Forum: Politik
Landtagswahlen im Osten: Im Waldkampf
DPA / Martin Schutt

Stürme, Dürre und der Borkenkäfer: Zehntausende Hektar Wald könnten in diesem Sommer verloren gehen. In Sachsen und Thüringen wird das drohende Forststerben im Wahlkampf zur Chefsache.

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tinnytim 19.08.2019, 20:23
30.

Zitat von frank57
Ja, darum werden nochmals 1.2 Hektar Wald für ein Windrad in Thüringen gerodet! Heuchler und Falschspieler seid ihr allesamt! https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-327728.html So siehts aus!
Die guten St. Florians Anbeter.
Wegen 6 Anlagen im Wald -noch dazu Fichte, wenn der Bericht an der richtigen Stelle gedreht wurde - so auf die Barrikaden zu gehen. Wahrscheinlich ähnliche Bürger wie bei einem Windpark hier in der Umgebung - FDP und CDU-Wähler, von denen zu Hause viele nen SUV stehen haben, sich aber plötzlich als die großen Umweltschützer gerieren. Beste ist der Bauer mit der industriellen Massentierhaltung, der sich wegen Infraschall Sorgen macht.

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quark2@mailinator.com 19.08.2019, 20:23
31.

Warum nur der panische Unterton ? Wenn ich es recht verstehe, haben wir volle Holzlager. Sollte eigentlich bedeuten, daß der Wald Holz liefert. Und mit mehr CO2 liefert er auch mehr Holz. Ich bin ja sehr dafür, daß man die Lage vernünftig analysiert und dann das Richtige tut, also ggf. andere Arten anpflanzt. Die Fichte war vielleicht früher genau richtig und wenn sie es jetzt nicht mehr ist, dann sollten wir Laubbäume nehmen. Es gibt eine Menge Länder mit wärmerem Klima als Deutschlands, die auch ordentlichen Wald haben. Und auch wenn wir jetzt zwei trockene Jahre hatten, muß man ja nun nicht gleich den Weltuntergang herbeischreiben. In Bulgarien gab es in den 80ern und 90ern eine Dürre, gegen die unsere aktuelle Lage ein Witz ist. Das ist extrem unschön, aber kein Grund, auf Panik zu machen. Und warum immer diese Behauptung, "man bräuchte ja nichts zu tun". Wir tun doch schon die ganze Zeit. Vergleichen Sie den Stand der Technik von 1980 mal mit heute. Der Aufbau dieser gigantischen Solarflächen und Windspargel ist doch kein Pappenstiel. Die Stilllegung diverser Kraftwerke und der Verzicht auf die Hebung der Kohle ist doch ebenso eine happige Investition. Man sollte den Menschen vielleicht mal sagen, wieviele Milliarden in den letzten 20 Jahren allein investiert worden sind. Das dürfte eine mittlere 3-stellige Zahl oder mehr sein. Warum also so tun, als würde nichts getan ? Nur weil eine von Ihnen persönlich präferierte Propagandamaßnahme wie Tempo 120 auf der Autobahn noch nicht dabei war ? Ich muß sagen, aus meiner Sicht hätten wir durchaus mehr CO2 produzieren sollen, nämlich beim Aufbau bzw. der Reparatur unserer Infrastruktur. Ohne deren Modernisierung werden wir nämlich nicht konkurenzfähig bleiben. Und das ist ebenfalls wichtig.

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_gimli_ 19.08.2019, 20:36
32.

