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Landtagswahl Niedersachsen: Der Wähler als Sadist
REUTERS

Erst Schläge, dann wieder Zärtlichkeiten - was der SPD widerfährt, ist grausam. Der Wähler neigt zum Sadismus. Aber er ist auch gerecht: In Niedersachsen wurden nicht nur die Richtigen belohnt - sondern auch die Richtigen bestraft.

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apfelkorn 16.10.2017, 12:54
1. Die Glorreichen und die Seligen.

Mögen die Gedanken ihren freien Lauf nehmen: Morgen kommt alles an den Tag, was man heute noch nicht mag.

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johnnypistolero 16.10.2017, 12:56
2. nicht Sadist, sondern Masochist...

der Wähler ist nicht der Sadist, dagegen hat aber Martin Schulz ganz klare masochistische Tendenzen...
Er kam als Heilsbringer, man wollte ihn nicht, aber wegmobben kann man ihn auch nicht. Er wird verbal bespuckt, verprügelt.... und zeigt doch immer wieder sein schwammiges Gesicht, welches auch konform mit seinen Aussagen zu Politik ect. läuft... Vielleicht sollte Herr Schulz sich irgendwo im Bundestag verkriechen und einen Platz als SPD Wasserträger einnehmen, wie es viele Politiker der großen Parteien machen... und sich mit knapp €10000 "Diät" pro Monat unterbezahlen lassen....

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eisfuchs 16.10.2017, 12:57
3. Schwacher Kommentar

...und schwacher Wähler, wenn er danach seine Wahl träfe. Ich traue dem Wähler allerdings mehr zu. Ich hätte selbst ganz sicher nicht SPD gewählt, aber ich kann zumindest nachvollziehen warum man das tut. Alleine um die CDU abzustrafen: das hat der Niedersachse offenbar nicht gewollt. Dann wären die Stimmen nämlich bei der AfD gelandet. Aber ich glaube nicht, dass es um Frau Twesten ging, es ging auch nicht um sowas wie Ehrgefühl. Und schon gar nicht um den Bund. Im Gegenteil. Der Niedersachse ist konservativ. Das heißt aber nicht, dass er CDU wählen müsste. Das heißt, dass er gute Gründe will, warum er eine Regierung abwählt. Wann änderten sich die Stimmungswerte für die CDU? Als eine Wahl absehbar wurde. Die eigentliche hätte ja sonst erst im neuen Jahr stattgefunden. Und warum war das wirklich wichtig? Weil es jetzt um Inhalte ging. Die CDU musste vorlegen, warum sie besser sind als die SPD-Regierung. Und das wurde leider nicht geschafft. gerade Schulpolitik ist mit das wichtiges Landesthema. Aber gerade da konnte der ehemalige Kultusminister Althusmann nicht punkten, weil er scheinbar keine überzeugend Vorstellung zeigen konnte. Und damit war es eigentlich gelaufen.

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meinungsforscher 16.10.2017, 12:58
4. Beleidigte Leberwurst

Die CDU sollte jetzt so reagieren wie die SPD nach der BTW: ab in die Opposition: soll der Herr Weil doch gucken wie er klar kommt...

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lachina 16.10.2017, 13:05
5.

Herr Schulz NACH der Bundestagswahl war ein ganz anderer als VOR der Bundestagswahl: selbstsicher, bissig, klare Kante gegen Frau Merkel....so dass in der Heuteshow dann auch schon der satirische Satz fiel: "Also den hätte ich mir gut als Kanzlerkandidat vorstellen können." Kann es sein, dass die Wähler nicht in einem Double- Bind gefangen sind, sondern die Position einer SPD in der Opposition honorieren?

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spontanistin 16.10.2017, 13:17
6. Der Wähler?

Wieder eine der üblichen Simplifizierungen von Augstein. Wer ist denn der (!) Wähler? Wenn so vereinfacht wird, bleibt ja argumentativ nur der Rückgriff auf allen Primaten gemeinsame Urinstinkte. Wie da wären Angst, Wut, Sympathie, Sinn für Gerechtigkeit und Vergeltung. Parteiprogramme zählen da erst einmal nicht. Und wenn man die von Marketingkonzepten beeinflussten Wahlkampfstrategien sieht, scheinen die Parteien ja auch primär Emotionen zu adressieren. Und die Vernunft bleibt erst einmal außen vor, da sie ja von der individuellen Sozialisation abhängt. Ja, auch Affen werden wütend, wenn immer nur einer bei der Futterzuteilung bevorzugt wird.

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spon_3060360 16.10.2017, 13:19
7. Der Wähler ist intelligent

Denn er ist ein Schwarm. Schlechte, unredliche, intransparente Bundespolitik wurde abgewählt, die AfD als Stachel ins Sitzfleisch der Frau Merkel gepiekst. Die SPD wurde abgestraft, weil ihre Apparatschiks den an sich sehr guten Kandidaten im Regen stehen ließen. Der Osten wählte wie er wählte, um das Übergreifen der im Westen krachend gescheiterte Migrationspolitik abzuwehren. Die Realos der Grünen wurden gestärkt, die Fundi-Linken abgelehnt.
Die Niedersachsen wiederum wählten primär eine seriöse, zuverlässige, wirtschafts freundliche Landespolitik. Die inkompetente, unseriöse, unzuverlässige und nach der Bundestagswahl provozierend selbstgefällige und bräsige CDU, aber auch die trittinischen Links-Grünen wurden abgelehnt.
Lieber Herr Augstein, Ihre arg gedankenschwache Analyse kann mit der Intelligenz der aufgeklärten deutschen Wählerschaft leider auch nicht ansatzweise mithalten.

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echoanswer 16.10.2017, 13:38
8. Völlig falsch

Es ist zu hinterfragen, was die Politik dem Wähler antut. Die Parteien, alle samt, sind die agierenden, der Wähler reagiert nur auf das was die Parteien anrichten. Der Wähler wird ja nur alle vier Jahre nach seiner Befindlichkeit gefragt und für seine Wahl von der Politik verhöhnt.

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almeo 16.10.2017, 13:42
9.

Zitat von spon_3060360
[Der Wähler ist intelligent] Denn er ist ein Schwarm. [...]
Naja, das kann man ja auch gegenteilig sehen: "Der Wähler" ist meistens uninformiert, politisch uninteressiert und unentschlossen. Dafür spricht zumindest die große Zahl an Nichtwählern. Der "Schwarm" der Wähler dürfte sich wohl in vielen Fällen leicht von der BILD lenken lassen - zumindest scheinen reißerische Thesen zum Klicks generieren ja sehr gut geeignet. "Den Wähler" gibt es schlicht nicht, aus so etwas individuellem und heterogenem wie der deutschen Gesellschaft eine allgemein gültige Regel ableiten zu wollen, ist wohl kaum machbar.

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