Forum: Politik
Landtagswahl in Bayern: Aus is'
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Jahrzehntelang machten die Bayern in der Wahlkabine den Hofknicks vor der CSU. Das hat sich am Sonntag geändert, und das ist gut so. Betrachtungen einer Bayerin, die ihre Kindheit unter Stoiber verbracht hat.

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kurt. 15.10.2018, 10:22
10. Die CO2-Begrenzung in den Städten?

Es läuft also nicht gut bei der "CO2-Begrenzung in den Städten"? Warum sollte man die CO2-Emissionen nur in den Städten begrenzen wollen? Vermutlich hat die Autorin das mal eben mit den Stickoxid-Emissionen verwechselt. Kein Problem. Kann ja mal passieren, wenn man sich in der Thematik nicht wirklich auskennt, aber aufgeschnappt hat, dass die böse, böse Autoindustrie mit der CSU kungelt, denn das sagen die Grünen und deshalb muss es stimmen. Weniger entschuldbar ist allerdings, dass die Autorin aus dem Wahlergebnis ein Votum gegen den asylpolitischen Kurs der CSU herauszulesen glaubt. Denn wenn man Freie Wähler (fast identische Positionen wie die CSU) und die AfD (der bekanntlich der CSU-Kurs noch viel zu links ist) dazurechnet, dann wird dieser Kurs von einer breiten Mehrheit in Bayern getragen. Die linken Anteile haben sich nur von der SPD zu den Grünen verschoben, aber ansonsten kaum geändert. Und den absolut größten Stimmenzuwachs haben nicht die Grünen, sondern die AfD bekommen. Was irgendwie gegen die These spricht, dass die Bayern plötzlich ihre Sympathie für Ideen entdeckt hätten, die nur in Berlin-Prenzlauer Berg mehrheitsfähig sind.

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ambulans 15.10.2018, 10:22
11. die

besonderheiten im bayerischen wahlrecht habens wieder einmal gerissen, und die (generelle) aufteilung der präferenzen "links, mitte, rechts" sieht weiter aus wie gehabt: "mitte/rechts" zu "links" wie 60 : 40. ein zünftiger welt-untergang wars noch nicht, aber wenigstens so was wie eine götter-dämmerung, immerhin ...

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pom_muc 15.10.2018, 10:25
12.

Zitat von isi-dor
Es ist an der Zeit, dass sich Politik in Bayern vom Absolutismus entfernt und mehr auf die Bürger hört. Auch in Bayern will man mehrheitlich eine saubere Umwelt, ....
Wenn man in Bayern glauben würde dass die Grünen all das umsetzen könnten hätten diese 70% bekommen. Tatsächlich haben die Bayern aber 70% liberal-konservative Abgeordnete in den Landtag geschickt.

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ksail 15.10.2018, 10:26
13. Andere Politik?

Frau Stöhr hat sicher Recht, wenn sie schreibt, dass die Menschen eine andere Politik wollen. Eine linke Politik ist es aber offensichtlich nicht, denn die hat nur 30% der Stimmen bekommen. Das Problem liegt offenbar bei der Bundes-CDU, denn die schneidet noch deutlich schlechter ab als die Schwester in Bayern. Kostspielige Wahlgeschenke können das dann auch nicht mehr retten. Und, liebe Frau Stöhr, auch wenn Sie früher in Bayern gewohnt haben, sollte man sich das Stereotyp des bayrischen männlichen (fehlt nur noch "weißen") älteren Aschermittwochsredner sparen, denn so eindimensional geht's noch nicht mal in Bayern zu.

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isi-dor 15.10.2018, 10:27
14.

Zitat von Wagnerf
"Die Bayerinnen und Bayern haben für eine neue Politik gestimmt". Nein, haben sie nicht! Es sind immer noch 1/3 links und 2/3 bürgerlich. Und mit den FW kommt die CSU auf 48%. Ob sich die Autorin mal das Wahlprogramm der FW angesehen hat? Große Abweichungen.....
In Bayern sind immer noch 1/3 links, 1/3 rechts und 1/3 bürgerlich. So war es schon immer - selbst im Königreich unter Luitpold.

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permissiveactionlink 15.10.2018, 10:30
15. Quatsch !

Bei SPON fehlt wie so oft ein ganz entscheidender Parameter : Die Wahlbeteiligung ! Und mit ihr lässt sich die angebliche haushohe Mehrheit für konservative Politik in Bayern schnell und unproblematisch widerlegen : (0,372 (CSU) + 0.116 (freie Wähler) + 0,102 (AfD) )* 0,72 (Wahlbeteiligung) = 0,4248 ! Nein, konservative Politik hat in Bayern in Wirklichkeit keine haushohe Mehrheit, da sich nur 42,48 % der Wahlberechtigten für die üblichen Verdächtigen entschieden haben !

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Mardor 15.10.2018, 10:31
16. Das tut weh...

"Das Wlan nicht, die Wohnungssuche nicht, die CO-2-Begrenzung in den Städten nicht."

Liebe Frau Stöhr, wenn man in den naturwissenschaftlichen Fächern, hier speziell Chemie, gepennt hat, weil man später ohnehin "irgendetwas mit Medien" machen will, geschenkt. Man sollte dann nur tunlichst nicht über Dinge schreiben, von denen man offenkundig null Ahnung hat, bzw. vorher jemanden fragen, der oder die sich auskennt - sonst wird es richtig schnell richtig peinlich.

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arrigo11 15.10.2018, 10:34
17. Die Welt ist bunt

Die Grünen im Taumel der Freude. Einzig Frau Baerbock schien mir etwas nachdenklich. Was wird sich trotz des großen Erfolges ändern in Bayern? Nichts.

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muellerthomas 15.10.2018, 10:37
18.

Zitat von leser2011
Auch zukünftig wird in Bayern - Gott sei Dank - eine bürgerliche Mehrheit regieren.
Und die Grünen und die SPD sind in Ihren Augen anti-bürgerlich?

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hans-rai 15.10.2018, 10:39
19. Was soll das ganze Gerede vom "Debakel"?

Nur weil die CSU die "Alleinherrschaft" in Bayern verloren hat, ist das doch kein Debakel. Seehofer und Söder haben Fehler gemacht und müssen jetzt eine Koalition eingehen - mit den Freien Wählern, die offensichtlich nach bisherigen Aussagen nur die "bessere CSU" sein wollen. Den Mut zu Neuem hat Söder nicht, denn dann müsste er mit den Grünen einen ganz neuen Weg finden und in die politische Arbeit die Anliegen dieser Wählergruppe einfließen lassen. Die übrigen konservativen Wähler deckt die CSU ja ohnehin weiter ab. So wird es nur ein "weiter so" geben mit zwei verschiedenen Partei-Etiketten. Wenn die Grünen eine starke Opposition sein werden, können sie ihr Profil weiter stärken. Und ohne Einfluss bleibt das ja letztlich auch nicht.

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