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Kritik vom Ex-Parteichef: Gabriel bringt SPD-Linke gegen sich auf
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Der Ex-Chef kann es nicht lassen: Sigmar Gabriel hat erneut den Kurs seiner SPD kritisiert - angeblich konzentriert sich die Partei zu sehr auf Minderheitenthemen. Damit erntet er Widerspruch.

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shardan 04.08.2019, 20:12
1. Nichts

Nichts braucht die SPD mehr als einen Ex-wäre-gern-Kkanzler-geworden, der öffentlich eine weitere Spaltung der SPD von Innen heraufbeschwört. Herr Gabriel soll seione "Atlantik-Brücke" der deutsch-amerikanischen Freundschaft zu Trump tragen und ansonsten solche Bärendienste unterlassen. Die SPD ist ohnehin aufgemischt genug und weitgehend orientierungslos. Es braucht keine Belehrungen von Ewiggestrigen, die das nutzen wollen, um überholte Standpunkte zu restaurieren.

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Teletomat 04.08.2019, 20:21
2. Muss man Gabriel mögen?

Wohl eher nicht. Aber er liegt hier richtig. Die SPD hat keinen blassen Schimmer mehr wer ihre Klientel eigentlich ist.

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matthias0815 04.08.2019, 20:29
3. nix gelernt

Schon interessant, dass die Leute bei der SPD, die am lautesten Einigkeit und eine Konzentration auf die Sachthemen fordern, alle Nase lang ihre Kritik an Parteigenossen und Programm absondern müssen. Das gilt für Kühnert und Gabriel gleichermaßen. So hat sich die SPD selbst runter auf 13 Prozent geprügelt. Traurig.

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tamna 04.08.2019, 20:29
4. Er hat recht.

Die Konzentration auf Kleinstinteressen hat zu dem Punkt geführt, an dem sich die SPD befindest: Sie wird zu unwichtigen Kleinstpartei, die praktisch niemanden mehr repräsentiert.

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kodu 04.08.2019, 20:33
5. Aufgepasst Sozialdemokraten...

...wenn sich die verbliebenen Aufrechten in der SPD nicht zügig zusammenschließen, könnte es, schwuppdiwupp, ein Führungsduo Gabriel/Schwan geben.
Gabriel ist rhetorisch stark, wenn auch nicht inhaltlich, und er wird in Medien viel Gelegenheit bekommen, sich zu spreizen. Das sollte man nicht unterschätzen.
Die Kräfte, die der SPD unter Schröder den Agenda-Verrat nahegelegt haben, sind ja noch irgendwo und nun wird Gabriel vorgeschickt, um (für sie) Schlimmeres zu verhindern.

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kfvk-07 04.08.2019, 20:35
6. Leider hat er recht

Mich interessieren leider viele der ganz wichtigen Themen der SPD schon länger nicht mehr wirklich. Früher war das einmal anders. Deshalb schaue ich bei anderen Parteien, ob ich da meine Interessen besser vertreten finde. Dumm für die SPD und auch für mich, weil leider alle meinen die Grünen bei der Rettung der Welt überholen zu müssen oder die Linke bei der Lösung von sozialen Fragen.

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Schartin Mulz 04.08.2019, 20:35
7. Lieber Herr Gabriel,

ich gehöre ja dieser ominösen Schicht der "leistungsbereiten Arbeitnehmer" an.
Und finde die SPD alles andere als "zu links".
Denn "links" bedeutet für mich, eher die Interessen der Arbeitnehmer im Auge zu haben als die der Arbeitgeber. Seit dem "Genossen der Bosse" ist das vorbei.
Senkung des Spitzensteuersatzes, Kürzungen von SOzialleistungen , vor allem der beschleunigte Abstieg, wenn man nach längerer Berufstätigkeit arbeitslos wird, Verschlechterung beim Kündigungsschutz, Veshclechterungen bei der Rente,.......
Das ist das Ergebnis der Regierungspolitik der SPD. Dafür hätten wir 1998 auch die FDP wählen können. Wäre vermutlich besser gewesen, weil die ja wenigstens eine Oppositon gegen diese Pläne gehabt hätte.
Es ist ja oft so, dass Politiker, nachdem sie aus dem Amt geschieden sind, noch wichtighe Impulse geben können. Helmut Schmidt ist ja das Paradebeispiel. Oder Geißler, der ohne Amt viel vernünftigeres von sich gegeben hat als vorher.
Aber Sie treten nach. Seit ihrem Rückzug spielen SIe den Beleidigten.
Dabei versuchen die aktuellen SPD-Politiker, das wieder zu richten, was Ihre Generation zerschlagen hat,

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Außendienst_09 04.08.2019, 20:36
8. Wo er Recht hat...

So eine präzise und treffende Analyse hätte ich ihm gar nicht zugetraut. In den letzten Jahren ist die SPD immer weiter nach links gerückt. Trotzdem hat sie massiv Wähler verloren. Als Volkspartei muss ich aber die Mitte besetzen, nicht den Rand. Das können Linke und Grüne wirklich besser. Wer wählt schon die schlechte Kopie, solange es die Originale gibt?
Die Ansichten von Hr Gabriel sind mitnichten 'ewiggestrig' und nur weil er nicht unbedingt Sympathieträger ist müssen seine Aussagen nicht zwangsläufig falsch sein... Wenn Hr Stegner meint für die ganze SPD zu stehen, soll er doch kandidieren. Mit ihm als Spitzenkandidaten würde die SPD bald an der Fünfprozenthürde scheitern...

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Sensør 04.08.2019, 20:39
9. Wenn das die Wahre SPD sein soll ....

Wenn das die Wahre SPD sein soll, kann der Laden auch geschlossen werden. Personen wie Gabriel, Schröder, Schwan und Sarrazin gehen zur CDU, und die Anderen gründen eine sozialdemokratische Partei.

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