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Künftige Populisten-Regierung in Italien: Berlin warnt Rom vor Anti-EU-Kurs
AFP

"Anlass zur Sorge": Die Bundesregierung mahnt Italiens designierte Regierung, sich nicht dem Nationalismus zu verschreiben. Auch aus der Opposition kommt scharfe Kritik.

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hamburger-humanist 24.05.2018, 11:25
1. Analyse

Macht sich irgendjemand der genannten Politiker in Deutschland eigentlich Gedanken darüber, wie es überhaupt zu dieser Regierung in Italien kommen konnte?
Welchen Beitrag die europäische Politik dabei hat? Vermutlich nicht. Diese Politiker sind vollkommen unfähig, eigene Fehler zu erkennen und ihre Politik einmal kritisch zu hinterfragen.

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wasistlosnix 24.05.2018, 11:29
2. Italien ist weiter als die USA

Die Politiker genießen kein Vertrauen. Dann hat man erst das Geld gewählt und nachdem das nichts gebracht hat. Kommen jetzt Quereinsteiger dran.

Sorge sollte bereiten das Politiker generell kein Vertrauen mehr genießen.

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nestor01 24.05.2018, 11:32
3. Die italienische Regierung wird ihren Vorteil suchen

Wer sollte sie davon abhalten? Was Griechenland und Zypern recht war, ist Italien billig. Schon im 20. Jahrhundert hat Italien Entscheidungen zu seinem Nutzen getroffen. Ich denke dabei an den Eintritt in den ersten Weltkrieg, der mit neuen Provinzen und Landgewinn belohnt wurde, aber auch an den schnellen Frontwechsel im zweiten Weltkrieg, der Italien am Ende auf der Seite der Gewinner sah. Dumm sah immer nur die Regierung in Berlin aus. So wird es auch diesmal sein.

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gersois 24.05.2018, 11:33
4. Besser abwarten!

Gerade Deutschland mit seinem Ruf des Schulmeisters Europas sollte erst einmal abwarten, was kommt. Noch ist keine Ministerliste bekannt, keine Regierungserklärung, keine Entscheidungen, aber Kritik von allen Seiten wird laut. Cool bleiben, nicht überreagieren!

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telarien 24.05.2018, 11:33
5. Respekt

Gegenüber dem italienischen Wähler finde ich deutsche Ratschläge ziemlich respektlos. Die Wichtigkeit des EU-Parlaments hat sich in der Zuckerberg Anhörung gerade überdeutlich gezeigt. Fürchten deutsche Berufspolitiker da nur um warme Pöstchen?

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spiritof68 24.05.2018, 11:37
6. Anmerkung zum „Grundeinkommen“

Mich stört es ziemlich, dass überall, so auch hier, mit dem Terminus „Grundeinkommen“ so leichtfertig umgegangen wird. Nur weil die neue Regierung es so nennt, heißt es nicht, dass es auch drinnen ist. Das ist nämlich ein klarer Fall von Etikettenschwindel - Es wird nur im Falle von Arbeitslosigkeit gezahlt, dann bekommt man drei Jobangebote vom Staat; und wenn man das dritte ablehnt, bekommt man es wieder gestrichen/sanktioniert. Also im Prinzip nichts weiter als eine Arbeitslosenversicherung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass in Italien die Armutsgrenze bei 780€ liegt, da doch die Lebenshaltungskosten etwa so hoch wie hier sind.

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taglöhner 24.05.2018, 11:37
7. suspekt

"Wir" haben unser doch so geliebtes Italien infolge der schwierigen Jahre mit Berlusconi etwas aus den Augen verloren und wenig Gespür für die Vorstellungen der Italiener von ihrer eigenen Zukunft.
Auch kommt mir kaum ein Land in Europa so lähmend uneinig vor. Außer Belgien vielleicht.

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stadtmusikant123 24.05.2018, 11:37
8. xxx

Zitat von hamburger-humanist
Macht sich irgendjemand der genannten Politiker in Deutschland eigentlich Gedanken darüber, wie es überhaupt zu dieser Regierung in Italien kommen konnte? Welchen Beitrag die europäische Politik dabei hat? Vermutlich nicht. Diese Politiker sind vollkommen unfähig, eigene Fehler zu erkennen und ihre Politik einmal kritisch zu hinterfragen.
Ich denke auch , dass das der springende Punkt ist.

Diese "EU-kritischen" - Parteien sind gewählt worden, warum?
Jeder weiß das, aber Brüssel & Co. möchten in alter Tradition lieber "um den heißen Brei" herumreden.
Die EU argumentiert derzeit so, als wäre der italienische Wählerwille der "letzte Dreck", den es geflissentlich zu ignorieren gäbe.
Deutlicher kann man die Arroganz der EU-Leutchen nicht mehr demonstrieren.

Aber so wird das nichts mehr mit der EU. Jede falls nicht bevor eine umfassende Konsolidierung/Harmonisierung abgeschlossen wurde. Und in 10-20 Jahren kann dann gerne der nächste Macron mal vorsichtig vorstellig werden.

Aber das Haftungsprinzip muss unbedingt bestehen bleiben.

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jaybeexxx 24.05.2018, 11:38
9. Europa neu gründen

Lasst uns mit Frankreich und Benelux und denen die wollen und können den nächsten Schritt gehen. Verfassungseunheit auf jeder Ebene. Lasst uns Bewertungsktiterien finden für die Funktion von Rechts Steuer Repräsentantations und Verwaltungssystemen und jeweils einfach das beste nehmen. Lasst uns eine mehrsprachige Verwaltung erfinden, die Elektronik hilft. Und lasst Italiener, Polen, Ungarn ihr Ding machen. Wir drehen den Spieß einfach um. RFE statt EU. Mit einer neuen Währung. Zwanzig Jahre wird es dauern. Wer macht mit?

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