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Kubas Erneuerung: Auf die Alten folgen die Alten

Parteitag von Kubas KP: Der Maximo Lider hat seinen Chefposten endgültig an Bruder Raúl Castro abgegeben, dessen Stellvertreter sind ebenfalls Veteranen - eine Revolution sieht anders aus.*Immerhin sollen jetzt umfassende Wirtschaftsreformen greifen.

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ratxi 19.04.2011, 18:44
1.

Zitat von sysop
Parteitag von Kubas KP: Der Maximo Lider hat seinen Chefposten endgültig an Bruder Raúl Castro abgegeben, dessen Stellvertreter sind ebenfalls Veteranen - eine Revolution sieht anders aus.*Immerhin sollen jetzt umfassende Wirtschaftsreformen greifen.
Von dementen Tattergreisen lässt sich generell nichts Positives mehr erwarten.
Das Problem ist, dass sie selbst ihren Zustand ja nicht wahr nehmen.

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kaiserjohannes 19.04.2011, 20:07
2. Alter Witz

Was ist Kommunismus? Der längste Weg zum Kapitalismus...

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alpenjonny 19.04.2011, 20:11
3. Kuba implodiert langsam aber sicher

Gruezi! Kenne Kuba auch als Turi, nicht nur als einstiger Seemann. Meine Eindrücke vor zwei Jahren bestätigten sich immer wieder: Kubaner/innen in Zürich erzählten mir letzthin, dass die Insel in schwersten wirstchaftlichen Tuirbulenzen steht und in den Abgrund blickt.

Die Castros wollen eine halbe Million Staatsangestellte feuern. Jobs hat es keine, sie sollen selbsttändig schaffen. Wenn man bedenkt, dass das Pro-Kopf Einkommen in Kuba heute etwas zwischen 20-40 $ beträgt, kann Kuba beim besten Willen nicht vorwärts kommen. Der Hurrikan, der vor zwei Jahren den mittleren Teilö der langgestreckten Insel verwüstete, hinterliess sichtbare Spuren. Die Schäden wurden nur notdürftig geflickt. Immer mehr Kubaner leben von den Überweisungen ihrer Verwandten im Ausland.

Der soziale Niedergang fällt auch in Havanna auf: soviele Damen, die ihren Körper nachts vor den Hotels der Turis feilbieten, gab es nicht mal vor Fidels Zeiten, und das ist schlappe 50 Jahre her.

Positiv kann ich nur den zunehmenden Besucherandrang aus dem Westen vermerken. Seit Obama das Embargo etwas abschwächte, kommen auch wieder US-Bürger. Hinter verschlossenen Türen und ohne Ohrenzeugen bricht es dann aus vielen Kubanern heraus, wie gestrichen voll sie die Schnauze vom ewigen Sozialismus haben. Die Mangelwirtschaft ermöglicht für die ganz grosse Mehrheit der Bevölkerung nur ein ganz schlechtes Leben, seit Beginn der Revolution 1958.

Im Prinzip ist Kuba auf den Stand verarmter Afrikanischer Staaten gesunken, die auch von der Hand in den Mund leben müssen. Nur können diese mausarmen Staaten von der Entwicklungshilfe des Westens profitieren. Unzählige Hilfswerke geben sich an gewissen Orten die Klinke in die Hand. Nicht so in Kuba. Es gibt dort höchstens private Hilfe, von Optimisten aus Europa aufgebaut. Deren Hilfe ist bloss ein Tropfen auf den heissen Stein, mehr nicht.

Aus Angst vor allzu grossem Einfluss beosnders der staatlichen oder halbstaatlichen Hilfswerke, baute Kuba eine immense Bürokratie auf. Für alles und jedes braucht es Genehmigungen, die manchmal lange auf sich warten lassen. Am einfachsten ist es für Private, die keine "politiqueros" sind, und nur materielle/wirtschaftliche Hilfe anbieten wollen.

Kuba wurde seit Jahrzehnten schon lange totgeschrieben, und trotzdem geht alles weiter wie bisher. Wenigstens bis heute. Wie lange die steinalten Kommunisten noch das Szepter schwingen können, ist allerdings fraglich. Es scheint so, dass Kuba in der Endzeit angekommen ist. Die Anzzeichen des wirtschaftlichen Kollapses häufen sich.

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24moskito 19.04.2011, 20:16
4. Räschtchreiprevorm

Zitat von sysop
Parteitag von Kubas KP: Der Maximo Lider hat seinen Chefposten endgültig an Bruder Raúl Castro abgegeben, dessen Stellvertreter sind ebenfalls Veteranen - eine Revolution sieht anders aus.*Immerhin sollen jetzt umfassende Wirtschaftsreformen greifen.

was ist denn bitte ein Maximo LIDER ? war das ein Versehen beim Diktat oder ist das neue deutsche Rechtschreibung die der SPON uns hier zumutet?

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Espejo en vivo 19.04.2011, 20:25
5. Máximo líder

Zitat von 24moskito
was ist denn bitte ein Maximo LIDER?
Máximo líder = Größter Führer (übliche Bezeichnung für Fidel Castro in Kuba und nicht zu verwechseln mit "Geliebter Führer")

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systemfeind 19.04.2011, 21:09
6. schon bald ...

