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Künftige Regierung: Warum die SPD eine KoKo will - und die Union nicht
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Wann sie sich treffen, ist geheim. Wo sie sich treffen, auch. Nur eins ist sicher: Am Mittwoch sprechen die Spitzen von Union und SPD endlich miteinander. Wer will was?

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ttvtt 12.12.2017, 18:27
1. Wenn es einen selbst betrifft...

Wenn es einen selbst betrifft... Es war wirklich lustig sich über die Griechen und ihre sinnlose Volksabstimmung lustig zu machen, es war auch witzig als sich die US-Amerikaner für Trump als Präsidenten aussprachen und der Brexit ist wie ein immer absurder werdender Sketch von Monty Phyton. Und nun kommt der Deutsche um die Ecke und sagt, dumm sein können nicht nur die anderen. Leider ist es diesmal aber nicht lustig sondern nur traurig...

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ugroeschel 12.12.2017, 18:27
2. Ich bin nicht gegen eine KOKO

Ich bin nicht gegen die KOKO, denn das wäre zumindest ein Anfang, um mit dem regieren zu beginnen. Wovor hat die CDU Angst? Jeder der beiden Parteien könnte die KOKO wieder verlassen und dann würde wieder verhandelt werden oder es gibt eine Minderheitsregierung von SPD oder CDU.

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tulius-rex 12.12.2017, 18:28
3. Merkel und das SPD-Programm

Die SPD gibt sich Mühe und diskutiert unter Schmerzen sinnvolle Eckpunkte für ein Regierungsprogramm. Was tun eigentlich CDU und CSU? Nichts, außer aus der 2. Reihe dagegen zu stänkern. Man liest bei den Christen nichts von Schwerpunkten, Zielen oder Veränderungen. Das Programm heisst: weiter so mit Merkel. Und damit mit noch mehr befristete Beschäftigungen, höheren Mieten, schlechten Renten, mehr Glyphosat, Rasen auf Straßen mit den zugehörigen Verkehrstoten. Und von Merkel hört man nichts. Dabei soll doch die Interimskanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmen.

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rolantik 12.12.2017, 18:32
4. Nicht durchdacht - Typisch Schulz

Das ist weder Fisch noch Fleisch. Das wäre wie in einer Ehe, in der man zwar zusammen wohnt, aber jeder schlafen kann, wo er will. So etwas hat doch keinen Bestand und ist auch wie ein "bisschen schwanger."
Herr Schulz sollte selbstbewusst auftreten und machbare Vorschläge einbringen, sonst lässt ihn die CDU/CSU am langen Arm verhungern.
Wir brauchen eine Regierung, die europaweit Einfluss haben kann und nicht bei jedem Problem erst die Parteimitglieder befragen muss.
Am besten gelänge das ohne Herr Schulz und Frau Nahles, die haben sich frühzeitig für eine andere Lösung (Opposition) entschlossen und finden aus ihrer eigenen Befangenheit nicht mehr heraus.
Und was bedeutet: "ergebnisoffen"? Jedes Gespräch ist, kann und muss ergebnisoffen sein, wenn man zusammen etwas gestalten möchte. Am Gestaltungswillen und an Phantasie fehlt es der SPD besonders mit Herrn Schulz.

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widower+2 12.12.2017, 18:44
5. Klöckner

Sie sagt: "Entweder man will regieren oder man will nicht". Tja, wenn die SPD mitregieren will, ist eine GroKo die denkbar schlechteste Option und der sichere Weg in den politischen Suizid.

Wenn man sich einen gewissen Gestaltungsspielraum erhalten will, geht an einer Minderheitsregierung oder zur Not einer Koko (und bitte Kooperationskoalition und nicht "Kooperations-Koalition", da ein Bindestrich nach einem Fugen-S nicht zulässig ist) kein Weg vorbei.

Sollte es eine weitere Große Koalition geben, wäre meine Stimme für die SPD bei den nächsten Wahlen jedenfalls nicht mehr verfügbar. Und damit stehe ich sicherlich nicht alleine.

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quark2@mailinator.com 12.12.2017, 18:47
6.

