Forum: Politik
Kritik an Wagenknecht: Der falsche linke Reflex
DPA

Als Sahra Wagenknecht nach den Anschlägen in Deutschland schrieb, Merkels Satz "Wir schaffen das" sei leichtfertig gewesen, ereiferten sich ihre Gegner aus der eigenen Partei. Darf man als Linker die Flüchtlingspolitik nicht kritisieren? Das wäre fatal.

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tomkater 02.08.2016, 14:53
40.

Zitat von markzwanzig
Aber Wahrheiten aussprechen ist in der Politik von links bis rechts leider nicht gewünscht.
Das Bauchgefühl einer gefühlten Mehrheit ist noch lange keine Wahrheit.

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vincent-april 02.08.2016, 14:54
41. Scheuklappen helfen nicht,

wenn man ein Problem umfassend erörtern will. Das gilt für alle politischen Richtungen. Deshalb danke für diesen Artikel.

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rdexter 02.08.2016, 14:54
42.

Zitat von Partieller Augentinnitus
Wagenknechts Statement richtete sich auch gegen legale Einwanderer, also Einwanderer, die sich, meinetwegen auch aus dem europäischen Ausland einem legalen Einwanderungsverfahren unterzogen haben. Zitat Wagenknecht: "Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen UND Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, ..." Also, alles Fremde ist "schwierig"- das kann man so auch von den Putin-nahen AfD-Anhängern hören.
Ich denke, sie möchte den Fokus auf die große Zahl lenken.

Anders gefragt: Denken sie, dass eine große Zahl an Zuwanderer nicht mit erheblichen Problemen verbunden ist/große Herausforderungen mit sich bringt?

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salsabiker 02.08.2016, 14:57
43. Die braune Torte war schon richtig plaziert

Schon richtig was der Autor schreibt, aber wer von der Linken zur AFD rübermacht, hat in der Linkspartei als Wähler nichts mehr verloren.
Gerade für die Linke verbietet es sich am rechten Rand zu fischen.
Der Anspruch an eine Partei die sich der sozialen Gerechtigkeit verschrieben hat, ist wesentlich höher als die bei den alten Parteien, die lediglich Klientelpolitik betreiben.
So wie es aussieht muss ich meinen Wahlzettel wohl ungültig machen.
Die Linke hat zumindest mich durch Wagenknechts Fischerei am rechten Rand verloren.

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hajopie 02.08.2016, 15:06
44. Sehr richtig

Frau Wagenknecht hat die Dinge beim Namen genannt. Das ist gut so und ehrt sie. Somit kann ich auch dem Artikel des Autors zustimmen. In einem irrt er jedoch: Der Zeitgeist unserer Tage ist nicht links. Er sollte realitaetsnah und pragmatisch sein. Damit hatte die Linke jedoch schon immer ein Problem. Deswegen dachte Erich auch noch alles wäre gut, als die Leute schon auf der Mauer tanzten. Ich wünsche der Linken mehr Realitätssinn. Mit ausschweifendem Idealismus, der am Alltag der Menschen vorbei geht, gewinnt man keinen Blumentopf. Zu recht.

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Thomas Paine 02.08.2016, 15:06
45. Danke

Genau diese Dinge vermisse ich bei Gesprächen mit einigen Freunden und Bekannten seit letztem Sommer...

Argumente, Zahlen, Fakten (alles verifizierbar) werden konstant negiert, und ignoriert.
Erst wenn man dann persönlich ge-/betroffen ist findet ein Denkprozess statt.

Das sind halt immer so die Momente, wo die Ideologie des Wünschenswerten sich am Machbaren reibt.

Aber ich kann es auch zum Teil nachvollziehen, das ist bestimmt nicht leicht, seine eigene Ideologie krachend an der Realität zerbersten zu sehen.



