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Le-Pen-Tochter: Papas zuckersüße Populistin

Frankreichs rechtsextreme Front National wählt den Nachfolger*des berüchtigten Jean-Marie Le Pen. Das Amt soll in der Familie bleiben: Tochter Marine hat beste Chancen auf den Job. Sie gibt sich freundlich und modern - und ist in den Augen ihrer Kritiker deshalb umso gefährlicher.

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TSU0815 15.01.2011, 08:33
1. Inflationärer Gebrauch des Populismusbegriffs...

Spiegel: "Le-Pen-Tochter: Papas zuckersüße Populistin"

-> Frau Le Pen ist nicht populistischer als unsere heimischen, etablierten Politiker auch. Wahrscheinlich sogar eher weniger.

Eine Politikerin wie sie beweist mit ihren öffentlich geäußerten Ansichten, die wider der politischen Korrektheit und der veröffentlichten Meinung sind, wesentlich mehr Mut als 99% der gleichgeschalteten Politikerkaste hierzulande.

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Indigo76 15.01.2011, 08:43
2.

Oh süße Ironie. Eine rechtsradikale Politekerin wettert gegen eine Gruppe, weil die sich benimmt wie die Nazis. Das ist ja so, als ob ein Vegetarier jemanden anpöbelt, weil der einen Salat isst.

Wobei es natürlich nicht tragbar ist, Zurschaustellung von Religiösität als Besatzertum zu bezeichnen. Jahrhunderte lang war Notre Dame das wohl höchste Gebäude in ganz Frankreich.

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Lagenorhynchus 15.01.2011, 09:01
3. Gefährlich?

Zitat von sysop
Frankreichs rechtsextreme Front National wählt den Nachfolger*des berüchtigten Jean-Marie Le Pen. Das Amt soll in der Familie bleiben: Tochter Marine hat beste Chancen auf den Job. Sie gibt sich freundlich und modern - und ist in den Augen ihrer Kritiker deshalb umso gefährlicher.
Wenn sich die Dame als Anwältin für Muslime engagiert hat und jetzt gemäßigt rechts, aber scharf islamkritisch auftritt, ist das ein Klassiker für das Zukunftsmodell der Konservativen.

Und es würde sich sehr viel in der politischen Landschaft tun, wenn endlich wahrgenommen würde, dass nicht jeder Islamkritiker ein Ausländerfeind ist.
Im Gegenteil, wer Islamisten gegenüber nicht konsequent auftritt, lässt moderate Muslime im Stich.

Da trifft Frau Le Pen, deren Lebenslauf auch ansonsten jedem rechtskonservativen Sklerotiker ein Graus sein muß, einen Nerv.

So sehr ich die Front National verabscheue - diese Entwicklung wird ernstzunehmen sein, gerade weil die etablierten Parteien sie nach Strich und Faden verschlafen haben.

Wer Islamkritik für faschistisch erklärt und meint, damit sei es getan, tut niemand einen Gefallen.

Wir werden sehen, ob die Sklerotiker in der FN gewinnen oder ob der rechte Flügel der Rechten trotz seiner Feindbilder auch denken kann.

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Lagenorhynchus 15.01.2011, 09:10
4. naja....

Zitat von Indigo76
Wobei es natürlich nicht tragbar ist, Zurschaustellung von Religiösität als Besatzertum zu bezeichnen. Jahrhunderte lang war Notre Dame das wohl höchste Gebäude in ganz Frankreich.
Sie beziehen sich auf die Zeit vor Aufklärung und Revolution, nicht wahr?
Da sollte Ihr Vergleich dann bitte auch die Kirche in dem damals größeren Dorf namens Paris lasssen, genau wie Frau Le Pen das auch tun sollte.

Aber: Jeder absolute Machtanspruch einer Religion und die Schaffung von Gottesstaaten hat das Potential eines Besatzungscharakters, siehe z.B. Afghanistan.

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zulthak 15.01.2011, 09:13
5. .

