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Kurswechsel unter Rohani: Iran beseitigt anti-amerikanische Hassplakate
AFP

"Nieder mit den USA": Parolen wie diese prangten noch vor wenigen Wochen auf Plakaten in Iran. Jetzt fordert die Regierung in Teheran laut "CNN", die anti-amerikanischen Aufrufe abzuhängen - ein ungewöhnlicher und im Land umstrittener Schritt.

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Le Commissaire 27.10.2013, 11:48
20. ...

Zitat von frankmerkel
der Plakate ist eine Geste. Den Hass der Bevölkerung auf die US- Agressoren wird es nicht beendet.
Komisch, ich kenne einige Iraner, von denen hasst allerdings niemand die USA.

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hrt17 27.10.2013, 12:08
21. @frankmerkel

Wahrscheinlich bezieht Sabi dieses Wissen genauso wie ich aus der Tatsache, dass er selbst Iraner ist bzw. Iraner kennt. Ich denke, wir können die Situation in unserer Heimat durchaus realistisch einschätzen. Zu Ihrer Aufklärung:

1. Der Iran zählt nicht zum "arabischen Raum". Dieser endet an des östlichen Grenze des Irak. Die iranische Bevölkerung besteht nur zu 2% aus Arabern, spricht Farsi (eine indogermanische Sprache, keine semitische wie das Arabische) und identifiziert sich weder kulturell noch politisch mit den arabischen Nachbarn. Dies resultierend aus der jahrhundertelangen Unterdrückung durch die arabischen Nachbarn und der damit verbundenen Zwangsislamisierung der iranischen Bevölkerung.

2. Die Beziehung der iranischen Bevölkerung zu den USA ist durchaus ambivalent. Einerseits hat die Bevölkerung immer noch nicht vergessen, dass der demokratisch gewählte Präsident Mossadegh 1954 durch die USA gestürzt wurde. Andererseits ist die iranische Bevölkerung extrem USA-affin. Von den 2,5 Mio. Exiliranern lebt der größte Teil in der US-amerikanischen Diaspora. Fast jeder Iraner hat einen Verwandten oder Bekannten im Westen und ist sich bewusst, dass eine politische Befreiung des Landes von der derzeit herrschenden theokratischen Diktatur nur durch den Westen erfolgen kann.

Informieren Sie sich bitte das nächste Mal, bevor Sie hier Ihre Meinung gegenüber anderen auf eine unterschwellig rechthaberische Art verteidigen, ohne sich im Ansatz über die Hintergründe informiert zu haben. Selbst Wikipedia hätten Ihnen bei der Informationsbeschaffung weitergeholfen.

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spon-facebook-1629421895 27.10.2013, 12:17
22. optional

Tja, hätte man damals nicht den Schah mit Waffen und Geld dabei unterstützt, die Demokratiebewegung niederzuschlagen...

Leider kann der Iran sich so bemühen, wie er will... irgendeinen Feind braucht der "Westen" halt. Netanjahu hat das ja klar gemacht.

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jalu-2008 27.10.2013, 12:50
23. Welcher Hass?

Zitat von frankmerkel
der Plakate ist eine Geste. Den Hass der Bevölkerung auf die US- Agressoren wird es nicht beendet.
Welchen Hass meinen Sie?

Den Hass iranischer LKW-Fahrer, die seit 40 Jahren ihre MACK-LKW hegen und pflegen, fast schon lieben?

Den Hass des iranischen Militärs, die heute noch eine Menge amerikanische Technik nutzen?

Den Hass der Iraner, die täglich ihre Coca Cola konsumieren?

Der einfache Iraner hat kein Problem mit den den USA.
Viele Iraner haben gleichzeitig einen US-amerikanischen oder kanadischen Pass.

Sie sollten nicht überrascht sein, wenn Sie in Teheran riesige Plakate mit Anti-US-Slogans sehen, gleich neben ebenfalls riesiger Werbung für Coco Cola.

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Zarathustra 27.10.2013, 13:00
24.

Zitat von ein anderer
... Desweiteren dachte ich immer, dass Iraner sehr wohl schon heute ausreisen dürfen?
Soll ich Ihnen den Unterschied zwischen Ausreisgenehmigung und Aufenthaltserlaubnis erklären?

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Stefan_C 27.10.2013, 13:12
25. Oha, ein Spionagezentrum

"Ich wage zu behaupten, alle amerikanischen Botschaften sind mehr oder weniger Spionagezentren." Und ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass jede ausländische Botschaft ein Spionagezentrum ist. Für diese Plakatierung reicht es wohl, wenn mindestens 1 Botschaftsmitarbeiter seinem Auslandsgeheimdienst Berichte schreibt. Entsprechend kann jedes Land, jede Botschaft stürmen und Geiseln nehmen, wie es beliebt, oder wie? Oder muss der Geschädigte einer solchen aktion die USA oder Mitarbeiter oder Bürger der USA sein, dann ist es ok?

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franzija 27.10.2013, 13:27
26. Nicht ganz falsch, ...

was Sadigh Tabatai da sagte ... Wenn man so hört zu was die amerikanische Botschaft in Berlin genutzt wurde, fragt man sich doch, ob er damals nicht auch recht hatte.

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DrSeltsam 27.10.2013, 13:32
27. schlecht recherchiert

schlecht recherchiert SPON, es ging lediglich um die neuen Plakaten die auf Atom-Gespräche andeuten...nichts mit "Nieder mit Amerika" sondern eher "Amerikanische Aufrichtigkeit(bzw. Ehrlichkeit)" wer sich die Plakate angucken möchte hier sind sie...bisschen schmunzeln muss man schon :) http://www.tasnimnews.com/Home/Single/172789

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frankmerkel 27.10.2013, 13:35
28. @hrt17

Tut mir leid. Aber auf mich wirkt das wie das Wunschdenken sogenannter Exiliraner die sich den Schah und ihr mutmaßliches Leben im Speck innerhalb dieses Unrechtssystems zurück wünschen. Ich halte es nicht für Vorstellbar das das iranische Volk vor Freunde in die Hände klatsch, wenn es z.B. vom engen US- Verbündeten Isreal mit Angriffen und Krieg bedroht wird, weil sie Atomkraft nutzen wollen....um nur ein Beispiel zu nennen.

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ein anderer 27.10.2013, 13:45
29. ...

Zitat von hrt17
Fast jeder Iraner hat einen Verwandten oder Bekannten im Westen und ist sich bewusst, dass eine politische Befreiung des Landes von der derzeit herrschenden theokratischen Diktatur nur durch den Westen erfolgen kann.
Mit sicherheit gibt es Iraner, oder sollte man womöglich Perser dazu sagen, die dem Westen eine solche Rolle zuschreiben möchten. Aber ich denke kaum, dass diese Meinung Mehrheitsfähig ist zumal viele Iraner noch gut wissen wie westliche "Hilfe" oder "Befreiung" aussieht.

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