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Kundgebung in Moskau: Putin schickt 12.000 Polizisten gegen Demonstranten
DPA

Das russische Regime lässt die Muskeln spielen: Mehr als 12.000 Sicherheitskräfte zieht Präsident Putin in Moskau zusammen. Sie sollen bei der angekündigten Massendemo der Opposition für Ordnung sorgen. Ganze Straßenzüge sind abgeriegelt.

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kuac 12.06.2012, 12:35
20. Warum

Zitat von Wildes Herz
Wie hier auch einige meiner Vorredner bereits ganz richtig ausgeführt haben, wird hier in der Berichterstattung ganz eklatant mit zweierlei Maß gemessen. Kein SPON-Journalist schreibt je von einem "Regime", das in Deutschland über Tage (!) hinweg erst kürzlich ganz Frankfurt mit einer Armee aus tausenden Polizeibeamten zu einer demokratiefreien Hochsicherheitszone verwandelt hat. Ich entnehme diesem Artikel vor allem eines: In Moskau gibt es offensichtlich noch Versammlungsfreiheit - in Deutschland hingegen ist das keineswegs selbstverständlich. Siehe Frankfurt. Auch die Überschrift ist hochgradig suggestiv: Würde man in Bezug auf ein ähnliches Polizeiaufgebot in Deutschland davon sprechen, dass 12.000 Polizisten "eingesetzt werden, um einen geordneten Verlauf der Demonstration zu gewährleisten und die öffentliche Sicherheit zu schützen" o.ä., wird hier suggeriert, dass diese 12.000 Polizeibeamte "gegen die Demonstranten" eingesetzt werden. Komischerweise ist die Demonstration aber erlaubt - das kennen wir aus Frankfurt aber doch ganz, ganz anders. DA wurden WIRKLICH tausende deutsche Polizeibeamte tagelang (!) "gegen die Demonstranten" eingesetzt - ohne dass ich mich aber an eine derartige SPON-Überschrift erinnern könnte. Ich bin wirklich weit davon entfernt, für Putin zu sein und es gibt gewiss viele gute Gründe, gegen ihn auf die Straße zu gehen. Aber bei dieser Art von Berichterstattung drängt sich ihr tendenziöser Charakter geradezu auf...
versuchen Sie die brutale Vorgehensweise der russischen Regierung mit Beispielen aus DE zu verteidigen? Ein Unrecht bleibt immer ein Unrecht, egal wo es geschieht. Wie die deutsche Regierungen und Justiz mit RAF gefangen (das waren keine friedliche Demonstranten, sondern Terroristen) umgegangen sind, daran kann Russland sehen, was ein Rechtstaat ist. Man tötet/einsperren nicht einfach Politiker, Unternehmer oder Journalisten, die andere Meinung haben.

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donnerfalke 12.06.2012, 12:38
21. Occupy in Frankfurt, S21 in Stuttgart usw.

versucht man nur die Schweinereien im eigenen Land zu vertuschen. So nach dem Motto: "Seht her, da ist Rußland und dort ist es noch schlechter". Die Lügner und Propaganda-Schreiberlinge werden aber die Wahrheit nicht verstecken können dass sie im eigenen Land ebenso wenig Demokratie haben.

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juergw. 12.06.2012, 12:40
22. Die Party geht erst richtig los ....

Zitat von davidhupperich
Italien setzt die Armee im Inland ein. In Spanien werden Demonstrationen aufgelöst und wer zu einer aufruft, wird als Staatsfeind angeklagt. Und was war in Frankfurt vom 16-19 Mai? Hinzu kommt der Überwachungsstaat, der praktisch alle Lebensbereiche durchdringt. etc pp... Die Grundrechte werden in weiten Teilen Europas nicht mehr beachtet. Wenn wir uns nicht bald wehren, ist es zu spät!
wenn der Euro zusammen bricht und die Europäer erkennen wie Sie von ihren Regierungen beschissen wurden.Dann werden in Europas Hauptstädten Millionen auf die Strasse gehen.Dann ist man froh wenn man noch die Armee zur Verfügung hat.Irgendwann wird im Namen der Demokratie geschossen.....!

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Roberto7 12.06.2012, 12:42
23. Demokraten in der Minderheit

ich waere auch feindlich gegenueber einem System der Korruption,Wahlfaelschung und Nepotismus. Der Artikel ist gut - und kein "Russian-bashing". Schliesslich wird ja hervorgehoben, das es auch noch Demokraten (in Form von Demonstranten) in Russland gibt. Von wegen Kalter Krieg , so'n Quatsch.

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leo06 12.06.2012, 12:44
24. Wo bleibt der live ticker)))

