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Künftiger Außenminister Sigmar Gabriel: Das Experiment
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Sigmar Gabriel verzichtet auf die SPD-Kanzlerkandidatur und wechselt vom Wirtschafts- ins Außenministerium. Das könnte die Tonlage in der Außenpolitik verändern.

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Jimbofeider 1 25.01.2017, 17:17
80. Rote Kreuz

Gabriel hätte die einmalige Gelegenheit nutzen sollen von allen Ämtern zturückzutreten und beim Roten Kreuz eine Ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. Das hätte Glas und Stil. So ist ein typischer Gabriel!

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prinoset 25.01.2017, 17:18
81. Sorry

Zitat von scooby11568
Genau das, was das Trumpeltier braucht.
aber der wischt mit dem für ihn völlig ungekannten Linken den Boden. Wenn Trump schon hört, dass er sich offene Grenzen und den grenzenlosen Zuzug aller wünscht, platzt dem der Kragen. Erinnern Sie sich bitte an seine Äußerungen zur Migrantenfrage. Die waren eineindeutig.

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Pless1 25.01.2017, 17:20
82.

Zitat von Tavlaret
... dass Schröder zu Gabriel sagte, als dieser sein Nachfolger in Hannover als MP von Niedersachsen war: "Gewinn du erst mal ne Wahl!" Gabriel hat nie eine gewonnen (eine Bevölkerungswahl meine ich, natürlich wurde er von den SPD-Mitgliedern zum Vorsitzenden gewählt). Vielleicht hofft er, dass es Schulz besser kann.
Gut, dass mal jemand an diesen Umstand erinnert, danke dafür!

Man muss ihm aber zugutehalten, dass er es dafür weit gebracht hat:

- Ministerpräsident, ohne gewählt zu werden
- Vorsitzender der SPD
- Umweltminister als Wahlverlierer 2009
-Wirtschafts- und Energiewendeminister sowie Vizekanzler als Wahlverlierer 2013

Zudem hat er bald einen SPD-Mann ins Schloss Bellevue gebracht (Steinmeier 2017) durch eine geschickte Überrumpelungstaktik und sich nun parallel dazu nun dessen Posten als Außenminister geangelt - ein Amt von herausragender Reputation.

Mehr geht wirklich nicht, ohne selbst eine Wahl zu gewinnen.

Ich bin mal ganz ehrlich: Ich mag den Sigmar Gabriel. Er ist authentisch und ehrlich und er steht zu seinen Macken. Ich mag den wirklich. Er wäre aber kein guter Kanzler. Er ist auch kein guter Minister, zumindest in seinem jetzigen Ressort und ich befürchte das wird auch im Außenamt so sein, dort wäre das aber noch wirkungsvoller, leider.

Er war aber ein guter Parteivorsitzender, da kamen seine oben genannten guten Eigenschaften voll zum Tragen - vermutlich wäre er auch ein guter Fraktionschef der SPD, aber darauf hat er wohl keine Lust. Oppermann wäre vermutlich ein besserer Außenminister als Gabriel, auch wenn ich den Oppermann gar nicht leiden kann. Der Oppermann trägt sein Herz nicht auf der Zunge und kann auch mal gute Mine zum Bösen Spiel machen - das ist in der Position leider manchmal sehr wichtig.

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Watschn 25.01.2017, 17:25
83. Gabriels Rückzug in allen Ehren....

...aber den Vortritt für Schulz auf eig. Auswahl eines Regierungsposten hätte der nun dreimalige-KK-Rückzieher u (defacto 3x KK-Rohrkrepierer) Gabriel schon lassen sollen, anstatt wieder diese üble "Bedienermentalität" mit Absahnen u. Rosinenpicken (Aussenministerium) vor dem Bürger extrazupolieren...

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james.n 25.01.2017, 17:25
84. Gabriel wird schnell lernen ...

... seine Worte im neuen Amt zu wägen, denn er möchte, wenn alles gut geht, über den 24. September hinaus im Auswärtigen Amt verbleiben. Zuzutrauen ist es ihm allemal, denn seine letzten Coups - auch in eigener Sache - waren durchaus von Cleverness und Schlitzohrigkeit geprägt.

