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Künstliche Befruchtung: Gesundheitsminister plant Samenspenderkartei
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Kinder aus künstlicher Befruchtung sollen künftig den Namen ihres leiblichen Vaters erfahren können. Ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sieht den Aufbau einer bundesweiten Datenbank vor.

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mhpr262 15.10.2016, 17:23
20.

Es gibt schon jetzt weltweit viel zuwenig (geeignete) Samenspender. Für asiatische Frauen in Kanada, die auch einen Asiaten als Vater ihrer Kinder haben möchten, gibt es nur einen einzigen Spender! Und mit diesem Gesetz wird auch das letzte Interesse daran einbrechen. Mal wieder typisch deutsche Gesetzesentwürfe, fern jeder Lebenswirklichkeit und Praktikabilität.

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schgucke 15.10.2016, 17:26
21. Samen?

kann man das nicht mal langsam in "Spermadatenbank" umbenennen? man könnte sonst leicht annehmen, Ejakulat enthielte befruchtete Eizellen.

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Ishibashi 15.10.2016, 17:26
22. völlig richtig !

Kinder haben ein Recht auf Information wer ihr biologischer Vater ist.
Es wird auch danach Samenspender geben nur halt nicht mehr so viele mit blauen Augen und genauer Spezifikation. Ich selbst habe mich auch mal eine Zeit lang als Samenspender angemeldet und überdurchschnittliche Alimente angeboten aber das schreckt wohl eher ab weil Frau dann befürchtet etwas Kontrollverlust zu riskieren.

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hansgustor 15.10.2016, 17:29
23. Anonyme Spenderkartei

Namensvorschlag: Anonyme Spenderkartei. Name, Adresse und DNA werden vollkommen anonym gespeichert.

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kuschl 15.10.2016, 17:38
24. Nichts wichtiger als das

Gut zu wissen, daß der Gesundheitsminister noch lebt. Haben wir im Moment keine wichtigeren Themen auf der Agenda?

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rolandharry 15.10.2016, 17:42
25. Schade um die Kinder,

die nun nicht mehr geboren werden. Wer, der einigermaßen bei Verstand ist, kann sich nun noch darauf einlassen, Samenspender zu werden. Viele 1000 Spender hat auf Vertrauensschutz gesetzt, der durch eine einzige Gerichtsentscheidung und dem Hinterherhecheln durch den Gesetzgeber nichts mehr wert ist. Einem solchen Gesetzgeber kann doch niemand ernstlich trauen.

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chwe 15.10.2016, 19:01
26.

Zitat von qoderrat
Ganz locker bleiben, zum derzeitigen Zeitpunkt kann ich keine Verpflichtung für Sie zur Samenspende erkennen. Im Zweifel einfach bleiben lassen.
genau das ist in Schweden nach Einfuehrung einer solchen Kartei passiert - die Spender lassen es bleiben und die Schwedinnen muessen jetzt nach Daenemark fahren.

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emo.alberich 15.10.2016, 19:09
27. Einfache Lösungen möglich ...

Zitat von unzensierbar
Kann gar nicht abwarten wie die Zahl der Samenspender sinken wird. Wo bleibt denn deren Recht anonym zu bleiben oder von ihren biologischen Kindern nicht "belästigt" zu werden? Wenn ich spenden würde, würde ich nichts mit dem Leben meines biologischen Kindes zu tun haben wollen.
Wieder so ein Gesetz, das völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei geht.

Ist man sich einig, ist private Spermaspende überhaupt keine Sache.

Legt ein ungewollt kinderloses Paar besonderen Wert auf Diskretion, entschliesst man sich am besten zur alt bewährten Methode "Zimmerherr". Die Vaterschaftsvermutung des Ehemannes ist unumstösslich, es sei denn, er ficht sie selber an.
Jenseits der Altersgrenze und als Mann denke ich, dass es mir gegebenfalls wohl lieber wäre, mich am Auswahlprozess zu beteiligen und es genau so in Kauf nähme, wenn mein Ehefrau sich von einem als gemeinsam als "geeignet" empfundenen unfreiwilligen Samenspender "befruchten" liesse - wenn sie mir versprechen würde nur an mich und unser Kind zu denken. Gesund, gratis, moralisch unbedenklich, juristisch problemlos.

Oder - Spender und Empfängerpaar einigen sich aussersamenbanklich, dann geht es gar ganz und gar ohne GV. Juristisch sicher für alle und praktisch kostenlos für alle.
Oder freier Markt. Samenspender könnten den grössten Teil dessen von dem, das sich heute die Fertilisationsmediziner abgreifen, für sich reklamieren. Als infertiler Vater in spe wäre mir das lieber als medizinische digitale Akten. Der soziale Vater ist der Vater, so ist das eben. Auch Eltern haben ein Recht auf ein Privatleben und auf Privatsphäre.

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andreasostwald 15.10.2016, 19:54
28. von Gröhe hatte man ja auch lange nichts gehört - und das war auch gut so !

von Gröhe hatte man ja auch lange nichts gehört - und das war auch gut so!
Welch kranken Geistes Kind der wohl entstammt und es will ausser Ihm auch keiner wissen ...

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Halfstep 15.10.2016, 20:06
29. Zukunftsausblick: Gigantische Lebenserwartung (?)

Speicherfrist 110 Jahre - wow!
Wie alt muss der Samenspender mindestens sein? Ich vermute mal volljährig, also 18. Zum Routine-Löschtermin wäre der biologische Vater also mindestens 128 Jahre alt ...
Man hat also vorsichtshalber mit weiter stark wachsender Lebenserwartung gerechnet.

Das ist nicht als Kritik gemeint. Ich finde das sowohl grundsätzlich richtig, als auch - auf den zweiten Blick - die scheinbar unnötig generöse Speicherzeit.

Betonung auf "scheinbar". Dazu fällt mir z.B. Software (vor allem, aber nicht nur das Betriebssystem Kleinstweich Fenster) ein, die schon nach wenigen Jahren mit den dann aktuellen größeren Datenträgern nicht mehr zu zurechtkam. Und der "Millenium Bug".
In beiden Fällen hatten die Entwickler gepennt: Das Mooresche Gesetz ignoriert, im zweiten Fall fehlte der banale Blick in den Kalender.
Die Weiterentwicklung der Lebenserwartung ist wesentlich unklarer als diese Scheuklappenbeispiele. Also durchaus vernünftig, eine grooße Nix-Genaues-weiß-man-nicht- "Sicherheit" in die Frist einzubauen.
Ich finde es immer gut, wenn Planer langfristig denken.

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