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Künftiger Außenminister Sigmar Gabriel: Das Experiment
AP

Sigmar Gabriel verzichtet auf die SPD-Kanzlerkandidatur und wechselt vom Wirtschafts- ins Außenministerium. Das könnte die Tonlage in der Außenpolitik verändern.

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johann.schmieder 25.01.2017, 14:21
1. Stilfrage

Herr Gabriel erklärt sich ohne vorherige Abstimmung mit seinen Parteigremien, ohne Rücksprache mit der Kanzlerin und ohne jede sonstige Legitimation zum künftigen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland und wir wundern uns über den Politikstil von Trump und Erdogan. Der Stil von Herrn Gabriel in dieser Frage ist des Amtes und des Staates unwürdig.

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syracusa 25.01.2017, 14:30
2. beeindruckender Außenminister

Ich glaube, Deutschland wird mit Gabriel einen "beeindruckenden" Außenminister haben.

Ich würde es in der Tat bevorzugen, wenn nach Steinmeiers zu verbindlichem Umgang mit Despoten und Tyrannen ein etwas klarerer, stärker unsere Werte betonender Ton in die deutsche Außenpolitik einzieht. Allerdings habe ich einige Zweifel daran, dass Gabriel die gleichen Werte teil wie ich.

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observerlbg 25.01.2017, 14:33
3. Also, ich kann mit dieser Entscheidung leben

Nach Guido Westerwelle und Frank Walter Steinmeier nun endlich mal ein "Basta"-Typ. Bedenkt man die potentiellen Ansprechpartner weltweit, vielleicht ganz gut so. Nur Frau Merkel wirds nun schwerer haben. Vielleicht auch ganz gut so.

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observerlbg 25.01.2017, 14:46
4. Glaub ich nicht

Zitat von johann.schmieder
Herr Gabriel erklärt sich ohne vorherige Abstimmung mit seinen Parteigremien, ohne Rücksprache mit der Kanzlerin und ohne jede sonstige Legitimation zum künftigen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland und wir wundern uns über den Politikstil von Trump und Erdogan. Der Stil von Herrn Gabriel in dieser Frage ist des Amtes und des Staates unwürdig.
Ohne Rücksprache mit Frau Merkel lief das sicher nicht.

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Pless1 25.01.2017, 14:56
5.

Zitat von observerlbg
Nach Guido Westerwelle und Frank Walter Steinmeier nun endlich mal ein "Basta"-Typ. Bedenkt man die potentiellen Ansprechpartner weltweit, vielleicht ganz gut so. Nur Frau Merkel wirds nun schwerer haben. Vielleicht auch ganz gut so.
Ich befürchte, dass Gabriel so manches diplomatische Geschirr zerdeppern könnte - das wäre keinesfalls "gut so", auch wenn ich mit Ihnen d´accord gehe, dass ein eitwas weniger leisetreterisches Auftreten in einer anderen Weltordnung durchaus von Nöten sein könnte.

Ich denke aber, dass es vor allem Gabriel schwerer haben könnte. Die Richtlinienkompetenz liegt bei der Bundeskanzlerin, und im Außenamt kann man nicht sein eigenes Ding durchziehen. Das wird Merkel nicht durchgehen lassen. Im Wirtschafts- und Energieressort war das anders. Da ließ sie Gabriel gewähren, lies ihn "die Energiewende gestalten", wie er das großspurig angekündigt hatte um anschließend genau daran scheitern. Am Ende war er sogar mit der Abwicklung eines Einzelhändlers sichtlich überfordert. Er ist einfach kein Typ für die Details, die man aber bei einer Herkulesaufgabe wie der Energiewende ebenfalls beherrschen muss. Und auch im Außenamt steckt der Teufel in den Details.

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ptb29 25.01.2017, 14:59
6. Will er am Ende seiner Macht noch ein bisschen verreisen?

Schon geht das Postengeschacher los, hätte man nicht wenigstens so tun können, als würde A. Merkel sich darüber ein paar Tage den Kopf zerbrechen, um dann Gabriel aus dem Hut zu zaubern? Es geht immerhin um den Außenministerposten.

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Sponti@abwesend.de 25.01.2017, 15:01
7.

und ich dachte jetzt echt Spontan das ein Aussenminister noch weniger Zeit für die Familie hat, wie der Wirtscgaftsminister.

Mal sehen was aus den freien Nachmittag für die Tochter wird.

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dasistdasende 25.01.2017, 15:04
8. Ist ja nicht für lange

Ist ja nur für ein halbes Jahr. Nach der Wahl werden die Pöstchen eh wieder neu ausgewürfelt. Wer immer dann regiert.

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scratchpatch 25.01.2017, 15:05
9. Kann zum Bumerang werden für die SPD

Gabriel kritisiert ja auch mal gerne die Regierung, der er angehört, z.B. die Flüchtlingspolitik. Wenn Gabriel sich als Außenminister blamiert, wird es nicht nur für Merkel schwerer, sondern auch für den SPD-Kanzlerkandidaten Schulz. Ein Außenminister, der unbeliebt ist, das ist eine schwere Hypothek, wie schon die FDP erfahren hat.

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