Forum: Politik
Landtagswahl in Bayern: Söder verliert die Frauen
AFP

Für Markus Söder läuft es kurz vor der Bayern-Wahl schlecht: Die CSU landet in Umfragen nur bei 33 Prozent. Gerade bei Frauen kommt die Partei schlecht an - dabei braucht sie die besonders dringend.

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espet3 10.10.2018, 15:18
140.

Zitat von zensurgegner2017
Lustigerweise nennt keiner der Bayernjubler irgendeinen CSU Minister, der unstrittig als Minister herausragendes geleistet hat Ich erkenne da nur Personalien bei denen man allenfalls sagen .....
Sie können natürlich nicht abstreiten, dass Bayern "das" erfolgreichste Land der BRD ist, ja sogar erfolgreicher als ein drittel der EU-Staaten.
In welchem Land waren denn Ihrer Ansicht nach die Landesväter/-mütter besser aufgestellt?

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tangoman 10.10.2018, 15:34
141. @Mittagsrast1:

#Bei so einem geringen Stimmenanteil in Bayern frage ich mich ob die CSU nach der nächsten Bundestagswahl #überhaupt noch in Berlin mitregieren könnte. Im Moment liegt diese unchristliche Provinzpartei jedenfalls unter #den nötigen 5%. Gut so!
Die CSU wird auf jeden Fall mindestens drei Direktmandate erringen, dann zählen auch die 4% Zweitstimmen. Das würde ca. 20 Abgeordnete in Bundestag ergeben.

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mostly_harmless 10.10.2018, 15:44
142.

Zitat von skyharbour
Punkt 1: 60 MRD Überchuss und Sie stellen die Inflation als Gegengewicht auf? Holen Sie mal den Rechner raus! Da bleiben gute 40 MRD übrig. Punkt 2: Die deutsche Einheit war 1990. Bayern hatte 1987 und 1988 bereits einen ausgeglichenen LFA und war dann ab 1989 Geberland, mit einer Ausnahme 1992. Wie kommen ......
1) Der "gesunde Menschenverstand" ersetzt keinen Taschenrechner. Sie behaupten, das wiege die Inflationsrate seit 1950 auf? Belegen Sie das.
2) Bayern hat - wie Sie selbst angeben - noch 1992 noch Gelder aus dem LFA erhalten. Das sind nicht 4, sondern 3 Jahre nach dem November 1989. Nuja, wenn Sie sich daran hochziehen wollen ...
3) Ich vergleiche die Performance in der Region. In einer Region, wo man ähnliche Rahmenbedingungen findet.. Sie finden das absurd? Schulterzuck .... so what?
Und um zu Ihrer Frage zu kommen:
Und ich habe gar nicht bestritten, dass die CSU bei der Entwicklung von Bayern eine Rolle gespielt hat, ganz im Gegenteil, ich habe das sogar dezidiert geschrieben.

http://www.spiegel.de/forum/politik/landtagswahl-bayern-soeder-verliert-die-frauen-thread-812799-6.html#postbit_69154506
Meine These war, dass die Menschen dort PRIMÄR verantwortlich sind. Das ist IMHO das reale Geheimnis des Erfolges der CSU. Sie hat tüchtigen Menschen eingeredet, nicht die Tüchtigkeit dieser Menschen sei Ursache der bayerischen Erfolgsgeschichte, sondern die Politik der CSU.

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skyharbour 10.10.2018, 16:16
143. @mostly harmless

Ihrer kruden Theorie zufolge waren die Menschen in NRW erst tüchtig und dann ab Mitte der 70er Jahre also faul? Oder wer war dann am Niedergang von NRW schuld? Vielleicht doch die Politik, die nicht die richtigen Rahmenbedingungen gestellt hat und rechtzeitig auf das Zechensterben reagiert hat.
Merken Sie eigentlich was sie da erzählen, selbst die tüchtigsten Menschen können unter einer falschen Politik nicht erreichen! Abgesehen davon finde ich es schon maßlos arrogant, dass Sie alle anderen Bewohner Deutschlands, als weniger tüchtig wie uns Bayern hinstellen wollen.

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Pickle__Rick 10.10.2018, 16:20
144.