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julia-s12345 25.01.2017, 17:27
85. hihihihi

Zitat von schamot
bitte als erstes bei der IS vorbeischauen und und um Frieden bitten. Hoffe die behalten ihn gleich da! Wer hat das Volk gefragt von so einem im Auslandvertreten zu werden?
Die Idee mit dem IS ist gut, vielleicht nimmt der dicke Sozialdemokrat dann ab! Das deutsche Volk wird entscheiden, wer die Regierung stellt. Ich hoffe, es schickt die Roten in die Opposition! Wäre Zeit!

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Altes Eisen 25.01.2017, 17:30
86. Poltergeist Siggi Pop

Na da bin ich schon mal sehr gespant auf seinen ersten Auftritt auf dem politischen Parkett.
Er hat einfach nicht die Charaktereigenschaften,die in diesem Amt notwendig sind. Mal sehen,ob er bei Verhandlungen Andersdenkende als " Pack " bezeichnet und lästige Jornalisten wie Dreck behandelt.

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Cyman 25.01.2017, 17:35
87.

Zitat von fc-637124
Erst aus (Feigheit vor dem F/Gegner) zurücktreten, aber weiterhin, ohne zu fragen, einen gut dotierten Posten besetzen.
Das hat wohl mehr mit Ihrem Verständnis von Feigheit tu tun als dass es sich tatsächlich um solche handelt. Allerhöchstens ist es klug, eine Entscheidung zum Wohle der Partei zu treffen, als seine eigene Person über diese zu stellen.

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Pless1 25.01.2017, 17:35
88.

Zitat von biobayer
"Sparflamme" kann Gabriel nicht. Außerdem hat er für sich schon mal den Posten des Außenministers in der nächsten GroKo klargemacht. Damit ist Schulz als möglicher Außenminister kaltgestellt. Ihm bleibt die Ehre des Parteivorsitzes und die Vision, Bundeskanzler einer RRG-Koalition werden zu können. Aber nur die Vision.
Sie könnten Recht behalten. Ich glaube das aber eher nicht. Auch nach der Wahl wird Schulz Parteichef bleiben - es sei denn, das Wahlergebnis der SPD läge noch erheblich unter den heutigen Umfragen, also deutlich unter 20%. Davon ist aber auch nicht auszugehen, eher irgendwas zwischen 20% und 25%. Das bleibt zwar mies vor dem Hintergrund des eigenen Anspruchs der SPD aber würde Schulz nicht stürzen. Schulz würde also die SPD in die diversen Sondierungsgespräche respektive Koalitionsverhandlungen führen.

Für einen ausgemachten Außenpolitiker und Realisten wie Schulz ist RRG auf Bundesebene doch keine Option. Können Sie sich vorstellen, dass jemand wie Schulz eine Regierung bildet mit einem Koalitionspartner, der die NATO auflösen will? Ich kann mir das jedenfalls nicht vorstellen. Es läuft also alles wieder auf eine GroKo heraus.

Das erste Zugriffsrecht auf einen Ministerposten der SPD hätte dann der Parteivorsitzende und das ist dann eben Schulz. Die alte Legislaturperiode ist dann Geschichte. Und Schulz würde dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Außenamt wählen und die Vizekanzlerschaft dazu. Er wäre ja auch prädestiniert dafür bei seinem internationalen Netzwerk.

Ob dann noch ein Posten für Gabriel abfällt - am Kabinettstisch oder in der Fraktionsspitze - das wird man dann sehen. Wenn Gabriel diesen überhaupt noch anstrebt. Da bin ich mir absolut nicht sicher.

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HH-Hamburger-HH 25.01.2017, 17:38
89. Gute Wahl

Ich bin weiß Gott kein Anhänger von Sigmar Gabriel und halte viele seiner Entscheidungen als Wirtschaftsminister (pro TTIP, pro EDEKA, contra Marktwirtschaft) für eklatant falsch. Als Außenminister ist er aber gegenüber dem verbalen Schaumschläger Steinmeier, der nicht einmal eine klar erkennbare Linie deutlich vertreten hat, die eindeutig bessere Wahl

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