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Kritik wegen Missbrauchsskandal: Uno-Funktionärin tritt zurück
AP

Obwohl die Vereinten Nationen über Missbrauchsvorwürfe gegen französische Uno-Soldaten informiert waren, taten sie lange nichts. Jetzt tritt die stellvertretende Hochkommissarin Pansieri zurück.

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wernerz 23.07.2015, 11:35
10. UNO hat einen grossen Teppich!

Zitat von gersois
Wie ist denn der Stand der Ermittlungen in Frankreich? Ich habe lange davon nichts mehr gelesen. Wird das von Regierung und Militärführung wieder unter den Teppich gekehrt?
Die Erfahrung sagt uns, dass auch bei diesem Skandal mit Sicherheit nur soweit ermittelt und entsprechend reagiert wird, wie es sich gegenüber der Öffentlichkeit nicht vermeiden lassen wird.

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grumpy53 23.07.2015, 11:36
11. bleiben offene Fragen

was ist mit dem/den Verantwortlichen, die ihre Arbeit kontrollieren sollen? Ist das hier das Bauernopfer, dem man einen eleganten Abgang aus "gesundheitlichen" Gründen verschafft, damit nach anderen gar nicht erst gefragt wird? Wie sieht der Vertrag aus bei Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bevor man zur Verantwortung gezogen wird: Abfindung? Volle Rentenbezüge? andere wohldotierte Aufgaben? Und wohin besteht die übernommene "volle Verantwortung"? Was ist mit dem Mitarbeiter, der das aufgedeckt hat - bekommt der jetzt ihren Posten?

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Leserkwelle 23.07.2015, 11:41
12. Die Grande Nation als Mitglied im UN-Sicherheitsrat

hatte wohl andere Interessen als die rasche Aufklärung dieses ungeheuerlichen Skandals. Präsident Hollande und Verteidigungsminister hatten zehn Monate lang versucht, die Affäre zu vertuschen. Die Öffentlichkeit sollte nichts erfahren..Das wäre auch so im Dunkeln geblieben, hätte sich ein ranghoher Mitarbeiter des UN-Menschenrechtskommissariats - der Schwede Anders Kompass - die Geduld wegen der offensichtlichen Verschleppung der Verfahrens die Geduld verloren. Was geschah jedoch? Ein Disziplinarverahren wurde gegen ihn eingeleitet, weil er mit der Weitergabe des die Dame Flavia Pansieri wollte ihn als lästigen Whistleblower entlassen. Sein Arbeitsverhältnis wurde suspendiert. Die Einhaltung der Dienstweges war offensichtlich wichteiger, als das Leid, das den Kindern angetan wurde. Ich vermute, die entsprechenden Weisungen kamen diskret aus der französischen Diplomatie. Erstaunlich, das sich die Verantwortlichen so lange halten konnten. Vive la France!

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messwol 23.07.2015, 11:52
13. das diese Funktionäre

immer noch selbst entscheiden dürfen, ob sie ihren Hut nehmen oder nicht. Job = Verantwortung?

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breakthedawn 23.07.2015, 12:42
14. Sie tritt zurück?

Sie leistete Beihilfe, weil sie duldete.
Sie muss vor Gericht.
Ich sehe keine Alternative.

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Tante_Frieda 23.07.2015, 12:56
15. Zu befürchten

Man muss befürchten,dass dieser Missbrauch durch Soldaten nur ein kleines Mosaiksteinchen ist.Auch zivile Angestellte von internationalen Hilfsorganisationen könnten dann und wann in die Versuchung kommen,die Armut ihrer Schutzbefohlenen - ob Kinder oder Erwachsene - schamlos auszunutzen,da sie sich gegenüber diesen in einer äußerst starken Machtposition befinden.

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nhorwath 23.07.2015, 16:00
16. Es ist ein weiterer Beweis,

wie solche Institutionen funktionieren.Hochbezahlte Posten werden an unkritische Personen vergeben,die wieder nur auf der Lohn-Liste von Unfähigkeit und Kritiklosigkeit stehen.Das bezahlt auch wieder der Steuerzahler.

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maxbee 24.07.2015, 15:45
17.

Neben den ungeheuerlichen Taten und deren Duldung durch die UNO und den französischen Staat - was sich durch deren Passivität geltend machte -, finde ich auch das Verhalten der internationalen Medienwelt äußerst kritikabel. Kein Nachhaken bei den involvierten Stellen der UNO und Frankreichs, kein Recherchieren. Stattdessen beschränkte man sich nur auf dasjenige, was nicht zu umgehen war - so wie jetzt die Rücktrittsmeldung dieser Dame.
Da fragt man sich doch, was diese Passivität einer Medienwelt, die sich sonst auf jeden Furz stürzt, gegenüber einer solch abscheulichen Tat begründet.

Liegt dies etwa daran, dass es sich bei den Opfern um schwarze Kinder handelt? Oder geht die Kumpanei der westlichen Medien mit der Politik inzwischen so weit, dass man die Angelegenheit unter dem Teppich halten wollte, weil es sich bei den Tätern um Angehörige einer europäischen Armee, die in Afrika als Schutzmacht der Bevölkerung auftritt, handelt?

Egal ob Gleichgültigkeit, Selbstzensur oder von oben verordnetes Stillhalten - die westlichen Medien haben einmal mehr gezeigt, wie weit sie sich von ihrem Anspruch auf freie und objektive Berichterstattung entfernt haben. Nicht auszudenken was für ein Entrüstungssturm dieselben Medien entfacht hätten, wenn es sich bei den Tätern um russische Soldaten gehandelt hätte!

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