Forum: Politik
Lafontaine und die Saar-Wahl: Schlacht. Geschlagen.
DPA

Er wollte es noch mal wissen, noch mal eine Partei an die Macht führen - doch im Saarland ist Oskar Lafontaine erneut gescheitert. Es war wohl sein letzter Wahlkampf für die Linken. Oder?

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IMOTEP 27.03.2017, 18:05
10. Spruch

Lafontaine sollte es jetzt im doch im fortgeschritttenen Alter gut sein lassen mit der Politik. Altern bedeutet scheitern soll de Gaulle mal gesagt haben. In dem Spruch liegt viel Weißheit, Lafontaine sollte ihn beherzigen.

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willi_ac 27.03.2017, 18:13
11. In der Demonkratie gibt es zum Glück unterschiedliche Sichtweisen,

die sich auch artikulieren dürfen. Nach meiner Einschätzung war nicht der Abgang Lafontaines für den Niedergang der SPD verantwortlich, sondern der Abgang der SPD von ihrem Markenkern, repräsentiert durch solche Experten wie Riester, nach denen heute kein Hahn mehr kräht, aber durch deren Wirken immer noch viel Geld von privaten und öffentlichen Kassen z.B. in Richtung der Versicherer wandert. Über so einen langen Zeitraum und mit vielen Höhen und Tiefen immer noch an Bord zu sein und eine erkennbare politische Linie beizubehalten, kann ich nur respektieren. An solchen Typen mangelt es.

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karl-felix 27.03.2017, 18:18
12. Ich

Zitat von skater73
Dazu kann man nur ein Wort sagen: Hoffentlich.
sage leider. Der letzte grosse Enkel Willi Brandts geht.
Geschlagen ? Ein großes Wort der Journaille.
Bei der Wahl in Schleswig Holstein und NRW würden die Linken über 13% jubeln .
Und wie eng die Spalte im Saarland war, weiß jeder.
Allein die Stimmen von SPD und Linken hinter dem Komma bei den Grünen hätten gereicht, Frau Kramp-Karrenbauer abzulösen . Da hat die 5% Marke, die die Grünen in der letzten Wahl mit 185 Stimmen genommen hatten , Frau Kramp-Karrenbauer gerettet.

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josho 27.03.2017, 18:23
13. Nicht Lafontaine...

...sondern die SPD ist gescheitert. Man lernt leider auch nichts dazu. Dass der Juniorpartner einer Koalition mit einer populären Ministerpräsidentin keine Chancen bei einer Wahl hat, das pfeifen die Spatzen doch schon immer von den Dächern. Und jetzt geht es grad weiter so. Warum lässt man Frau AKK keine Minderheitsregierung machen? Dann hat man die demokratische Kontrolle und muss sich zum keinem Zeitpunkt verbiegen. Die Fleischtöpfe und die Ministertitel fehlen dann allerdings....

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Patrizier 27.03.2017, 18:27
14. Die SPD versteht es einfach nicht

Ich finde es mittlerweile bestürzend, wie die SPD und manche ihrer Wähler(?) in den Kommentaren hier Realitätsverweigerung betreiben. Da werden nach 15 Jahren Agendapolitik immer noch die angeblich so bösen Spalter von der Linkspartei für die eigenen schlechten Wahlergebnisse verantwortlich gemacht. Liebe SPD-Leute, wenn eure Politik so toll für die Arbeitnehmerschaft wäre, dann würde diese euch auch wählen. Egal was die Linke, Wagenknecht und Lafontaine sagen. Die würden auch liebend gern mit einer sozialdemokratischen SPD zusammenarbeiten. Bislang hat das aber die SPD im Bund immer absolut ausgeschlossen und ist lieber mit der ideologisch vermeintlich fremden CDU ins Bett gestiegen, weil es angeblich keine Alternative gab. An der Agenda 2010 wird eisern festgehalten, sie wird immer als richtig bezeichnet. Dass es die Agenda war und ist, welche die SPD bei den Wahlen seit 2005 von gut 40 Prozentpunkten auf 20-25 einbrechen ließ und die Versorgung der Altgedienten bei Gasprom und Co. nicht gerade sozialdemokratisch wirkt, dass deswegen die Mitgliederzahl sich seit 1995 nahezu halbiert hat, darauf kommt dort niemand. Nein, da wird gejubelt, dass sie mit Martin Schulz' Kandidatur jetzt mal um 5000 zugenommen hat, als würden diese Menschen sich Hoffnungen auf ein "Weiter-so-mit-der-Agenda" machen und nicht (warum auch immer) sozialdemokratische Politik erwarten. Dieser Effekt wird bald verpuffen, wenn die SPD bei der diesjährigen BTW erneut links blinkt, um dann nach rechts zur CDU/CSU abzubiegen.

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BlackRainbow666 27.03.2017, 18:27
15. Populismus verhindern?

Indem man den bequemen Populisten, die von Wirtschaftswachstum reden und Zäune gegen Flüchtlinge ziehen, in die Hände spielt?

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nele12 27.03.2017, 18:34
16. Es ist nicht nur die Linke im Saarland gescheitert,...

....sondern sämtliche linksorientierten Medien, denn die haben sich ja von der sachlichen und neutralen Berichterstattung abgewandt und diese durch Ideologisieren ersetzt. Für sie nur schade, dass der Bürger sich davon nicht beeinflussen lässt, denn dieser ganze Medien-Hype um Martin Schulz und die SPD, war eine durchschaubare Augenwischerei und hat allen rot/grünen Parteien letztendlich ein sattes Minus gebracht.

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comeback0815 27.03.2017, 18:38
17.

Zitat von Dumme Fragen
Oskar, geh bitte auf Rententeil. Schreib Bücher o.ä., aber besser: geh mit Sarah auf Weltreise! Bitte tue der Arbeiterklasse diesen Gefallen! Ich hab dich damals nach der Wende plakatiert. Und wir haben die Wahl verloren, weil wir ehrlich waren bezüglich der "blühenden Landschaften". Aber als du den Abgang gemacht hast - da hast du bei zu vielen Genossen bleibende Schäden verursacht. Wir könnten mit der Mehrheit links der Mitte schon viel weiter sein. Aber man hat den Eindruck, dass das nicht gewollt ist. Sowohl von den Seeheimern, als auch von führenden Linksparteilern. Wie lange sollen wir denn da noch warten!
Die Enttäuschung war sicher auf beiden Seiten spürbar. Aus linker Sicht scheint Lafontaine aber nicht vollkommen Unrecht gehabt zu haben, wenn man darüber nachdenkt, was vor allem die Linken - auch der SPD - Schröder heute (leise) nachsagen.

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valitts 27.03.2017, 18:45
18. Lafontaine hat hingeschmissen?

Der ist gegangen weil er die Politik der SPD, die gegen seine eigene Überzeugung läuft, nicht mitmachen wollte.

Schönen Abend noch.

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kaiserudo 27.03.2017, 18:51
19. Dabei war es die Schuld der grünen

Rot rot grün geht eben nicht ohne grün.

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