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Kunduz-Affäre: Bundeswehr-Oberst Klein soll General werden
dapd

Bundeswehr-Oberst Georg Klein soll zum General befördert werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Soldat hatte vor drei Jahren in Afghanistan den Befehl zur Bombardierung von zwei Tanklastzügen in der Nähe von Kunduz gegeben. Mehr als 100 Menschen starben.

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Zaphod 08.08.2012, 11:51
10. Aufmerksamkeitsdefizit

Zitat von hundotto
Das ist ja wohl der blanke Hohn für die Opfer seines unverzeihlichen Fehlers.Da fällt einem echt nichts mehr zu ein.
Wen interessieren 100 unschuldige Opfer, wenn es sich bei den Opfern um Afghanen handelt? Wahrscheinlich nicht einmal 1 % soviele Deutsche, wie sich für einen toten Soldaten interessieren, der im Kampf erschossen wird.

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Velociped 08.08.2012, 11:52
11. "nichts falsch gemacht" ?

Zitat von mactor2
Denn Nachweislich hatte er ja nichts falsch gemacht.
Die Staatsanwaltschaft hat weisungsgemäss nichts strafbares gefunden und das Verfahren eingestellt. Wem keine Straftat nachgewiesen wurde, der hat nicht "nachweislich" alles richtig gemacht. Sicher gilt die Unschuldsvermutung im Strafrecht. Bei der Beförderung gilt sie jedoch nicht.
Wenn die Tötung von über hundert Unschuldiger ein Grund ist in der Bundeswehr befördert zu werden, steht die Bundeswehr nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes sondern ist eine kriminelle Vereinigung.

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paulroberts 08.08.2012, 11:53
12. "Mehr als 100 Menschen starben."

Zitat von sysop
Bundeswehr-Oberst Georg Klein soll zum General befördert werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Soldat hatte vor drei Jahren in Afghanistan den Befehl zur Bombardierung von zwei Tanklastzügen in der Nähe von Kunduz gegeben. Mehr als 100 Menschen starben.
..das ist natürlich ein Qualifikationsbeweis.Töten und getötet werden,
darum geht es schliesslich in dem Job.Und Punkt 1 hat er ja schon 1a
hingekriegt.

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Sportina760 08.08.2012, 11:56
13.

Zitat von sappelkopp
...da will man ihn versorgen, ist gang und gäbe in der Bundeswehr. Passiert auch bei Majoren, die zwei Monate vor der Entlassung noch schnell zum Oberstleutnant befördert werden. Sind ja nur Steuergelder.
Und nur am Rande: Altergsrenze für Dienstgrade ab Oberst: 65 Jahre. Oberst Klein ist 51, also hat die Bundeswehr ihn noch 14 Jahre! Siehe Soldatengesetz § 45. Also geht er eben nicht bald in Pension. Und da weiß ich nicht, was eigentlich schlimmer ist: eine nicht ruhegehaltsfähige Beförderung und ein schneller Abgang oder ein weiteres 14jähriges "Wirken" des Mannes.

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HWGerlacher 08.08.2012, 11:56
14. optional

Dem Mann war nichts nachzuweisen, also kann er auch befördert werden. Im Krieg führen Entscheidungen leider zu drastischeren Konsequenzen als im zivilen Berufsleben.

Dieser Beitrag zu Herrn Kleins bevorstehender Beförderung folgt dem üblichen Muster medialer Skandalisierung, auf die der durchschnittliche SPON-Forist nur zu gerne anspringt.

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amalaswintha 08.08.2012, 11:56
15. ..

Ich weiß nicht, wo hier das Problem liegen soll.
Herr Oberst Klein ist ganz gewiss ein verantwortungsvoller Staatsbürger in Uniform.
Und wenn das für ihn vorgesehene Amt eine Beförderung zum General vorsieht, dann ist das so und dann ist es richtig so. Meinen Segen hat er.

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feierfee 08.08.2012, 11:57
16.

Den Bombenabwurf hatte er befohlen, „um Gefahren für meine Soldaten frühzeitig abzuwenden und andererseits mit höchster Wahrscheinlichkeit nur Feinde des Wiederaufbaus Afghanistans zu treffen"

Er hatte sich geirrt, das Unwahrscheinlichere ist eingetreten.


Wenn er mein Vorgestzter wäre hätte ich kein Problem mit ihm.

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SirLurchi 08.08.2012, 12:03
17. Begründung

Zitat von Cpt.Willard
...wird zum General befördert. Da läuft einem der kalte Schauer über den Rücken.
Und was genau lässt Ihnen einen "kalten Schauer" über den Rücken laufen?

Ich habe mich wirklich sehr intensiv mit den Vorgängen rund um seine damalige Entscheidung beschäftigt, da interessiert es mich natürlich, was genau Sie meinen.

Schönen Dank im voraus.

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MikeNixda 08.08.2012, 12:05
18. Skandal, Skandal...

ein Oberst, dem nichts vorzuwerfen ist (Achtung Unschuldsvermutung!) soll befördert werden.

Das ehemalige Urgestein des Journalismus grüßt den Boulevard.

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Desconocido 2 08.08.2012, 12:06
19.

Zitat von sappelkopp
...da will man ihn versorgen, ist gang und gäbe in der Bundeswehr. Passiert auch bei Majoren, die zwei Monate vor der Entlassung noch schnell zum Oberstleutnant befördert werden. Sind ja nur Steuergelder.
Sie scheinen sich ja gut auszukennen. Leider muss ich Sie trotzdem korrigieren. Beförderungen welche nur 2 Monate vor der Pensionierung wirksam werden, sind aufgrund der kurzen Zeit nicht ruhegehaltsfähig d.h. sie sind für die Bemessung der Pension nicht relevant.

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