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Künftiger Minister Spahn: Ein Geschenk für die SPD
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Der designierte Gesundheitsminister Jens Spahn eckt an, mancher spricht ihm wegen seiner Hartz-IV-Sätze die Kabinettstauglichkeit ab. Dabei müsste sich die SPD bei dem CDU-Mann bedanken.

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frank moegling 13.03.2018, 21:14
100. Hartz IV. ist auch ein Geschenk, zurück an die sozialen Demokraten.

Ein weiteres dringendes Geschenk an die sozialen Demokraten ist eine baldige gemeinsame Lösung der nicht mehr unwidersprochen hinnehmbaren anhaltenden unnötigen physischen und psychischen gesundheitlichen Belastungen für die Betroffenen des gesamten Hartz IV. Komplex mit seinen nicht mehr akzeptablen Folgen.

Vielleicht ist es ja hilfreich unter Einbeziehung und zu Hilfe Name aller Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Umwelt-, Soziales-,Arbeit-, Kultur und Bildung nach den besten allumfassenden Lösungen für die dringend unserer Hilfe benötigten Gruppen in dem Land, in dem wir doch eigentlich irgendwann einmal, auch alle zusammen gut und gerne leben wollten.

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flang 13.03.2018, 21:17
101. Warum sollte man nicht aussprechen was alle wissen?

Herrn Spahns Kommentar kann ich zu 100% bestätigen. Niemand muss in Deutschland hungern. Mehr hat er nicht gesagt. Aber wenn man nicht einmal diesen einfachen richtigen Satz aussprechen darf, dann läuft etwas sehr, sehr falsch in unserem Land.

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Annabelle_ 13.03.2018, 21:18
102. Hartz IV ist nicht gemacht worden, um Armut zu verhindern, sondern

um Menschen in Arbeit zu bringen. Arbeit, die schlecht bezahlt wird. Um Armutsbekämpfung gehts insofern, als Arme bekämpft u. Schwächste in Haftung genommen werden, weil Wirtschaftspolitik versagt.

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hotgorn 13.03.2018, 21:20
103.

Zitat von trader_07
Danke für Ihren Beitrag. Ich selber habe zwar nicht mit der Materie zu tun aber ein guter, langjähriger Freund aus Schulzeiten von mir ist staatlich geprüfter Berufsbetreuer und kümmert sich um die finanziellen/wirtschaftlichen Dinge von Personen (oftmals Hartz-IV), die damit überfordert sind. Die haben in der Regel nicht viel mehr als einen Mietvertrag, einen Handyvertrag und zwei, drei Ratenkredite für überflüssigen Konsumkrempel, aber das ist anscheinend schon zu viel, um den Überblick zu behalten. Wenn der aus dem Nähkästchen plaudert, schlackern Ihnen die Ohren. Der bekommt z.B. die Ansage, doch bitte nicht vor 10 Uhr zu klingeln, da man da ggf. noch schläft. Natürlich klingelt er bei diesem "Kunden" pünktlich um 8 Uhr. Wenn keiner öffnet, Chance vertan, die ungeöffnete Post der letzten vier Wochen zu sichten, nächster Termin wie geplant in einem Monat. Würde ich im übrigen bei solchen Nichtsnutzen genauso machen. Aber wer bezahlt den Spaß? Sie und ich und alle anderen Steuerzahler.
Viele diese Menschen sind schlicht schwer psychisch Krank, geistig Behindert oder wurden als Kind Missbraucht. Kein Mensch würde auch einen Hoch Verschuldeten Hartz4 Empfänger eine Chance geben Sie nicht und kein Betrieb.
Des weitern muss ich meine Sozial und Versicherungsleitungen genauso versteuern.

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oinarc 13.03.2018, 21:22
104.

Zitat von rene_schulz
Endlich Mal jemand mit Verantwortung, der aufzeigt, dass wir eines der besten Sozialsysteme der Welt haben, dass auch finanziert werden muss! Man könnte ja meinen, es gibt nur noch Arme in diesem Land und alles und jedes muss sich nur darum drehen. Wir haben eine ausreichende Absicherung für Arme, Kranke und Arbeitslose. Wenn man sich bildet und arbeitet, hat fast jeder die Chance sein Leben ausreichend zu bewerkstelligen.
wenn ähnliche Aussagen weiter Platz greifen, muss man sich tatsächlich warm anziehen.
Dann wird auch die Union immer weniger wählbar und die Empörung wird sich vermutlich verstärkt im rechten Lager fest machen.
Meine Steuergelder weiß ich jedenfalls besser bei den Benachteiligten eingesetzt als bei einem Gesundheitsminister namens Spahn

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tom.freiberg 13.03.2018, 21:23
105. Populismus pur

