Forum: Politik
Kritik an Wirtschaftspolitik: Ministerpräsident Weil fordert Kurswechsel der SPD
DPA

"Woran liegt es, dass wir aus dem 20-Prozent-Turm nicht herauskommen?" Niedersachsens Ministerpräsident Weil verlangt ein Umdenken in der SPD. Die Sozialdemokraten müssten wieder wirtschaftsfreundlicher werden.

Seite 4 von 36
Hornblower 26.07.2014, 11:36
30. Aber natürlich

Die Arbeitnehmer erwirtschaften zusammen mit allen anderen das Bruttosozialprodukt und sie sind stolz darauf.
Daraus erwachsen Verantwortungsgefühl für menschenfreundliche Arbeitsplätze, umweltfreundliche bzw. nachhaltige Produkte und eine gerechte Beteiligung am Erwirtschafteten.
Ja das klingt okay und ist jetzt, wo m.E. Frau Merkel die deutsche Wirtschaft gefährdet durch Sanktionen gegen Russland mehr als überfällig.
Also wenn sich Wirtschaftsleute gegen diese Sanktionen beschweren, könnten auch ArbeitnehmerInnen hinter ihnen stehen.
Und wenn Herr Gauck eine stärkere Militarisierung Deutschlands festschreiben will, dann stehen hinter den Soldaten evtl. auch einfache Bürger.
Wir lassen uns in keinen unsinnigen - am Schreibtisch ausgekungelten - Krieg verschicken und auch nicht unsere Kinder.
Ich versuche unsere Kinder vor Frau Merkel und Herrn Gauck zu "schützen", denn ich bin der Meinung, dass beiden das politische und menschliche Feingefühl fehlt, um verantwortungsvolle Politik zu machen.
Anders kann ich mir ihre Art nicht erklären.
Dorothee Sehrt-Irrek

Beitrag melden Antworten / Zitieren
analyse 26.07.2014, 11:36
31. Dann doch lieber das Original wählen,die CDU hat

jahrzehntelange Erfahrung darin,erst das Geld zu erwirtschaften,ehe man es verteilt ! Und ist das ganze nicht nur Wahltaktik ? Und falls die Wähler sich Sand in die Augen streuen lassen - wie in Frankreich - und wählen die Sozialisten ? Wie gehts dann weiter: siehe Frankreich:Niedergang der Wirtschaft,steigende Arbeitslosenzahlen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rebell_am_ball 26.07.2014, 11:36
32. Ja genau, Herr Weil!

Die arme Wirtschaft stöhnt unter den Abgaben, die sie nicht für saubere Energie leisten muss. Sie leidet wie ein Hund darunter, dass ihr Beitrag zur Krankenversicherung eingefroren und vom Beitrag des AN abgekoppelt ist. Die Wirtschaft darbt unter dauernd neuen Exportüberschussrekorden. Die Vermögenden nagen schon jetzt am Hungertuch: wie soll man sich Schampus und Kaviar zum Frühstück in Zukunft noch leisten können? Und beim Staat sprudeln die Steuereinnahmen so kläglich, dass die Abgeordneten sich nur eine Minidiätenerhöhung von 10% zugestehen können. Sie haben Recht, Herr Weil! Sozialdemokratische Politik muss wieder näher an die Menschen! Dorthin, wo die wirklichen Probleme sind! Vorstandsvorsitzende, Aufsichtsratsmitglieder, Charity-Ladies und Verbandsfürsten brauchen DRINGEND IHRE Hilfe! Das ist der Markenkern der Sozialdemokratie!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 26.07.2014, 11:37
33. Sich noch mehr...

..nach Wirtschaftlichkeit zu orientieren dürfte nach dem neoliberalen Umschwung des Herrn Schröder kaum mehr möglich sein. Was Weil hier fordert, ist ein noch weiter gehender Identitätsverlust, eine noch größere Annäherung an die CDU. CDU und SPD sind ohnehin kaum noch zu unterscheiden, die SPD ist heute schon eher eine Second Hand CDU, die keiner braucht. In einem Punkt hat er recht: Der Appell an difuse Zusammengehörigkeit bringt nix, man muss sich mal wieder mit den Arbeitnehmkern befassen und nicht mit der Waffenloby und anderen Wirtschaftsvertretern. Denen kann Gabriel die Schweinetröge noch so vergolden, die werden ihm keinenGefallen tun. Genau andersrum wird ein Schuh draus, Herr Weil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcvitus 26.07.2014, 11:38
34. Die SPD hat sich in ihren vielen Koalitionen und in der

Aufgabe ihrer Klientel beinahe selbst abgeschafft. Ein eigenes Profil kann ich schon lange nicht mehr erkennen. Was denen fehlt, ist eine Persönlichkeit mit klaren Zielsetzungen und entsprechender Autorität. Wenn ich mich da umsehen, finde ich keinen, der dem auch nur annähernd entspricht. Nur einen Haufen Taktierer und Bürokraten. Echte Fachkompetenz wurde in der Politik komplett abgeschafft. Die Union besorgt sich diese bei ihrer Lobby, der Wirtschaft. Die SPD hat da keinen Pool, aus dem sie schöpfen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
53er 26.07.2014, 11:42
35.