Zitat von hackman36
Ja genau, und wer hat sich drum gekümmert, dass die Fördergelder gekommen sind, unter anderen der Herr Strauss der Bazi, und er hat auch noch was draus gemacht! Er hat sich drum gekümmert, dass das Finanzdoping für sein Land (und wegen mir auch für ihn) immer da war, was für eine Unverschämtheit! Es ist ja nicht so, dass andere Bundesländer nichts bekommen hätten, manche vielleicht weniger, da haben sich die Politiker dann halt nicht richtig drum gekümmert, oder nicht die richigen Argumente (oder meinetwegen auch Amigos) gehabt, aber auch das ist die Aufgabe der Politik! Herr Söder passt da genau in dieses Bild; wie schrecklich für Bayern (oder den Rest von Deutschland.....)
Ich habe überhaupt nicht gesagt oder angedeutet, dass es irgendwie verwerflich wäre sich um Gelder zu kümmern oder diese anzunehmen.
Hätten sich andere Parteien und deren Vertreter denn nicht auch um Förderungen gekümmert? Es ist doch albern anzunehmen, dass nur die CSU dies getan hätte. Man hat sich nun mal entschlossen auch schwächere Bundesländer zu fördern und speziell dazu, den Bauernstaat Bayern nach dem 2. Weltkrieg zu modernisieren. Deutschland profitiert schließlich davon, wenn die Verhältnisse in den Ländern gleichmäßiger sind. Drehen Sie es wie sie wollen aber hier wurde mehr gefördert als an anderen Orten. Heute ist es wie gesagt anders. Die Lobeshymnen für die CSU halte ich trotzdem für übertrieben. Man kann aus einem lokalen Erfolg innerhalb eines Bundeslandes übrigens nicht ableiten, dass diese Partei auch auf Bundesebene etwas leistet. Die bisherigen Beispiele waren eher negativ.

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Pickle__Rick 10.10.2018, 16:29
145.

Zitat von jennerwein
Ohne ihren Beitrag vorher zu kennen, habe ich auf "73" so ungefähr Ähnliches angeführt. Nur mit Achtung vor Anderen. Hier in Bayern sind weder Franken noch Schwaben noch Altbayern noch unsere anderen hier lebenden Stammesbrüder böse, nach Berlin oder in welche Bundesländer auch immer Länderfinanzausgleich gezahlt wird. Wir haben ja selbst - wie Sie es ja so richtig bringen - nach dem Krieg vor allem dank der fleissigen und solidarischen Ruhrkumpel überlegt. Aber wir haben mit dieser Hilfe was geschaffen. Und das ist es, was wir mit unseren jetzigen Milliarden in Berlin auch wünschen. Letztlich wäre das doch zuallererst mal zum Vorteil der Berliner Bürger - denen wollen wir doch helfen. Sollten wir uns etwa auch noch über das freuen, was in Berlin per Rot-Rot-Grün abläuft? Das wäre sehr unsolidarisch.
Diese Sichtweise ist ja durchaus vernünftg. Ich glaube natürlich auch nicht, dass der Durchschnittsbayer morgens aufsteht und erst mal über den LFA meckert. Allerdings gibt es doch immer wieder Vertreter, die sich auf recht arrogante und geschichtsvergessene Art äußern. Auch hier im Forum wird wieder mit der finanziellen Überlegenheit geprahlt. Auf eine Art und Weise die im Hinblick auf die Vergangenheit nicht angebracht ist. Vor allem so mancher CSUler sollte wieder auf den Boden der Tatsachen kommen.

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kelcht 10.10.2018, 16:58
146.

Zitat von skyharbour
Ihrer kruden Theorie zufolge waren die Menschen in NRW erst tüchtig und dann ab Mitte der 70er Jahre also faul? Oder wer war dann am Niedergang von NRW schuld? Vielleicht doch die Politik, die nicht die richtigen Rahmenbedingungen gestellt hat und rechtzeitig auf das Zechensterben reagiert hat. Merken Sie eigentlich was sie da erzählen, selbst die tüchtigsten Menschen können unter einer falschen Politik nicht erreichen! Abgesehen davon finde ich es schon maßlos arrogant, dass Sie alle anderen Bewohner Deutschlands, als weniger tüchtig wie uns Bayern hinstellen wollen.
Die CSU trägt doch gar nix zum Erfolg in Bayern bei und beleidigt Minderheiten unter anderem als faule Krüppel. In unserer Gemeinde lässt der Pfarrer Hausfrauen kostenlos die Kirche putzen. Ich habe zwar den CSU Landrat gewählt der viel für unser Inklusionsfußballteam macht aber auch SPD Politiker machen in unserer Einrichtung einen guten Job. Das ist aber auf regionaler Ebene auf Landes und Bundesebene kommt nix von der CSU außer Beleidigungen und unausgegorenen Mist die die Ausländermaut.
Des Weiteren fahre ich einen neuen Kölner und keinen Ingolstädter oder Münchner. Mit Wählerbeleidigung gewinnt die CSU bestimmt keine Stimmen.

