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Landratswahl in Osnabrück: Grüne siegen erstmals in CDU-Hochburg
DPA

Schock für die Union: Zum ersten Mal seit Kriegsende verliert die CDU bei der Landratswahl in Osnabrück. Stattdessen triumphiert Anna Kebschull von den Grünen.

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Phi-Kappa 17.06.2019, 12:46
1. So kanns nicht weitergehen

In Anbetracht des Zustandes unseres Planeten und der nicht vorhandenen Rezepte der "etablierten" Parteien ist es nur folgerichtig, dass jetzt mal andere das Wort bekommen. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung...

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Der Jürgen aus M 17.06.2019, 12:48
2. Wahlbeteiligung? Junge Wähler?

Ich glaube nicht, dass der XSU die Wähler wegbrechen, sondern dass sich vermehrt junge Menschen (auch dank Rezo) für Politik interessieren und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Und da die Union Politik für die älterer Generation macht (Rentenerhöhungen statt in Familien, Bildung, Jugend zu investieren), die SPD sich in Selbstauflösung befindet,.. gewinnen eben die Grünen dazu.

Hoffen wir mal, dass neben Klimaschutz auch noch andere Themen auf deren Agenda steht. Bildung, Familien, ... wir haben (leider) viele Baustellen im Lande.

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Hörbört 17.06.2019, 12:49
3. Die Stimmung ist gekippt

Wir erleben die Phase, in der aus einem Momentum eine Trendwende wird. Es ist nicht mehr nur schick, die Grünen zu wählen, sondern spricht jetzt auch diejenigen an, die an einen Wechsel nicht recht glauben konnten, ihn aber jetzt - angesichts der realistischen Erfolgsaussichten - aktiv unterstützen. Aufbruchstimmung nennt man so etwas. Hinzu kommen die Wähler, die gerne auf der Gewinnerseite stehen (leider gibt es solche Leute).

Die Union kann da nichts mehr machen. Strampeln oder stillhalten, beides brächte nichts. Es geht ihr nun ähnlich wie der SPD, die auch kein Mittel mehr in der Hand hat und - egal, was sie auch tut - im politischen Treibsand feststeckt.

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Paul Caster 17.06.2019, 12:51
4. Abwarten....

Es ist ein Unterschied aus der Opposition heraus Forderungen zu stellen... oder diese mit dem Mandat der Wähler auf einmal auch umsetzen zu müssen... Bin gespannt.

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hardeenetwork 17.06.2019, 12:57
5. Grün ist die Zukunft!

Und das ist auch gut so. Denn mit der GroKo werden wir in Sache Klimapolitik ein Totalversagen erleben. Gratulation an Frau Anna Kebschull !!

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Nandiux 17.06.2019, 13:02
6. Sehr schön.

Wechsel tut einer Demokratie immer gut. Wenn hier konservative Hochburgen fallen, ist das nur zu begrüßen.

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f36md2 17.06.2019, 13:07
7. Die GRÜNEN - Anspruch und Realität!

Bin gespannt, ob die Bundesbürger noch die GRÜNEN wählen, wenn sie ihre konkreten und durchaus akzeptablen Vorstellungen auch umsetzen: Deutlich mehr Dieselfahrverbote, breite und farblich abgesetzte Fahrstreifen in den Innenstädten für den Radverkehr, endlich ein komplettes Verbot von Autorennen, radikale Vermeidung von überflüssigem Plastikmüll (Coffee-to-go-Becher, Burgerverpackungen, Plastiktüten), Autosteuern deutlich `rauf setzen für Geländewagen, Sperrung von Innenstädten für den Autoverkehr, artgerechte Unterbringung von Geflügel, Kälbern und Schweinen usw. Dann sieht der Erfolg schon anders aus. Ich hätte übrigens nix gegen radikale Lösungen!

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tempus fugit 17.06.2019, 13:08
8. Abwarten?....

Zitat von Paul Caster
Es ist ein Unterschied aus der Opposition heraus Forderungen zu stellen... oder diese mit dem Mandat der Wähler auf einmal auch umsetzen zu müssen... Bin gespannt.
....gut 1 Dutzend Jahre 'abgewartet' - nix vorwärts gebraucht, nix gelernt - siehe Dofrind % Nachfolger - siehe Gorch Fock - und die Schadensfreude bei den CxU gegen über der SPD dauerte wenig, jetzt fängt's an - und das ist gut so!

Die Menschen haben die Schwärzelei und die Schmutzeleien und Söderlis einfach satt.
Andre sollen ran, sollen zeigen, dass aktive Politik geht und dass
der BT wieder seine Rolle zurückfindet aus Hinterzimmerentscheidungen vor die Bürger - öffentlich und klärend!

Wenn das kommt, dann hat man sich um Deutschland verdient gemacht - lasst den Ruck durch DE gehen!

Statt ds. Gauckeleien und bräunliche Maassen-Rülpser...

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Pless1 17.06.2019, 13:12
9.

Zitat von Der Jürgen aus M
Ich glaube nicht, dass der XSU die Wähler wegbrechen, sondern dass sich vermehrt junge Menschen (auch dank Rezo) für Politik interessieren und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Und da die Union Politik für die älterer Generation macht (Rentenerhöhungen statt in Familien, Bildung, Jugend zu investieren), die SPD sich in Selbstauflösung befindet,.. gewinnen eben die Grünen dazu. Hoffen wir mal, dass neben Klimaschutz auch noch andere Themen auf deren Agenda steht. Bildung, Familien, ... wir haben (leider) viele Baustellen im Lande.
Nein, da trügt Sie Ihr Glaube.

Auch bei der Europawahl lag der Erfolg der Grünen nur zum kleineren Teil daran, bei den jungen Wählern vorne zu liegen. Wichtiger war auch da schon, dass man bei der Generation 60+ erheblich aufgeholt hat - und diese Neu-Grünenwähler haben ja früher anders gewählt (meist CDU oder SPD). Der Grund ist trivial: Es gibt aufgrund des demografischen Wandels einfach mehr ältere Wähler als junge. Ablesbar ist dies (leider) nicht nur an den Wahlergebnissen sondern vor allem an der Politik, die vornehmlich auf die Interessen älterer Menschen ausgerichtet ist. Hoffnung gibt aber gerade da das verbesserte Abschneiden der Grünen bei den "Alten": denn offenbar denken auch viele ältere um. Aufgrund deren großer Zahl könnte das auch die anderen Parteien programmatisch in Bewegung setzen.

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