Zitat von sysop
"Woran liegt es, dass wir aus dem 20-Prozent-Turm nicht herauskommen?" Niedersachsens Ministerpräsident Weil verlangt ein Umdenken in der SPD. Die Sozialdemokraten müssten wieder wirtschaftsfreundlicher werden.
Weil zieht völlig falsche Schlüsse aus dem Prozentdilemma der SPD. Die Wählerstimmen fehlen der SPD eben gerade weil sie oft einen zu wirtschaftsfreundlichen Kurs fährt. Warum sollte man die SPD wählen, wenn die CDU im sozialen Bereich mittlerweile kompetenter erscheint als die SPD? Gerade der Seeheimer Kreis (der konservative Klüngel in der SPD) torpediert ständig eine sozialere Ausrichtung dieser Partei. Immer wieder wird da Jung gegen Alt ausgespielt und kein Argument gegen eine höhere Erbschafts- oder Vermögenssteuer ist dumm genug (siehe MP Weil) um letztendlich das Land immer mehr in reich und arm
zu spalten und den Mittelstand aufzulösen. Nein, die SPD hat ihre Glaubwürdigkeit mit der Schröder-Ära verloren und wird sie auch nicht durch die neue Rentenreform so schnell zurückgewinnen, jedenfalls nicht solange es in der Führungsriege Gedankenspiele wie die von MP Weil gibt. Was Deutschland braucht ist ein solider Gegenpart zur scheinbar unaufhaltsamen Wendung in die konservativ, wirtschaftsliberale Richtung. Der Gipfel dieser Wendung wird das TTIP-Abkommen sein, sollte dies mit freundlicher Unterstützung der SPD durchgesetzt werden, ist die 5%-Hürde nicht mehr weit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MotziLLa 26.07.2014, 11:43
36. soziale Gerechtigkeit

Was redet der denn? Kann man etwa zuviel Gerechtigkeit haben? Ist soziale Gerechtigkeit schädlich? Kann man nur das Bruttosozialprodukt steigern, wenn man ungerecht ist? Kann unsere Wirtschaft nur dann funktionieren, wenn weniger immer mehr bekommen und viele immer weniger?

Was ist denn das für ein Weltbild?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harwin 26.07.2014, 11:43
37. Es liegt daran...

Es liegt daran das die SPD immer noch zu wirtschaftsfreundlich ist. Und daran das sie mit der CDU/CSU nur Kompromisse erarbeiten kann, keine soziale Gerechtigkeiten. Wenn sie wirtschaftsfreundlicher wären würden sie viele Menschen gar nicht mehr wählen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
orwl 26.07.2014, 11:43
38. Profil verloren

Zitat von sysop
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verlangt von seiner Partei mehr Wirtschaftsfreundlichkeit.
Wirschaftsfreundlichkeit von Arbeitgeberseite her ist doch seit je her das Grundprofil der CDU. Die klassische SPD vertritt die Arbeiterklasse. Oder sollte ich bald sagen: vertrat? Entweder sie spielt ganz links und Mindeslohn & Co. oder sie schwimmt mit der CDU mit. Die SPD muss ihr Profil wiedergewinnen. Z.B. mit einem anderen EU-Kurs. Wem nützt die Globalisierung - Dem Arbeiter oder dem Arbeitgeber? Hier könnte die SPD wieder Profil schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fred_krug 26.07.2014, 11:43
39. Wie ist das denn möglich?

Herr Weil belieben zu scherzen. Kaum eine Party ist so arbeitgeberfreundlich wie die SPD. Immerhin hat die SPD zum Wohle der Wirtschaft das Moderne Sklaventum in Gestalt der Arbeitnehmerüberlassung erheblich gefördert, mit den 1-EUR-Jobs das Präkariat enorm verdichtet, mit der Riester-Rente der Finanz-Branche einen wahnsinnigen Vorteil verschafft, mit Hilfe des Bologna-Prozesses die universtitäre Ausbildung an der Wirtschaft ausgerichtet und vieles mehr ...

Wenn er einen arbeitgeberfreundlicheren Kurswechsel anspricht, was kann er denn dann noch meinen? Die SPD entwickelt sich zum Staatsfeind Nummer 1; denn es kann ihr nur noch um den endgültigen Ausverkauf hoheitlicher Gewalt und die Entrechtung der Gesellschaft gehen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 36