Forum: Politik
Lawrow in Brüssel: EU-Minister rechnen mit Putins Ukraine-Politik ab
AFP

Die EU verschärft im Konflikt um die Ukraine-Politik des Kreml den Ton. Von "Propaganda" aus Moskau, "Fehlinformationen", gar "blanken Lügen" ist die Rede. Der russische Außenminister Lawrow soll sich nun in Brüssel rechtfertigen.

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spon_2645131 16.12.2013, 16:47
70. Die EU setzt doch auch

andere Staaten unter Druck um eigene Ziele durchzusetzen.

Was Elmar Brok allerdings auf dem Maidan zu suche hat, ist mir unverständlich. Das ist für mich eindeutig Einmischung in innere Angelegenheiten eines souveränen Staates.

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pragmat 16.12.2013, 16:47
71. Kohle

Zitat von berge10
Die EU will doch die Ukraine nicht, ist doch kein Deviesenbringer sondern wie alle aus dem Osten Bittsteller. Ohne Gas aus Russland sind die doch Pleite.
Der Staat Ukraine ist zwar Pleite aber das Land noch lange nicht. Dort gibt es Steinkohle für die nächsten 800 Jahre. Nur, heizen darf man damit nicht oder Stahl kochen, denn der Umweltschutz .... usw.

Also verheizt man lieber das teuer gekaufte Erdgas aus den sibirischen Gasfeldern Russlands. Das war zur Zeit der Sowjetunion so und wird nach dem Willen der EU auch in Zukunft so bleiben.

Und, damit die riesige Landwirtschaft der Ukraine die französischen und deutschen Bauern nicht auskonkurriert, wird der Handel der Ukraine im Assozierungsabkommen mit saftigen Einfuhrzöllen belegt, bis sich die EU-Großkonzerne die Landwirtschaft unter den Nagel gerissen haben.

Dann wird so in etwa 20 Jahren auch etwas vom Wohlstand für die Ukrainer übrig bleiben, den die sich heute schon von der EU versprechen. Die sollen lieber mal ihr Land in Ordnung bringen und bloss nicht auf den Egoisten-Verein aus Brüssel hoffen.

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adal_ 16.12.2013, 16:49
72. Russlands Strukturkrise

Zitat von llofwyr
... In der EU hat man leider immer noch nicht begriffen, dass Russland eine aufstrebende und schuldenfreie Großmacht ist, dem jenseits des großen Teichs ein marodes, bankrottes und bürgerkriegsgefährdetes Imperium gegenübersteht, das drauf und dran ist, Europa mit in den sicheren Untergang zu reißen.
Russland steckt dank Putin in einer Strukturkrise. 50% der Staatseinnahmen beruhen auf den Öl- und Gasexporten und hängen dementsprechend von den Weltmarktpreisen ab. Der jährliche Netto-Kapitalabfluss aus Russland beträgt z.Z. 60 Milliarden USD, das Wachstum - für ein Schwellenland erbärmliche - 1,3%, Inflationsrate 6,5%.

Statt sich mit diesen und anderen Mißlichkeiten, wie z.B. dem Bürokratismus, der Korruption und wirtschaftsfeindlichen Rechtsunsicherheit im eigenen Land zu befassen, spielt Putin lieber den großen "Geostrategen", als ob sich die Welt noch im Kalten Krieg befände.

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Wembley 16.12.2013, 16:53
73. Größtenteils Zustimmung

Zitat von leser-fan
und klaert dann mal mit unabhãngigen Journalisten vor Ort in der Ukraine wer da auf der Straße ist und nicht bei der Arbeit. Die Russen provozieren bleibt Lieblingsthema, die interessiert das letztlich genausowenig wie die jahrzehntelange Hetzerei gegen China. Ohne die Chinesen wäre unser Wohlstand weitaus geringer. Heute kriecht unsere Wirtschaft dorthin und wen unteressiert da noch das Gerede von gestern. Die Ukrainecsoll erstmal ohne EU Milliarden ihre Wirtschaft auf Vordermann bringen ..die Türkei könnte denen zeigen wie es geht ..ohne EU.
Ich glaube auch, dass viele westliche Politiker, besonders in den USA, im UK etc. nach wie vor dem Denken des Kalten Krieges verhaftet sind. Damals ging es nach dem Motto: Was Russland (resp. der UdSSR) schadet, ist gut, etwaige Kollateralschäden sind egal.
Ihren Optimismus hinsichtlich der Türkei teile ich nicht, denn der dortige Aufschwung stützt sich, jedenfalls, was die Exportseite angeht, kaum auf innovative Produkte, sondern mehrheitlich auf (noch) finanziell günstige (Hilfs-)Dienstleitungen für westliche Konzerne. Vielleicht schafft die türkische Wirtschaft eines Tages tatsächlich den Sprung in die erste Liga, warten wirs ab.
EU-Hilfsgelder erscheinen mir mittlerweile wie die sich bereits im würdigen Alter befindliche Entwicklungshilfe für die Dritte Welt. Günstigstenfalls entstehen durch sie hier und da marktkonforme Cluster, Wohlstands-, aber keine Innovationsinseln.

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BettyB. 16.12.2013, 16:57
74. Wer kauft wen?

Wieviel hat eigentlich die EU für das Abkommen angeboten? Oder müssen die Ukrainer dafür zahlen?