Zitat von geri&freki
So ein Quatsch! Als ob die Borkenkäfer aus dem Bayerischen Wald, der übrigens Nationalpark ist, irgendetwas mit den Borkenkäferkalamitäten im Sauerland, im Solling oder sonstwo zu tun hätten. Und das sind überwiegend Wirtschaftswälder. Nichts und niemand hätte Sturmereignisse wie Friederike und Lothar und die beiden nachfolgenden Dürresommer aufhalten können. Das ist der Nährboden, auf dem die Borkenkäfer gedeihen!
Und deshalb gehören solche Sturmbrüche sofort konsequent aus dem Wald geräumt, genau wie trockene Bäume. Und bei fortschreitendem Borkenkäferbefall muss mit Pestizid eingegriffen werden (https://www.forstpraxis.de/pflanzenschutzmittel-gegen-borkenkaefer/). Sonst passiert, was wir gerade erleben. Aber das passt in die Schädel grüner Ideologen halt nicht rein und wichtige Zusammenhänge haben die sich halt nie erarbeitet. Das sind die gleichen Leute, die vor einigen Jahren den Kormoran zum Vogel des Jahres wählten und jetzt feststellen, dass die Äsche und andere Fischarten nahezu ausgestorben sind. Jetzt wird zurückgerudert. Herr, wirf Hirn vom Himmel!

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_gimli_ 19.08.2019, 20:39
33.

Zitat von geri&freki
So, so - Sie möchten also die Wälder flächendeckend mit Insektiziden einnebeln. Schon mal an die Folgen gedacht?
Nee, das macht man heute so: https://www.forstpraxis.de/pflanzenschutzmittel-gegen-borkenkaefer/
Nur bedingt das halt, trockene Bäume SOFORT zu fällen und Bruch aus dem Wald zu räumen.

Wissen ist Macht!

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markx01 19.08.2019, 20:40
34. @sabato.74

Zitat:"Wählt nur fleißig die Klimawandelleugner von der AfD, liebe Ost-Mitbürger. Macht Eure Bundesländer bestimmt noch lebenswerter."

Es gibt auch in Westdeutschland Wahlergebnisse in zweistelliger Höhe für die AfD. Ebenso einen gewissen Einbruch der etablierten Volksparteien. Das ist kein rein ostdeutsches Problem.

Gruß

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rolf.scheid.bonn 19.08.2019, 20:43
35. Seit 200 Jahren...

.... setzen die Waldbesitzer auf die Fichte, weil sie schnell wächst und gute Erträge liefert. In der kleinen Eiszeit und zur Aufforstung gerodeter Wälder mag das im 19. Jahrhundert Sinn gemacht haben, aber spätestens seit dem 20
Jahrhundert hätte die Fichte bei uns nicht mehr angepflanzt werden dürfen, denn sie ist bei uns nicht heimisch, sondern im kalten Norden oder Gebirge. Der Fehler rächt sich jetzt. Der natürliche Wald ist der Eichen-Rotbuchen-Wald. Und der kommt mit Trockenheit und Wärme sehr gut zu recht. Die Rotbuche wirft notfalls ihre Blätter früher ab, kommt bei besseren Bedingungen (im laufenden oder nächsten Jahr) aber schnell wieder auf die Beine. Die Rotbuche ist sehr zäh, anders als es hier suggeriert wird. Und der Borkenkäfer sucht auch nur die Fichte heim, nicht die Buchen. Wir hätten längst auf standortgerechten Eichen-Rotbuchen-Wald umrüsten müssen. Das wurde aus Profitgier unterlassen. Es wird Zeit, diesen Fehler zu korrigieren, dann erholt sich der Wald auch wieder.

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zynischereuropäer 19.08.2019, 20:59
36. @Maxe W

