse herrschten, konnten viele Europäer in den USA bereits ein vergleichsweise freies neues Leben beginnen. Frei auch im Sinn von ungeregelt und wild. Man hatte die Freiheit, sich in der Wildnis seinen Claim abzustecken, war dann aber auch auf sich gestellt, wenn es darum ging, ihn gegen Indianer und Outlaws zu verteidigen. Dieser uns Europäern regellos erscheinende Wettstreit der Individuen war gut für die Innovationsfreudigkeit. Jahrhundertelang kamen viele technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Errungenschaften aus den USA. Elektrisches Licht, Telekommunikation, Aktiengesellschaften, freiheitliche Verfassung noch vor der französischen Revolution, Fliessbandautos, Computer, Spielfilme, Musiktrends, Hippies, Friedensbewegung. Allerdings machte die innovative Kaft nicht nur im Positiven halt. Sklaverei als solider Grundstein des Rassissmus. Ungekannte Konzentration von Geld und Macht in wenigen Händen. Mafia (die Pizza wurde in Chicago erfunden, nicht in Italien). Waffenbesitz als Gen in der DNA des Amerikaners aus Indianerzeiten. Man hatte den Eindruck, dass sich diese Wunden langsam schliessen. Die USA hatten zwar auf der ganzen Welt in Konflikten ihre Finger im Spiel, waren mir aber insofern sympatisch, als nie die Besatzung oder Wegnahme von Land das Ziel war, sondern es immer um Freiheit ging. Auch wenn dieser Freiheitsbegriff und die Vorstellung, ihn wie ein Produkt exportieren zu können, Europäern naiv oder aggresiv vorkommt. Ein schwarzer Präsident war zwei Amtszeiten im Weissen Haus. War das vielleicht noch zu früh für viele Amerikaner? Alte Wunden scheinen mit Macht gerade wieder aufzubrechen: Rassissmus bis ins Weisse Haus, ein ererbter (bei Trump in der 3. Generation) Geldfeudalismus stürzt sich mit all ihren Schwippschwagern auf Schlüsselpositionen in der Politik, betreibt Schutzgelderpressung als Grundlage internationaler Verteidungsbündnisse, und bringt soviele Waffen unter die Araber, dass Frau Winchester in ihrem Geisterhaus täglich zwei neue Treppen baut. Die Declaration of Independence und die Bill of Rights sind heute nicht mehr, als Gutscheine für zweimal in den Wald scheissen. Im Ernst. Lesen sie die mal durch, während sie mit dem anderen Auge in die Presse von heute gucken. Nein, die USA befinden sich in diesem Moment nicht im erforderlichen Zustand für eine Rolle als Führungsmacht. Sie sind jetzt "nur" noch eine Supermacht. Wenn sich im Flohzirkus Europa jetzt allerdings bei der Wahlkampftrapeznummer die Flöhe darum streiten, wer sich darüber am lautesten echauffieren kann, wird das weder diese noch die anderen Supermächte jucken.

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schocolongne 30.05.2017, 01:28
7. Na ja, liebe Tante SPD...

...auch ein tumber Donald Trump im fernen Amerika ersetzt keine überzeugende eigene Programmatik für Deutschland zur Bundestagswahl. Mehr als wohlfeile, abgedroschene Sprüche is offensichtlich nicht.

Leider wird ein Martin Schulz durch bloße Willensbekundung genau so wenig zu einem deutschen Macron, wie ein Spargeltarzan zu einem Schwarzenegger in voller Blüte. Siegfähig wird allenfalls ein echtes Original und keine Möchtegern-Kopie sein und daran mangelt es bei dir leider, liebe Tante SPD.

Im Grunde hat Peer Steinbrück mit seiner Polemik zur SPD völlig recht, verkennt allerdings, das er selbst Teil des Problems und nicht der Lösung war und ist.

Und FDP-Lindner? führt die unselige Tradition der alten FDP als überhebliche Besserwisser-Partei ungerührt fort, ist also so etwas wie eine One-man-SPD.

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tsitsinotis 30.05.2017, 01:32
8. Herr Lindner, Dialog mit Donald Trump?

Dann fangen Sie schnell mit Wrestler-Training an;-)--- Aber natürlich Dialog mit allen demokratischen Kräften in den USA.

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melnibone 30.05.2017, 01:40
9. Was für ein ...

selbstvergessener und selbstgerechter Ponyhof doch ´unsere´ politischen ´Laiendarsteller´ doch so so gerne wären.
Der ´böse´ amerikanische Präsident ... so dilettantisch er auch Auftreten mag, hat doch noch kein einziges Band tatsächlich durchschnitten. Hat ungeheueren politischen Gegenwind in seiner Heimat und lernt und lernt oder auch nicht.
Reine Wählerverblödung.
Die GroKo´s haben wieder ein ´erweitertes´ ´Wahlkampf-Thema´ vor die Senk- und Spreitzfüsse geworfen bekommen.
... Und ausgerechnet Die ... sollen Europa wieder Aufrichten.
Als Süd- oder Osteuropäer würde ich schon mal mit Kopfschütteln anfangen.
Dazu noch ´innere´ Sicherheit und schon ist die Wahlprogramm-Matsche wieder zusammengerührt.
Diese GroKo und ihre famose Politik kann jeden Tag in jedem Resort und jedem bisherigen Nach-der Wahl-Programm entzaubert werden.
Ach so die Maut ... kommt ja doch.
Die soziale Entzweiung hat die SPD schon gar nicht mehr ... in ihrer Agenda.
Ich erinnere mich sicher im September.

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