Zitat von sysop
Parteitag von Kubas KP: Der Maximo Lider hat seinen Chefposten endgültig an Bruder Raúl Castro abgegeben, dessen Stellvertreter sind ebenfalls Veteranen - eine Revolution sieht anders aus.*Immerhin sollen jetzt umfassende Wirtschaftsreformen greifen.
...kommt der Spendenaufruf ;bin gespannt wie die europäische Linke die Knastgesellschaft auf Cuba erklärt . Habermas , übernehmen sie .

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Gandhi 19.04.2011, 21:15
7. Man koennte zwar meinen,

Zitat von alpenjonny
Gruezi! Kenne Kuba auch als Turi, nicht nur als einstiger Seemann. Meine Eindrücke vor zwei Jahren bestätigten sich immer wieder: Kubaner/innen in Zürich erzählten mir letzthin, dass die Insel in schwersten wirstchaftlichen Tuirbulenzen steht und in den Abgrund blickt. Die Castros wollen eine halbe Million Staatsangestellte feuern. Jobs hat es keine, sie sollen selbsttändig schaffen. Wenn man bedenkt, dass das Pro-Kopf Einkommen in Kuba heute etwas zwischen 20-40 $ beträgt, kann Kuba beim besten Willen nicht vorwärts kommen. Der Hurrikan, der vor zwei Jahren den mittleren Teilö der langgestreckten Insel verwüstete, hinterliess sichtbare Spuren. Die Schäden wurden nur notdürftig geflickt. Immer mehr Kubaner leben von den Überweisungen ihrer Verwandten im Ausland. Der soziale Niedergang fällt auch in Havanna auf: soviele Damen, die ihren Körper nachts vor den Hotels der Turis feilbieten, gab es nicht mal vor Fidels Zeiten, und das ist schlappe 50 Jahre her. Positiv kann ich nur den zunehmenden Besucherandrang aus dem Westen vermerken. Seit Obama das Embargo etwas abschwächte, kommen auch wieder US-Bürger. Hinter verschlossenen Türen und ohne Ohrenzeugen bricht es dann aus vielen Kubanern heraus, wie gestrichen voll sie die Schnauze vom ewigen Sozialismus haben. Die Mangelwirtschaft ermöglicht für die ganz grosse Mehrheit der Bevölkerung nur ein ganz schlechtes Leben, seit Beginn der Revolution 1958. Im Prinzip ist Kuba auf den Stand verarmter Afrikanischer Staaten gesunken, die auch von der Hand in den Mund leben müssen. Nur können diese mausarmen Staaten von der Entwicklungshilfe des Westens profitieren. Unzählige Hilfswerke geben sich an gewissen Orten die Klinke in die Hand. Nicht so in Kuba. Es gibt dort höchstens private Hilfe, von Optimisten aus Europa aufgebaut. Deren Hilfe ist bloss ein Tropfen auf den heissen Stein, mehr nicht. Aus Angst vor allzu grossem Einfluss beosnders der staatlichen oder halbstaatlichen Hilfswerke, baute Kuba eine immense Bürokratie auf. Für alles und jedes braucht es Genehmigungen, die manchmal lange auf sich warten lassen. Am einfachsten ist es für Private, die keine "politiqueros" sind, und nur materielle/wirtschaftliche Hilfe anbieten wollen. Kuba wurde seit Jahrzehnten schon lange totgeschrieben, und trotzdem geht alles weiter wie bisher. Wenigstens bis heute. Wie lange die steinalten Kommunisten noch das Szepter schwingen können, ist allerdings fraglich. Es scheint so, dass Kuba in der Endzeit angekommen ist. Die Anzzeichen des wirtschaftlichen Kollapses häufen sich.
ratxi kenne den Jonny, denn der kann immer noch nicht (nach wie vielen Jahren in der Schweiz?) die schweizer Begruessung korrekt schreiben (die Migros-Klubschule war ihm zu teuer), er duerfte aber dennoch nicht alt genug sein, um vor der kubanischen Revolution Teil des Nachtlebens in Havanna gewesen zu sein.

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kaminister 19.04.2011, 21:47
8. freue mich sehr für die kubaner

Es wird zwar nicht leicht für die Kubaner, aber das ist nicht verwunderlich nach Jahrzehnten an Misswirtschaft. Fahrt das Erbe eurer Revolution auf das herunter, was an ihr gut war: Nationale Souveränität erlangt zu haben. Langsam wird es aber Zeit, neben der Freiheit des Staates auch die Freiheit der Menschen zu ermöglichen. Und Freiheit des Einzelnen ist immer auch wirtschaftliche Freiheit.

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kaminister 19.04.2011, 21:58
9. Zuversicht.

Zitat von alpenjonny
Die Castros wollen eine halbe Million Staatsangestellte feuern. Jobs hat es keine, sie sollen selbsttändig schaffen.
In Kuba ist fast jeder Staatsangestellter. Gerade ein Land das so dermaßen in den Abgrund schaut, braucht eines: Zuversicht.

In dem Sinne: Die 500.000 staatlich "angestellten" werden nicht gefeuert. Sie werden befreit. Sie können endlich auf eigene Rechnung arbeiten, haben endlich einen Grund sich handwerklich weiterzuentwickeln und dabei so etwas wie Genugtuung zu empfinden (abseits des versprochenen Paradieses der Partei, das einfach nicht wahr werden will). Einige von ihnen werden überhaupt das erste Mal echte Arbeit zu erledigen haben.

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