Forum: Politik
Landtagswahlen im Osten: Im Waldkampf
DPA / Martin Schutt

Stürme, Dürre und der Borkenkäfer: Zehntausende Hektar Wald könnten in diesem Sommer verloren gehen. In Sachsen und Thüringen wird das drohende Forststerben im Wahlkampf zur Chefsache.

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docker 19.08.2019, 17:22
1. Der Forst

Man kann schon bei Fontane nachlesen, welche falsche Richtung die Forstwirtschaft Deutschland nahm (und nimmt). Die Fichte in Massen anzupflanzen hat nur den einen Grund : Möglichst viel Holz in möglichst kurzer Zeit zu schlagen. Manche nennen es Geldgier.
Jetzt zu jammern , um Subventionen abzugreifen ist nur eine weitere Facette derselben.

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Maxe W. 19.08.2019, 17:22
2. "drohendes Waldsterben": Katastrophe Hurra.

In jeder Jahreszeit gehen Bäume ein, nicht nur im Sommer.

Die Borkenkäferplage ist den selbsternannten Naturschützern zuzuschreiben, die die Bekämpfung des Schädlings mit allen Mitteln verhindern. Den ganzen Naturpark Bayerischer Wald haben die so ruiniert. Wunderbare Riesenfichten. Heute sieht das dort aus wie nach einem Kometeneinschlag.

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Darwins Affe 19.08.2019, 17:30
3. Verzweiflungstat

Aus lauter Verzweiflung über die Umfragewerte der Grünen laufen jetzt die Konservativen und Neo-Kommunisten dem Waldsterben nach. Ob`s potentielle Grünen- bzw. AfD-Wähler beeindruckt, scheint recht fraglich. Im Zweifelsfall wählt man doch eher das (pro und contra) Original.

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Wolfgang H. 19.08.2019, 17:52
4. Bei den Bäumen ist es so wie bei Lebewesen,

wenn das Immunsystem geschwächt ist, sei es durch Trockenheit oder Windschaden, sind sie anfällig gegenüber Schädlingen. Da hilft nur Antibiotika. Den Borkenkäfer kann man nur chemisch entgegenwirken. Aber lieber 150 mrd zum Fenster rauswerfen als für 5 mil Pestizide gezielt einzusetzen. Fragt mal Förster oder Leute aus der Forstwirtschaft. Nein hier entscheidet die Politik wieder besseren Wissens.

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freddygrant 19.08.2019, 17:52
5. Natürlich kann man ...

... das Waldsterben zum Wahlkampfthema machen. Nur sollte
der Wähler diesen Parteien und Kandidaten - samt Regierung -
auch vertrauen können. Ramelow ist doch jetzt schon einige
Jahre der Chef in Thüringen. Was hat er als Waldbesitzer da
auf den Weg gebracht? Hat er seine Revierförster überhaupt
mal befragt wie es in seinem Wald aktuell ausschaut?

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FrankDunkel 19.08.2019, 17:56
6.

Mohring sollte sich mit seinen Forderungen mal etwas zurückhalten. Die Bundeswehr hat - mit Ausnahme von Pioniereinheiten - weder die Ausbildung noch das erforderliche Gerät, um das vorhandene Schadholz aus den betroffenen Waldungen abzutransportieren. Wäre nicht gerade Wahlkampf, würden derartige Forderungen auch sicherlich nicht erhoben. Das ist auch eines der Probleme unserer Poiitiker. Die Probleme der Menschen sind immer erst kurz vor dem Urnengang von Interesse.

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Johann Dumont 19.08.2019, 18:00
7. ein seit Jahrzehnten bekanntes Problem - einfach ignoriert

ändern wir doch einfach unsere Schwerpunkte - anstatt Unsummen für Öl, Gas und Kohle zu überweisen - in Länder die ggf. die Welt destabilisieren sollten wir den Zukunftstrend aufgreifen. Wir selbst habe die entscheidenden Grundlagen zum Teil mit Steuern finanziert geschaffen.
Wir müssen anfangen weniger zu verbrennen. Dazu durfte Herr Gabriel beispielsweise nicht selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom besteuern. Herr Seehofer hat in Bayern Windräder faktisch verboten die 10 H Regelung. Wenn wir weniger Verbrennen wollen haben wir nur drei Werkzeuge dafür:
1. Photovoltaik auf alle Dächer und
2. Windräder in Mengen die drehen sich auch nachts. Und
3. Batterien – wir brauchen Hausbatterien und große Batterien wie RedoxFlow Batterien - wie sie in Japan schon genutzt werden mit 60 MWh, es sind große preisgünstige beliebig skalierbare chemische Batterien - oder andere Batterien (Natronlaugen etc.)
In Dänemark sieht man wie es funktioniert – dort dürfen keine Öl oder Gasheizungen mehr eingebaut werden.
Hausbatterien dezentrale stabilisieren und entlasten unsere Stromnetze.
Zur Umsetzung brauchen wir Wärmepumpe - welche mit Strom und 70% Wärme aus der Umwelt die Häuser heizen, solare Klimaanlagen und elektrisch betriebene Autos - innerhalb kurzer Zeit können die Hälfte an Öl, Gas und Kohle einsparen - und das ganze finanzieren durch weniger Geld für Öl, Gas und Kohle.
Wir brauchen dazu viele Menschen die das alles umsetzen - und dabei werden viele neue innovative Produkte entstehen - alle Produkte auch für den Weltmarkt - billige Elektroautos kommen leider schon zur diesjährigen IAA aus China.

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shadei 19.08.2019, 18:01
8. Tja so ist das eben...

wenn man aus einem Mischwald einen Fichtenwald macht das, das nicht funktioniert ist seit DDR-Zeiten bekannt, gemacht hat niemand etwas außer jährlich den Wald zu kalken. Dafür war Geld vorhanden. Ich komme aus dem Erzgebirge dem Miriquidi (dunkler Wald). Da gab es vor 300 Jahren (vor dem Silberbergbau) warscheinlich 3 Fichten auf 10 Quadratkilometer. Und heute reden sie von Waldsterben, bei einem Wald der seit min. 200 Jahren nur noch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bearbeitet wird und dort überhaupt nicht hingehört.

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mutenroshi 19.08.2019, 18:07
9. Aufforsten!

Nutzt die Gelegenheit! Positioniert euch, als Grüne, als Union, als SPD, als Linke!
Wetteifert darum, wer sich am meisten dafür einsetzt, mit Mischwald aufzuforsten. Der nicht kommerziellen Zwecken Dienst, nicht zur Abholzung vorgesehen ist und keine Monokultur darstellt, die widrigen Umwelteinflüssen nicht widerstehen kann. Und derlei wird es viele geben im Klimawandel. Und diesem kann man durchaus mit Aufforstung effektiv entgegentreten. Indem man MASSIV aufforstet. Nicht irgendwann hier und da eine Fichte. Sondern ein Programm von gigantischen Ausmaßen. Am besten da, wo niemand wohnt. In Brandenburg und Thüringen z.B.

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