Zitat von tulius-rex
Die SPD gibt sich Mühe und diskutiert unter Schmerzen sinnvolle Eckpunkte für ein Regierungsprogramm. Was tun eigentlich CDU und CSU? Nichts, außer aus der 2. Reihe dagegen zu stänkern. Man liest bei den Christen nichts von Schwerpunkten, Zielen oder Veränderungen. Das Programm heisst: weiter so mit Merkel. Und damit mit noch mehr befristete Beschäftigungen, höheren Mieten, schlechten Renten, mehr Glyphosat, Rasen auf Straßen mit den zugehörigen Verkehrstoten. Und von Merkel hört man nichts. Dabei soll doch die Interimskanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmen.
Vorsicht mit der Liste - die niedrigen Renten z.B. kommen von der SPD und den Grünen, genauso wie die befristeten Beschäftigungen, da hat die CDU zwar nichts dran geändert, aber sie war da in Koalition mit der SPD, die hält an der Agendapolitik eisern fest. Das mit den Verkehrstoten ist ein seltsamer Vorwurf, denn es werden immer weniger (Ausreißer ändern an der Tendenz nichts), es werden immer mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen, etc. ... Glyphosat - auch eine Sache, wo SPD und CDU gemeinsam drin hängen (über Jahre, der "Streich" der einen Ministers macht da keinen Unterschied) ... und wieso Merkel gerade im Moment die Richtlinien der Politik bestimmen sollte, erschließt sich mir nicht, denn im Moment verwaltet sie nur. Das die CDU die Verhandlungen nicht über die Medien führt, ist mir eher sympatisch. Das die SPD sie über die Presse führt zeigt mMn., wer Streß hat.

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elecherc 12.12.2017, 18:51
7. Warum immer auf die SPD draufhauen?

Zitat von tulius-rex
Die SPD gibt sich Mühe und diskutiert unter Schmerzen sinnvolle Eckpunkte für ein Regierungsprogramm. Was tun eigentlich CDU und CSU? Nichts, außer aus der 2. Reihe dagegen zu stänkern. Man liest bei den Christen nichts von Schwerpunkten, Zielen oder Veränderungen. Das Programm heisst: weiter so mit Merkel. Und damit mit noch mehr befristete Beschäftigungen, höheren Mieten, schlechten Renten, mehr Glyphosat, Rasen auf Straßen mit den zugehörigen Verkehrstoten. Und von Merkel hört man nichts. Dabei soll doch die Interimskanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmen.
In den ersten Reaktionen in den Medien - von rechtskonservativ bis linksliberal - einhellige Ablehnung der KoKo. Ich frage mich schon, warum man nicht mit gleicher Vehemenz die taktischen Spielchen von Seehofer, Lindner und die absolute Passivität von Merkel verdammt.
Und wenn die SPD mal was Konkretes verlangt, z. B. den Einstieg in eine Bürgerversicherung, dann heißt es von vorneherein, darüber kann nicht verhandelt werden.
Ich wünsche Martin Schulz und Andrea Nahles eine große Härte in den Verhandlungen und viel Durchsetzungsvermögen. Die SPD hat den Konservativen und Neoliberalen mit der Agenda 2010 die schwierigsten Aufgaben abgenommen und ihnen in 2 Großen Koalitionen die Nibelungentreue gehalten. Das Ergebnis für die SPD war katastrophal.
Jetzt wird es mal Zeit für eine Politik zu Gunsten der kleinen Leute und der Abgehängten in dieser Republik.

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freigeistiger 12.12.2017, 18:53
8. Koko ist lebendige Demokratie

Koko, damit ist die Berücksichtigung von mehr Bevölkerungsgruppen an politischen Entscheidungen gewährleistet als bisher.
Eine stabile Regierung mit einer weiteren *wirtschaftsorientierten Demokratie* (Merkel) ist Staats- und Kapital-Feudalismus. Dass ist die Aufklärung rückwärts.

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sandu2 12.12.2017, 18:56
9. Einzige Möglichkeit für SPD: Koalition aus SPD/CDU und Grünen ohne CSU

Ob Groko oder KoKo: Die SPD wir dabei unter die Räder kommen und bei der nächsten Wahl noch 10-15% bekommen.
Die CSU hat ja jetzt schon keinen Respekt mehr vor der SPD, nachdem diese die Glyphosat-Aktion einfach so hingenommen hat.
Zwischen CDU und CSU wird die SPD zerrieben.
Einzige Chance für die SPD, gestärkt aus der nächsten Koalition herauszukommen, ist der CDU zu sagen, dass die CSU sich u.a. durch Diez Glyphosat-Aktion sich als verläßlicher Koalitionspartner verabschiedet hat. Und dass man stattdessen die Grünen mit in die Koalition hineinnimmt. Angeblich hat es zwischen CDU und Grünen bei den Jamaika-Verhandlungen ja geklappt.
Und man hätte dann definitiv das Wort “Keine Groko mehr” gehalten.
Und für Deutschland wäre es auch besser, da die CSU ja am Gemeinwohl kein Interesse hat, sondern nur Lobbyinteressen dient (Monsanto, Agrarlobby, Dieselkrise, Maut, Hotelsteuer etc.)

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