Jens Spahn provoziert mal wieder ein bißchen. Florian Gathmann vom SPIEGEL nimmt das hingehaltene Stöckchen offenbar gerne an und springt drauf an. Und sehr holprig drüber.
Bravo! Beifall!
Keinerlei Empörung von mir. Dafür ist das Manöver beider Herren einfach zu durchsichtig.
Der Versuch eine Debatte über soziale Ungerechtigkeit in Deutschland loszutreten birgt Risiken. Beide versuchen es. Und beide werden damit scheitern. Nicht wegen des Themas. Sondern wegen ihrer eingeschränkten Sicht auf das Thema.
Der eine will um jeden Preis provozieren. Sich in Stellung für (weitere) Ämter bringen.
Der andere will sich profilieren, vielleicht Schlagzeilen haben.

Beiden Protagonisten ist eines gleich - sie sind Populisten.
Das Thema ist zu ernst, um es eben solchen Selbstdarstellern zu überlassen.

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merkela.angel 13.03.2018, 21:29
106. sehen wir es Hr. Sphn nach

Er hat sich vor seinen Aussagen gründlichst mit dem Thema beschäftigt.
http://www.der-postillon.com/2018/03/spahn-IV.html

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Stäffelesrutscher 13.03.2018, 21:31
107.

Zitat von hisch88
Mein Bruder macht genau den Job, ehrenamtlich als Rentner, und erzählt mir ohne Namensnennung der Betroffenen genau dasselbe was sie niedergeschrieben haben.
Ja, da kann man sich im Lästern über Leute suhlen, die nicht ganz so drauf sind wie der Frühaufsteher, der um 5:30 Uhr schon joggt.
Und wenn jemand gesagt hätte: »bitte nicht nach 17 Uhr, denn durch meine Medikamente werde ich immer sehr früh müde«, dann wären diese grandiosen Betreuer aus Überzeugung erst um 20 Uhr gekommen.

Ist es in Deutschland mittlerweile ein Verbrechen, vom Biorhythmus her keine Lerche, sondern eine Eule zu sein? Ein ehemaliger Schichtarbeiter mit Schlafstörungen? Oder jemand mit Kreislaufproblemen?

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hotgorn 13.03.2018, 21:34
108.

Zitat von ingenieur-aus-überzeugung
immer sympathischer. Obwohl ich eher links stehe als CDU! Die Debatte startet doch bei der Frage was wir Menschen geben die, ja was? Zu faul zum arbeiten! Zu krank zum arbeiten! Zu, sorry, doof zum arbeiten! Leider unterscheiden wir hier nicht. Zu krank, zu doof = gerne unterstützen Zu faul = NULL Würden wir hier Differenzierend vorgehen, so vermute ich, könnten wir den Kranken und Doofen (sorry) wesentlich mehr zukommen lassen. Das Problem der Harz 4 Empfänger sind die faulen Menschen. Die verursachen doch die Armut. Nicht die Bedürftigen (Kranke und Doofe) Die mögen doch eine wahre Teilhabe an der Gesellschaft haben. Die Faulen, bitte, denen steht nix zu.
bekommen Sie Sammelbildchen von ihrem Chef?

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schwäbischalemannisch 13.03.2018, 21:37
109. @ Nr. 70 - bedingungsloses Grundeinkommen

Ich denke wir stimmen da weitgehend überein. Was das bG betrifft, so bin ich davon aber noch nicht überzeugt. Ich kann mir gut vorstellen so etwas ähnliches für Kinder ein zu führen. Insbesondere weil Kinderarmut ein wichtiges Thema ist. Vermutlich bekommt man das aber mit mehr Betreuung besser im Griff. Man muss Anreize setzen, dass die Elter n sich mehr um das Wohl der Kinder kümmern. Mehr Geld, nur für die Kinder und zum zielgerichteten Ausgeben kann ein Baustein sein.

BG für alle ist in Zukunft durchaus realistisch. Wenn man so hört was Zukunftsforscher so von sich geben, erscheint mir das nicht unplausibel. Allerdings müsste sich dafür noch sehr viel ändern. Wenn die Gesellschaften auf einem höheren Niveau angekommen sind und die Erde soweit weiter entwickelt und unter menschlicher Kontrolle ist, dann wir es möglicherweise eine Art klassenlose Gesellschaft geben. Zumindest keine Armut mehr und auch keine Krankheiten.

Bis dahin dürfte das bG aber nur eine Illusion sein, da nicht finanzierbar. Ich sehe das Problem auch nicht primär darin, dass dann viele nur noch dolce Vita machen würden. Die gäbe es zweifellos. Es müsste quasi erst eine neue Art Mensch geschaffen werden, damit bG keine negativen Effekte hätte. Aber das ist nun wirklich Utopie.

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