"Du kannst die Realität ignorieren, aber du kannst die Konsequenzen die dadurch enstehen, dass du die Realität ignorierst, nicht ignorieren" Ayn Rand

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salsabiker 02.08.2016, 15:06
46. Die braune Torte war schon richtig plaziert

Schon richtig was der Autor schreibt, aber wer von der Linken zur AFD rübermacht, hat in der Linkspartei als Wähler nichts mehr verloren.
Gerade für die Linke verbietet es sich am rechten Rand zu fischen.
Der Anspruch an eine Partei die sich der sozialen Gerechtigkeit verschrieben hat, ist wesentlich höher als die bei den alten Parteien, die lediglich Klientelpolitik betreiben.
So wie es aussieht muss ich meinen Wahlzettel wohl ungültig machen.
Die Linke hat zumindest mich durch Wagenknechts Fischerei am rechten Rand verloren.

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zaunreiter35 02.08.2016, 15:07
47. Vielen Dank, Herr Fischer-Kerli!

Endlich sagt das mal einer:
"Ich bin ein Linker. Ich bin gegen Rassismus. Ich bin für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und bin gegen Sexismus, ich bin für Religionskritik und gegen Gewalt, ich glaube an die Wirkmacht der Sozialisation. Und ich glaube nicht, dass Antirassismus bedeutet, alles andere zu vergessen."

Besser hätt ich es nicht sagen können. Man muss sich nicht als Linker sklavisch an alten Dogmen festhalten.

In meiner Utopie ist für das angesprochene Klientel der bärtigen und gewalttätigen Männer kein Platz, wenn sie ihre Religion durchsetzen wollen oder erzürnt sind, wenn ich sie kritisiere. Und auch nicht, wenn sie den Laizismus nicht wollen.
Da haben dann allerdings auch verbohrte Wesen aus der Antifa kein Platz und auch genügend Mitglieder meiner Partei.

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emil_sinclair73 02.08.2016, 15:09
48. Binsenweisheit und absolut richtig!

Man sollte den Diskurs nicht den Blümchenlinken überlassen. Es geht um Gerechtigkeit und Solidarität. Und auch als Linker darf man sich um innere Sicherheit sorgen.

Bisher tragen die Kosten für die Flüchtlinge ausschließlich Geringverdiener und Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Das unter den Tisch fallen zu lassen ist nicht links. Auch Linke müssen die Kostendebatte führen.

Und auch die Konkurrenz auf Wohnungs- und Arbeitsmarkt verschärft sich nicht für die Mittelschicht sondern am unteren Ende der Einkommensleiter.

Das ist weder links oder rechts sondern eine Binsenweisheit. Es erfordert aber Antworten und die können links oder rechts sein.

Wir sind 150.000 Flüchtlingen verlustig gegangen. Und das ist im Sinne der inneren Sicherheit unverantwortlich. Das sich darunter Terroristen befinden ist wahrscheinlich. Jeder Anschlag wird aber eben Rechten auftrieb geben und daher wäre es auch links die Nichtregistrierung und Nichtidentifizierung als das zu benennen was es war. Eine unvorstellbare Dummheit.

Der Kommentar spricht mir aus der Seele.

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brehn 02.08.2016, 15:10
49. naja

Zitat von rdexter
Ich denke, sie möchte den Fokus auf die große Zahl lenken. Anders gefragt: Denken sie, dass eine große Zahl an Zuwanderer nicht mit erheblichen Problemen verbunden ist/große Herausforderungen mit sich bringt?
Kann schon sein, doch raten könne wir ja viel. Wenn ihnen etwas Sorgen bereitet, sollten Sie versuchen das klar zu formulieren und zum Ausdruck zu bringen. Einfach nur die Möglichkeit von Problemen (welche sie ja noch nichtmal klar benennen) in den Raum zu stellen reicht da einfach nicht um ernstgenommen zu werden.
Also, nennen Sie doch mal ein paar Beispiele für Probleme/Herausforderungen und warum sie meinen, dass diese sich durch Zuwanderung verstärken bzw. herausbilden.

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