Zitat von Indigo76
Oh süße Ironie. Eine rechtsradikale Politekerin wettert gegen eine Gruppe, weil die sich benimmt wie die Nazis. Das ist ja so, als ob ein Vegetarier jemanden anpöbelt, weil der einen Salat isst. Wobei es natürlich nicht tragbar ist, Zurschaustellung von Religiösität als Besatzertum zu bezeichnen. Jahrhunderte lang war Notre Dame das wohl höchste Gebäude in ganz Frankreich.
Rechts ist nicht gleich Rechts. Ausserdem ist es wohl klar das die Dame Eindringlinge als Nazis bezeichnet, denn genau das waren die Nazis auch im WWII.

Und Ihr zweiter Absatz strotzt meiner Meinung nach von Ignoranz gegenüber der europäischen Geschichte. Das wir vor Jahrhunderten stark religiös waren sollte selbst an Ihnen nicht vorbei gegangen sein und das wir heute in einer säkularen Gesellschaft leben, nun, wenigstens das sollten sie bemerkt haben. Von daher sind das Äpfel und Birnen.

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Friedrich Hattendorf 15.01.2011, 09:38
6. Oh süße Ironie.

Zitat von Indigo76
Oh süße Ironie. Jahrhunderte lang war Notre Dame das wohl höchste Gebäude in ganz Frankreich.
Oh süße Ironie.

Schon bei der Fertigstellung der Pariser Kirche gab es in Chartres höhere Türme

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Das Auge des Betrachters 15.01.2011, 09:56
7. Blinde Hetze

Zitat von sysop
Frankreichs rechtsextreme Front National wählt den Nachfolger*des berüchtigten Jean-Marie Le Pen. Das Amt soll in der Familie bleiben: Tochter Marine hat beste Chancen auf den Job. Sie gibt sich freundlich und modern - und ist in den Augen ihrer Kritiker deshalb umso gefährlicher.

Der Blinde Populismus dieser Berichterstattung macht Parteien am rechten Rand überhaupt erst notwendig. Zeigt dieser Populismus doch wie sehr sich Medien und Polititk von der Realität und vom Volk entfernt haben.
Vielleicht war das auch schon immer so und die Menschen sind einfach nicht mehr dumm genug, diese Volksverhetzung und Volksverdummung der politischen Verlogenheit zu glauben, die fälschlicherweise "political corectness" genannt wird.
Ihr seid`s liebe Spon`s und andere Medien. Im Moment nach dem großen Sarrazin Sturm habt Ihr wieder Oberhand und glaubt Ihr könnt zu den üblichen Gepflogenheiten zurück kehren, aber wie man in Tunesien sieht, kann man ein Volk nicht ewig ver.....

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e40 15.01.2011, 10:02
8. So siehts aus

Wenn demokratische Parteien nicht gegen totalitäre Ideologien, wie dem Islam vorgehen, dann machen es eben Rechtsextreme.

Was soll also die politisch korrekte Betroffenheitslyrik.

Meine Stimme hätte die Frau stünde sie in Deutschland zur Wahl.

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adesat 15.01.2011, 10:17
9. Diese Franzosen...

"Sie appelliert an anti-europäische Ressentiments und fordert den Ausstieg aus dem Euro. Sie will mehr Protektionismus, beklagt den Export von Arbeitsplätzen und die galoppierende Globalisierung, die zum Verfall nationaler Souveränität geführt habe."

Tja, da hat sie die volle Zustimmung von geschätzten 90% der Bevölkerung. Das macht sie wohl zur "zuckersüßen Populistin".

In Deutschland will natürlich niemand das oben zitierte politische Programm. Wir wollen die europäische Gesetzeshoheit, den transnationalen Finanzkommunismus, keinen Schutz der heimischen Wirtschaft, den schnellen Export der Arbeitsplätze, die ungebremste Globalisierung und die endgültige Aufgabe nationaler Souveränität.

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