Richtig, Bäume sterben zu jeder Jahreszeit ab. Aber Sie werden wohl doch nicht behaupten wollen, dass das aktuelle Ausmaß an Bedrohungen, denen sich der Wald ausgesetzt sieht, normal ist? Was sie darüber hinaus als Wald bezeichnen ist keiner, das sind de facto Monokulturen von Fichten ("wunderbare Riesenfichten"). Das hat mit Wald so viel zu tun wie McDonald's mit gesundem Essen - gar nichts. Und auch wenn es Ihnen nicht passt, die "selbsternannten Umweltschützer" haben Recht, der Borkenkäfer ist nicht das Problem - er ist nur das Symptom. In einem Mischwald würde der Käfer bei weitem nicht so viel Schaden anrichten, aber in einer Monokultur? Das ist ein gedecktes Büffet mit sehr kurzen Wegen. Anders ausgedrückt: wo es viel Beute gibt, gibt es auch viele Räuber. Und zuallerletzt: die ach so bösen Naturschützer haben den bayerischen Wald nicht zerstört. Die Teile, die Sie meinen, sind Opfer von jahrhundertelanger Misswirtschaft geworden. Fahren Sie anstatt in die Monokulturen doch mal in die Gebiete, in denen die Natur schon länger sich selbst überlassen wird (denn - oh Wunder - die Natur reguliert sich hervorragend selber) und Sie werden wunderbare Mischwälder mit allem möglichen was da kreucht und fleucht vorfinden. So viel vielfältige Flora und Fauna finden Sie nicht in den Monokulturen. Eine nun wirklich allerletzte Anmerkung sei mir noch gestattet: selbst in Gebieten, in denen noch gegen den Borkenkäfer aktiv vorgegangen wird, was für Bäume, denken Sie, werden danach neu gepflanzt - Fichten wie bisher oder praktisch alles möglichen anderen Arten? Ich denke die Antwort kennen Sie. Lassen Sie die Natur einfach machen, die kann es schlichtweg besser als wir. Grüße aus Niederbayern.

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walter_de_chepe 19.08.2019, 21:12
37. Es gibt nichts Neues unter der Sonne

Auch früher gab es Borkenkäferplagen, Der Forst hatte die letzten siebzig Jahre einfach Glück. Im Wald ist es nicht anders als auf dem Feld. In Monokulturen muss man spritzen oder Ernteausfälle in Kauf nehmen. Würde man den Mais nicht spritzen, wäre die Ernte auch bei 20%. Dramatisch ist es nur, weil das Holz heute nicht vermarktbar ist, oder nur mit einem deutlichen Preisabschlag. Das war in der Nachkriegszeit anders.

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geri&freki 19.08.2019, 21:14
38. Theorie und Praxis...

Klar doch - wenn es an Argumenten fehlt, muss mal wieder die Ideologen-Keule rausgeholt werden!
Mit Ihrem Link widerlegen Sie sich doch selbst. Sie können Polder und sonstiges liegendes Holz begiften, soviel Sie wollen. Das alles bringt wenig, solange man mit der Aufarbeitung des noch stehenden Holzes - mangels Kapazitäten - nicht nachkommt. Und das ist die Realität!
Bis heute ist es ja noch nicht einmal gelungen, die Sturmschäden des Orkantiefs "Friederike" vollständig und flächendeckend aufzuarbeiten. Und das war im Januar 2018 - also vor mehr als eineinhalb Jahren. Spätestens aber der Dürre- und Hitzesommer 2018 hat dann jegliches aktives Gegensteuern, wie und womit auch immer, schlichtweg unmöglich gemacht. Das ist eben der Unterschied zwischen Theorie und grausamer Praxis.
Ja Herr, wirf Hirn vom Himmel. Aber auf die richtigen Köpfe!

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geri&freki 19.08.2019, 21:41
39. Wissen macht nichts!

Zitat von _gimli_
Nee, das macht man heute so: https://www.forstpraxis.de/pflanzenschutzmittel-gegen-borkenkaefer/ Nur bedingt das halt, trockene Bäume SOFORT zu fällen und Bruch aus dem Wald zu räumen. Wissen ist Macht!
Ergänzend zitiere ich den ersten Satz aus dem von Ihnen angeführten Artikel: "Die Bekämpfung von Borkenkäfern, Pracht- und Bockkäfern mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) kann nur an eingeschlagenem, liegendem Holz erfolgen."
Offenbar scheint Ihnen entgangen zu sein, dass diese entscheidende Voraussetzung vielerorts nicht gegeben ist. Zumindest sehe ich hier ringsum noch immer hektarweise stehendes Bruch- und Käferholz in den Wäldern, ja sogar noch in manchen Gärten stehen. Ob Begiften, Entrinden, Beregnen, in Folien einschweißen - oder sonstwas. Wenn die personellen Kapazitäten hierfür fehlen, bekommt man den Geist eben nicht mehr in die Flasche.
Meine Empfehlung daher: Mal wieder in den Wald gehen!

Ja - Wissen ist Macht. Aber wie man sieht: Wissen macht auch nichts....

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