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mostly_harmless 10.10.2018, 17:09
147.

Zitat von skyharbour
Ihrer kruden Theorie zufolge waren die Menschen in NRW erst tüchtig und dann ab Mitte der 70er Jahre also faul? Oder wer war dann am Niedergang von NRW schuld? Vielleicht doch die Politik, die nicht die richtigen Rahmenbedingungen gestellt hat und rechtzeitig auf das Zechensterben reagiert hat. Merken Sie eigentlich was sie da erzählen, selbst die tüchtigsten Menschen können unter einer falschen Politik nicht erreichen! Abgesehen davon finde ich es schon maßlos arrogant, dass Sie alle anderen Bewohner Deutschlands, als weniger tüchtig wie uns Bayern hinstellen wollen.
Ich habe nichts von dem behauptet, was Sie mir lächerlicherweise unterstellen.
Der Pütt in NRW leidet nach wie vor unter dem Strukturwandel, die Situation ist aber sehr kleinräumig sehr verschieden. Bottrop beispielsweise, mitten im Pütt hat gut 6% Arbeitslose. Ostwestfalen hat in Teilen beinahe Vollbeschäftigung. Die Menschen in NRW sind so tüchtig, wie sie es immer waren. Aber das Wegbrechen von kompletten Industrien hat eben Effekte.

Aber ich verstehe, dass gewisse Teile der Mitbürger hierzulande es einfach nicht vertragen, anderen Leuten zuzugestehen, dass sie tüchtig sind. Misgunst ist halt eine der prägendsten Eigenschaften bei manchem. Das zeigt Ihr Beitrag sehr schön.

Achja: "Uns Bayern" ist falsch. Ich komme aus NRW, wohne in NRW und finde NRW wunderbar. Ich habe nur kein Problem damit, die Leistung von anderen Leuten anzuerkennen.

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kael 10.10.2018, 17:23
148. Versuch einer Fernsdiagnose

1. Der Wahl-Beeinflussung der kath. Kirche insbesondere auf die Landbevölkerung lässt (z. T. auch selbstverschuldet) nach. Auch ist diese Bevölkerungsgruppe über die Fülle an Informationsquellen - also auch über die miesen Machtspielchen der CSU im Verhältnis zur CDU - längst besser informiert als nur über das Wort von der Kanzel.

2. Die Stadt-Bevölkerungen wachsen, nicht zuletzt durch den Zuzug aus anderen Bundesländern. Und diese sind bekanntlich wenig csu-affin.

3. Die CSU-Minister für Innen/Heimat und Verkehr zeichnen sich nicht gerade durch bestechende Kompetenz aus. Davon beklagt sogar Herr Söder.

4. Der gegenwärtige MP Söder repräsentiert das Gegenteil eines "Landesvaters". Er wirkt machtbesessen und skrupellos, ist damit unbeliebt und genießt insgesamt weniger Vertrauen als seine Vorgänger.

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kael 10.10.2018, 17:37
149. Unterschiedliche Chancen

Zitat von mostly_harmless
Der Pütt in NRW leidet nach wie vor unter dem Strukturwandel, die Situation ist aber sehr kleinräumig sehr verschieden. Aber das Wegbrechen von kompletten Industrien hat eben Effekte.
Sie haben Recht. Das Wegbrechen von kompletten Industrien, zumal von solchen, die nach dem Krieg den Wohlstand Deutschlands maßgeblich geprägt haben, ist unendlich schwer zu kompensieren. Es kostet zumindest für eine lange Übergangszeit Arbeitsplätze und damit Wohlstand.
Ganz anders und wesentlich einfacher ist es, wenn es einem ehemals reines Agrarland wie Bayern gelingt, moderne Großindustrie anzusiedeln. Die Flächen sind vorhanden und müssen nur genutzt werden.

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