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tomrobert 16.12.2013, 16:58
75. Steinmeier soll sich mal aktivieren!

Zitat von sysop
Die EU verschärft im Konflikt um die Ukraine-Politik des Kreml den Ton. Von "Propaganda" aus Moskau, "Fehlinformationen", gar "blanken Lügen" ist die Rede. Der russische Außenminister Lawrow soll sich nun in Brüssel rechtfertigen.
Deutschland muß hier klare mäßigende Zeichen setzten , wie
Westerwelle - hier hat er mal was richtig gemacht- schon richtig sich äußerte.
Die Ukraine kann auch mit Russland sich nach Europa hin orientieren.
Deutschland sollte hier auch ausgleichend und als Vorbild für seine anderen Partner wirken. Das ausgerechnet Hardliner Cain von den US Republikanern wieder den "Kalten Krieg" aufwärmen wollen , nützt Europa ziemlich wenig.

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j.vantast 16.12.2013, 16:58
76. Wenn es um Russland geht....

Schon sehr merkwürdig.
Gut, Russland will die Ukraine an sich binden, kann ich sogar nachvollziehen. Aber das ist ja kein direkter Angriff auf die EU (bei der ich nicht im Ansatz verstehe warum die EU die Ukraine unbedingt als Mitglied haben will).
Aber wenn unsere "Freunde" aus GB und USA einen Überwachungsangriff auf die EU, die Staatspräsidenten und die Mitgliedsländer starten, da kommt fast nichts aus Brüssel.
So langsam kann man sich dann auch ausrechnen worauf das alles hinauslaufen soll.

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Morpheouz 16.12.2013, 17:02
77. Assimilierungsvertrag

Ohne die zur Modernisierung der eigenen Industrie dringend notwendigen EU-Milliarden würde dieses Abkommen ziemlich einseitig zum Nachteil der Ukraine ausfallen. Janukowitsch hat da sicher noch das Schicksal der DDR vor Augen. Der zollfreie Handel würde den ukrainischen Binnenmarkt mit modernster Westware überschwemmen. Die eigene marode Industrie stünde dem völlig chancenlos gegenüber und müsste reihenweise die Tore schließen. Investoren aus dem Westen würden dann diese Betriebe für ein Butterbrot aufkaufen, zusammensteichen oder zerschlagen, die Menschen entlassen. Eine Lavine des Ausverkaufs der Ukraine würde einsetzen. So wie es einst das Schicksal der DDR gewesen ist.

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juerler@saxonia.net 16.12.2013, 17:02
78. solventen Kunden!

Zitat von Claes Elfszoon
... das Problem, dass ihm seine wirklich solventen Kunden abhanden kommen könnten - da braucht Lawrow schon ein wenig mehr als ein breites Lächeln. Zudem kann Russland im Umgang mit anderen Staaten nicht den Westen kopieren - es gibt nämlich einen Unterschied zwischen dem Flug einer Taube und dem Flattern eines Kampf-Hähnchens. Jedes Polit-Theater ist besser und hat mehr Perspektiven als diese öden Ego-Show Einlagen abgehalfteter Potentaten und Mikro-Caesaren a la Putin. Was meinen Sie eigentlich mit direkten Wegen? Korruption und Erpressung nach innen und außen als Instrument staatlichen Ordnungsverhaltens und Ausdruck eines neuen, mehr östlichen oder besser putin'schen diplomatischen Standards? Oder etwa doch den Absturz in Alkoholismus als Volksseuche, rapide Absenkung von Lebenserwartung und ungebremstem Verschleudern von staatlichen Ressourcen durch eine Plünderer-Nomenklatura?
Ich konnte mir das Schmunzeln nicht verbergen. Meinten Sie mit solventen Kunden China ? oder die bankrotten Staaten Amerika, Europa?
Alles was Sie über Russland schreiben trifft doch zu 100% auch auf uns zu.Korruption im breiten Umfang, Ressourcen reißen sich wenige unter die Nägel...... Alkholismus-Komasaufen. Schauen Sie nach Griechenland und auch zu uns nach Deutschland.
Eins haben die Russen uns voraus-die sind nicht so überheblich wie wir!

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adsum 16.12.2013, 17:05
79. Seperatisten lieben es halt gar nicht, wenn sich in ihrem Staat

Zitat von sysop
Die EU verschärft im Konflikt um die Ukraine-Politik des Kreml den Ton. Von "Propaganda" aus Moskau, "Fehlinformationen", gar "blanken Lügen" ist die Rede. Der russische Außenminister Lawrow soll sich nun in Brüssel rechtfertigen.
sich wiederum Separatisten abspalten wollen, weil sie selbständig sein wollen.
Gorbatschow wollte eigentlich nur die Perestroika und die UdSSR als Ganzes erhalten, aber da war der Superseparatist Jelzin, der Russland selbständig machte, nun wollen sich also auch die Ukrainer wiederum von Russland selbständig machen.
Es ist schon ein Jammer mit den Separatisten. Auch Jugoslawien hat sich aufgelöst und ist in Teilstaaten zerfallen.
Wie man sieht scheinen diese Teilstaaten recht zufrieden mit ihrer Unabhängigkeit zu sein oder aber nicht.:-()
Naja, vielleicht täusche ich mich und der Vergleich hinkt hinten und vorne.

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