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Landtagswahl in Bayern: Aus is'
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Jahrzehntelang machten die Bayern in der Wahlkabine den Hofknicks vor der CSU. Das hat sich am Sonntag geändert, und das ist gut so. Betrachtungen einer Bayerin, die ihre Kindheit unter Stoiber verbracht hat.

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Hank Hill 15.10.2018, 09:56
1. Nix is aus

Tatsache ist, die große Mehrheit der Bayern hat für konservative Parteien gestimmt. Ob die CSU die absolute Mehrheit hat, oder jetzt mit ihrem Ableger eine Koalition eingeht, es bleibt Alles wie es war. Wie bunt es jetzt in Bayern wird entscheiden also weiterhin die Konservativen.

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steveleader 15.10.2018, 10:03
2. Schöner Kommentar!

Bayern wird mit dieser Wahl besser.

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Wagnerf 15.10.2018, 10:05
3. Neue Politik?! Nö.

"Die Bayerinnen und Bayern haben für eine neue Politik gestimmt". Nein, haben sie nicht! Es sind immer noch 1/3 links und 2/3 bürgerlich. Und mit den FW kommt die CSU auf 48%. Ob sich die Autorin mal das Wahlprogramm der FW angesehen hat? Große Abweichungen zur CSU kann ich darin nicht feststellen. In Bayern wird alles beim Alten bleiben. Nur intern wird wohl der Horst zum Teufel gejagt werden, weil einige ihr Mandat im Landtag verlieren werden. Aber das wird sich in 5 Jahren wieder korrigieren.

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isi-dor 15.10.2018, 10:07
4. Dem kann man nur zustimmen

Es ist an der Zeit, dass sich Politik in Bayern vom Absolutismus entfernt und mehr auf die Bürger hört.
Auch in Bayern will man mehrheitlich eine saubere Umwelt, bezahlbaren Wohnraum, keine PKW-Maut, keine Herdprämie, Gäste aus aller Welt, den Euro, Frieden, Freiheit, giftfreie Landwirtschaft, mehr Klimaschutz... und das hat die Politik endlich umzusetzen.

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JeanGerard 15.10.2018, 10:08
5. Genau - überhaupt nichts ist aus

Für die CSU ist es ein bitteres Ergebnis, nicht aber für Bayern insgesamt. Konservativ hat nach wie vor eine deutliche Mehrheit und zwischen SPD und Grünen gab es lediglich eine Umschichtung. Da Letztere höchstwahrscheinlich sowieso in der Opposition landen werden, ist das das völlig belanglos. Geradezu ein Glücksfall für die CSU sind die Freien Wähler. Man kann mit ihnen bedenkenlos koalieren und deren Ergebnis reicht sogar für eine Koalitionsmehrheit mit der CSU. Mit FDP und AfD in der Opposition wird es auch aus dieser Richtung Unterstützung geben. Anscheinend haben viele noch nicht realisiert, dass der Zuwachs der Grünen praktisch überhaupt nichts bringt - und folglich wird sich in Bayern auch nicht viel ändern.

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gatopardo 15.10.2018, 10:17
6. Es bleibt ein schaler Beigeschmack

für uns bedingungslose Grünenwähler. Zwar hat "unsere" Partei in grossen bayrischen Städten abgeräumt, aber die Landbevölkerung ist doch eher noch weiter nach rechts gerückt, wenn man CSU, FW und AfD zusammenrechnet. Heutzutage ist man ja schon geneigt, FDP, SPD, Grüne und die Linke als Trost zu unserem liberal-demokratischen Verständnis zu zählen, die in Bayern nicht einmal auf 40% kommen.

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ekel-alfred 15.10.2018, 10:18
7. Logisch

Den Hofknicks vor der CSU haben die ländlichen Bayern gemacht. Die Bewohner aus den Großstädten (allen voran München) haben schon immer anders gewählt. Das sah man doch schon daran, dass dort die SPD lange den OB stellte. Aber Münchener sind eben keine Bayern sondern Zuagereiste.....

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irritation 15.10.2018, 10:19
8. Illusion

Da ist der Spiegel ein Spiegel der politischen Zustände - keiner spricht sich mehr ab, keiner weiß, was der Rest der Mannschaft anstellt. Sonst hätte man sich diesen handwerklichen Fehler nicht erlaubt: Es war Horst Seehofers 69. Geburtstag und es waren 69 Abschiebungen (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/seehofer-69-abschiebungen-zum-69-geburtstag-a-1217747.html).
Leider (und ich sage bewusst leider) ist der Artikel einem Wunsch auf den Leim gegangen. Einem Wunsch der nicht wahr wurde. Die Zahlen zeigen weiterhin eine starke Basis für verbohrt konservative bis rechtsradikale-nationalistische Parteien. Das liegt auch daran, dass die "bunten", "liberalen" und "sozialen" Parteien (Das 'S' in CSU_ hat längst nichts mehr mit sozial zu tun) ihre Lösungen (falls sie denn welche haben) auch nicht transportieren können. Zumindest nicht so, dass man sie als realisierbar ansieht. Man will mehr Radwege, mehr Wohnungen, mehr Grünflächen, mehr Arbeitsplätze und Kitas. Außerdem mehr Unterstützung für (potenziell) Ausgegrenzte. Wie das auf gleichviel Fläche funktionieren kann? (Ironie) Vermutlich durch Stärkung des ländlichen Raums, das ist ja auch ein wesentliches Ziel (Ironie). Schade. Nur anders ohne Lösung wird Bayern auch nicht voran bringen.

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leser2011 15.10.2018, 10:20
9. Irgendwie scheint die Autorin...

... mit einer vernünftigen Wahlanalyse überfordert. So muss man sich fragen, woraus sie aus dem Wahlergebnis herausliest, dass die Bayern für eine neue Politik gestimmt haben? Das linke Lager aus Linke, SPD und Grünen hat gegenüber der letzten Wahl sogar leicht verloren. Das konservative bis rechte Lager hat insgesamt sogar leicht dazu gewonnen. Auch zukünftig wird in Bayern - Gott sei Dank - eine bürgerliche Mehrheit regieren. Dass die Autorin über 37 % der Wähler, die für die CSU gestimmt haben, und die damit deutlich mehr sind als die Wähler des gesamten linken Lagers, als sehr wenige bezeichnet, zeugt von einer unglaublichen Realitätsferne. Und der CSU ein Demokratieverständnis abzusprechen, weil sie bislang aufgrund einer unglaublich erfolgreichen Landespolitik in noch höherem Maße Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, zeugt von der gleichen Borniertheit und Arroganz wie bei einem Herrn Habeck. Tja die Grünen werden weiterhin zuschauen müssen, wie erfolgreich Politik gemacht wird. Das ist für sie bitter. Mich freut's.

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