Zitat von Wildes Herz
Wie hier auch einige meiner Vorredner bereits ganz richtig ausgeführt haben, wird hier in der Berichterstattung ganz eklatant mit zweierlei Maß gemessen. Kein SPON-Journalist schreibt je von einem "Regime", das in Deutschland über Tage (!) hinweg erst kürzlich ganz Frankfurt mit einer Armee aus tausenden Polizeibeamten zu einer demokratiefreien Hochsicherheitszone verwandelt hat. Ich entnehme diesem Artikel vor allem eines: In Moskau gibt es offensichtlich noch Versammlungsfreiheit - in Deutschland hingegen ist das keineswegs selbstverständlich. Siehe Frankfurt. Auch die Überschrift ist hochgradig suggestiv: Würde man in Bezug auf ein ähnliches Polizeiaufgebot in Deutschland davon sprechen, dass 12.000 Polizisten "eingesetzt werden, um einen geordneten Verlauf der Demonstration zu gewährleisten und die öffentliche Sicherheit zu schützen" o.ä., wird hier suggeriert, dass diese 12.000 Polizeibeamte "gegen die Demonstranten" eingesetzt werden. Komischerweise ist die Demonstration aber erlaubt - das kennen wir aus Frankfurt aber doch ganz, ganz anders. DA wurden WIRKLICH tausende deutsche Polizeibeamte tagelang (!) "gegen die Demonstranten" eingesetzt - ohne dass ich mich aber an eine derartige SPON-Überschrift erinnern könnte. Ich bin wirklich weit davon entfernt, für Putin zu sein und es gibt gewiss viele gute Gründe, gegen ihn auf die Straße zu gehen. Aber bei dieser Art von Berichterstattung drängt sich ihr tendenziöser Charakter geradezu auf...
Hinzu kommt, dass diverse russische Medien Live von den Demos berichten. So sah ich gerade auf dem TV Kanal Doschd/Dozhd den Auftritt des Systemgegners Udalzow, der die Anwesenden nicht zum mitskandieren von Parolen begeistern konnte.
Jetzt redet gerade Nemzow...

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Drunken Masta 12.06.2012, 12:44
25. Erstaunliches zu lesen...

... bekommt man hier.

Die Berichterstattung ist also so nicht korrekt, weil es in Deutschland, speziell Frankfurt und Europa genauso schlimm oder gar schlimmer ist und man soll das nicht so negativ darstellen?
Uns geht es auch nicht besser, wobei da sicherlich Welten liegen und wohl doch sehr subjektive Eindrücke mitklingen, also warum sollte man Vorgänge dort so negativ beleuchten...
Leute, was ist denn mit euch los?

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kuac 12.06.2012, 12:46
26. In Russland

Zitat von Beute
ist das beste was Russland passieren konnte. Der heuchlerische Westen (die selbsternannten) "Guten" keifern vor Wut weil es nicht gelungen ist und nie gelingen wird , dass Russland nach dem Säufer Jelzin auf Westkurs zu bringen. Man sollte in Russland nicht zimperlich mit den aufgeputschten Demonstranten umgehen , tut man im "Guten" Westen auch nicht.
hat sich auch nach dem Fall des Kommunismus, was die Beziehung zwischen der Regierung und dem Volk betrifft, nichts verändert. Es wird
autoritär und mit Gewalt gegen das Volk regiert. Das einzige, das sich geändert hat, ist, dass einige wenige das ganze Eigentum unter den Nagel gerissen haben. Natürlich, mit Hilfe von einigen Harvard Ökonomen.
Das Land ist reich, aber die Menschen sind arm geworden. So ein System braucht starke regierungstreue Polizei/Justizmacht um einigermaasen stabil zu bleiben. Das sehen wir in den Nachrichten.

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Wunderläufer 12.06.2012, 12:50
27.

Zitat von H.Lorenz
Keine Regierung schaut tatenlos zu, wie von außen gelenkte und finanzierte NGO's Einfluß auf Meinungsbildung und politisches Geschehen nehmen und - schlimmstenfalls - Unruhen erzeugen.
Willkommen zurück in der UdSSR; was nicht gepasst hatte, wurde automatisch den bösen Feinden von außerhalb und deren willfährigen Helfershelfern im Innern angelastet.
Fazit:
Nix gelernt aus der Geschichte

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medwediza 12.06.2012, 12:53
28. Immer die gleiche Leier

Zitat von Beute
ist das beste was Russland passieren konnte. Der heuchlerische Westen (die selbsternannten) "Guten" keifern vor Wut weil es nicht gelungen ist und nie gelingen wird , dass Russland nach dem Säufer Jelzin auf Westkurs zu bringen.
Wer geifert (nicht keifert) im Westen vor Wut? Immer dieser gleiche Quatsch, westliche Regierungen würden Russland auf irgendeinen Kurs zwingen wollen. Das Gegenteil ist richtig: Putin wurde zu Beginn von allen westlichen Regierungen gehätschelt, wie kein Staatspräsident zuvor. Inzwischen ist man ein wenig auf Distanz gegangen, weil man festgestellt hat, dass Putin der wohl korrumpierteste Präsident Russlands ist, den es je gegeben hat. Wahlen manipulieren, missliebige Gegner ins Gefängnis stecken oder umbringen, kritische Journalisten ermorden lassen, Korruption vom einfachen Polizisten bis zu ihm selbst in einer Dimension pflegen, wie es das noch nie zuvor gegeben hat, in krimineller Art Firmen abgreifen usw. – das ist Putin. Ein korrupter Despot, nichts anderes. Schade um Russland und das russische Volk, sie hätten es schon längst verdient, mal einen Präsidenten zu haben, der diese Bezeichnung auch verdient.

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kalumeth 12.06.2012, 12:55
29. Putin ist wie Assad-Light

Zitat von donnerfalke
versucht man nur die Schweinereien im eigenen Land zu vertuschen. So nach dem Motto: "Seht her, da ist Rußland und dort ist es noch schlechter". Die Lügner und Propaganda-Schreiberlinge werden aber die Wahrheit nicht verstecken können dass sie im eigenen Land ebenso wenig Demokratie haben.
..denn es ist noch ein qualitativer Unterschied, ob man (wie S21 oder Frankfurt) ü b e r h a u p t demonstrieren darf, oder ob man gleich bis nach Hause verfolgt wird. Nicht umsonst hält Putin dem Massenmörder Assad noch die Stange. - Was sagt eigentlich unser Gas-Gerd als Putins Männerfreund dazu? ..Abgetaucht und schwimmt im Geld. Wie armselig!

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