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Kunduz: Karzai und McChrystal erklären deutsches Einsatzgebiet zur Krisenzone

VIP-Besuch mit Signalwirkung: Afghanistans Präsident Karzai und US-Chefkommandeur McChrystal haben in Kunduz Stammesführer umworben - und die Deutschen mit ihrer Spontanreise überrascht. Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht.

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clh 11.04.2010, 18:11
1. Spontanbesuch

Zitat von sysop
VIP-Besuch mit Signalwirkung: Afghanistans Präsident Karzai und US-Chefkommandeur McChrystal haben in Kunduz Stammesführer umworben - und die Deutschen mit ihrer Spontanreise überrascht. Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht.
Unsere Politiker werden sich wieder erst dafür interessieren, wenn es die nächsten toten Soldaten gibt und die Versicherungsbranche nicht mitspielen will.
Vorher denkt man noch nach, ob es Krieg heißt oder nicht.

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Nairod 11.04.2010, 18:28
2. Old News Diffrent Day

"Die USA nehmen uns das Heft des Handelns aus der Hand", sagt ein hoher Offizier.
Ich kann mich noch erinnern das die BW doch drum Gebeten unterstützt zu werden. Jetzt wo hilfe naht ist man SCHNIPPISCH



Wussten wir schon seit 18 März

Die Nato plant im deutschen Kommandobereich in Kundus eine Offensive gegen die Taliban. Als Vorbild diene die aktuelle Operation im Süden Afghanistans, sagte der höchstrangige deutsche Isaf-Offizier Bruno Kasdorf. Die Lage in Kundus ordnete er als "problematisch" ein. Ein Erfolg am Hindukusch sei alternativlos.

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mavoe 11.04.2010, 18:35
3. Jetzt gehts "richtig" los

Zitat von sysop
VIP-Besuch mit Signalwirkung: Afghanistans Präsident Karzai und US-Chefkommandeur McChrystal haben in Kunduz Stammesführer umworben - und die Deutschen mit ihrer Spontanreise überrascht. Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht.
"Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht."

Also keine "kriegsähnliche" Zustände mehr. Und jetzt fehlen dort Leopard2-Panzer. Oder Eurofighter. Oder haben die doch Angst, plötzlich flüchten zu müssen und die ganze Gerätschaft zurücklassen. In aller Eile? Mannomann ich war auch schon zwangsweise in der Bundeswehr, allerdings 1983/84. Und schon da hätte, im kriegsähnlichen Fall, die Truppe der geballten Sowjetarmee standhalten sollen. </lol>

Also richtig oder garnicht, am besten garnicht und alle raus!

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derweltbuerger 11.04.2010, 18:52
4. Propaganda

"Konkret redete er über die strikten Einsatzregeln der Deutschen, die ein offensives Durchgreifen gegen die Taliban verhinderten. Omar hatte in der Vergangenheit die rigiden Aktionen der US-Armee stets gelobt. Nun forderte er alle Nato-Nationen auf, Kampftruppen in den Norden zu verlegen."

Die deutsche Öffentlichkeit soll hiermit anscheinend auf eine aggressivere Gangart der Bundeswehr vorbereitet werden.

Abzug aus Afghanistan jetzt! Dieser Irrsinn muss ein Ende haben.

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sam clemens 11.04.2010, 18:52
5. Ja, ...

... dann geht's wohl los. Erst eine Offensive, um Raum zu gewinnen und dann der schnelle Rückzug.

Die Formulierung "keine Alternative zum Erfolg ..." zählt zu den dämlichsten der letzten Jahre. Ist doch offensichtlich, dass der Rückzug und die Machtergreifung durch die Taliban kommen werden.

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Margrit2 11.04.2010, 19:09
6. Ein Affront

Zitat von sysop
VIP-Besuch mit Signalwirkung: Afghanistans Präsident Karzai und US-Chefkommandeur McChrystal haben in Kunduz Stammesführer umworben - und die Deutschen mit ihrer Spontanreise überrascht. Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht.
ohne die dort stationeirten deutschen Truppen rechtszeitig zu unterrichten und mit ihnen gemeinsam diese Gespräche zu führen, ist dieses Vorgehen ein enormer Affront gegen die Deutschen.
Entweder sind dort NATO-Truppen, dann arbeitet man gemeinsam oder die USA betrachten uns als Hilfstruppen, die man ruhig mit Füßen treten kann.
Dann kann s für deutshe Politiker nur heißen, sofort raus.
Aber Merkel mit ihrer hündischen Amerika-Untewürfigkeit wird dies alles gar nicht zur Kenntnis nehmen. Und weitere tote deutsche Soldaten sind dann auch nicht so schlimm.Das interessiert sie nicht sonderlich

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genugistgenug 11.04.2010, 19:12
7. Selbstüberschätzung

"Die USA nehmen uns das Heft des Handelns aus der Hand"

hatte die Bundeswehr schon jemals das Heft in der Hand?

Die aktuellen Vorgänge waren absehbar, nur das Datum, die Zahl der Toten und das Geschwurbel der Politiker war offen.

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Paul-Merlin 11.04.2010, 19:14
8.

Zitat von sysop
VIP-Besuch mit Signalwirkung: Afghanistans Präsident Karzai und US-Chefkommandeur McChrystal haben in Kunduz Stammesführer umworben - und die Deutschen mit ihrer Spontanreise überrascht. Diplomaten erwarten, dass mitten im Gebiet der Bundeswehr eine Großoffensive bevorsteht.
Noch eine Meldung mehr die zeigt wie unsinnig der BW-Einsatz in Afghanistan ist. Dafür dass dort deutsche Soldaten sinnlos verheizt werden und das Abenteuer uns inzwischen rd. eine Mrd. EUR pro Jahr kostet werden wir zum Dank als Verbündete zweiter Klasse behandelt. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Am Hindukusch werden keine deutschen Interessen verfolgt und unsere Freiheit wird dort schon gar nicht verteidigt - das gegenteilige Geschwätz unserer politichen Klasse können wir getrost vergessen. Anderseits schafft sich der Westen mit jedem Kollateralschaden neue Todfeinde vor Ort und damit womöglich dann tatsächlich die Terrorismus-Probleme gegen die wir dort angeblich antreten. Nach acht Jahren Krieg sollte selbst den gläubigsten US-Vasallen klar sein, dass wir uns in Afghanistan auf einem Irrweg befinden. Ein kurzfristiger Rückzug ist angebracht, um nicht noch mehr Schaden anzurichten und noch mehr Gefallene betrauern zu müssen. Notwendig ist im Übrigen eine grundlegende Aufarbeitung des Geschehens, damit sich derartige Katastrophen in der Zukunft nicht mehr wiederholen. Zur Erinnerung, es waren die "Lichtgestalten" Schröder und Fischer, die uns in dieses Desaster gesteuert haben.

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m.barufke 11.04.2010, 19:16
9.

Gut wenn wir nicht richtig eingeweiht sind, unsere Taktik bei der Bevölkerung vertrauen zu gewinnen als zu schwächlich angesehen wird und wir ja sowieso zu rücksichtsvoll sind können die Amis das doch alles alleine machen.

Wir sitzen doch schon jetzt fast nurnoch in den Camps rum während die USA ganz Afghanistan zerbombt.

Ich denke ich bin nicht der einzige der einen schnellen Abzug verlangt, wir werden ja offensichtlich sowieso nicht gebraucht also was soll das dann noch ?

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