Forum: Politik
LeFloid interviewt Merkel: "Dann sind wir uns ja sehr, sehr einig"
Screenshot YouTube-Kanal von LeFloid

Internet-Star links, Kanzlerin rechts: Der Entertainer LeFloid aus der Generation YouTube hat Angela Merkel ausgefragt. Konnte das gut gehen? Wir haben das Interview mit unserer 16-jährigen Schülerpraktikantin geschaut.

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karatekid 13.07.2015, 23:51
1. Youtuber, kein Journalist

Für ein kritisches Interview fehlen ihm wohl das Interesse und die handwerklichen Fähigkeiten.

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Trondesson 13.07.2015, 23:59
2.

Zitat: >Spätestens wer die Ü30-Gefahrenzone betreten hat, ist beim Stammpublikum von ApeCrime, Bibi oder eben Florian Mundt alias LeFloid vor allem eines: Raus.<
Gut, daß dieser von Ahnungslosigkeit zeugende Satz gleich am Anfang stand, so konnte ich mir das Lesen des Restes des Artikels sparen.

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Msc 14.07.2015, 00:06
3.

Da muss er sich nicht grämen. Es haben schon ganz andere Kaliber sich an der Frau die Zähne ausgebissen. Dass er nichts Neues erfährt, das wurde ja auch genauso hier und überall sonst prophezeit. Nur die naivsten Fans dachten anders. Alles in allem eine tolle Werbeveranstaltung für Mutti. Und für ihn natürlich auch.

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weltgedanke 14.07.2015, 00:08
4.

Journalismus darf unbequem sein, aber als Journalist unbequem zu sein, darf nicht zum Selbstzweck verkommen. Man darf kritisch und skeptisch sein (tut dem Journalismus in der Regel gut) nicht mit Unzufrieden-sein oder Eine-geheime-Agenda-verfolgen (eher ungünstig) verwechseln oder auf eine Stufe stellen.
Insofern fand ich, dass LeFloid seine Sache sehr gut gemacht hat. Es ist doch im Prinzip nichts daran auszusetzen, wenn die Kanzlerin ein Interview gibt, in dem man nicht mit Argumenten aufeinander einkloppt, sondern in dem sie einfach nur erklärt, wie sie Dinge sieht.
Ich fand das Interview vor allem eins: Zu kurz!
Es war spürbar, dass viele Themen nur angerissen wurden, für eine echte Plauderei oder auch einen echten Diskurs war zu wenig Zeit. Schade war auch, dass die Frage nach dem Widerspruch zwischen Fühlen und Handeln nicht wirklich ins Ziel traf, die beiden redeten aneinander vorbei.
Insgesamt fiel mir auf, dass ich Frau Merkel eigentlich noch nie in einem Interview gesehen habe. Sowas sollte es öfter geben.

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ovoso 14.07.2015, 00:15
5. Gute PR für Merkel

merkel dürfte sich damit sicher ein paar stimmen von jugendlichen für die nächste wahl gesichert haben. das interview war kaum richtig kritisch, bei wichtigen dingen wurde nich genug nachgehackt. aber das konnte man von einem youtuber auch nicht erwarten. der typ dürfte wohl noch verständlicher weise zu viel respekt vor der bundeskanzleron gehabt haben. der youtube zielgruppe sei es geraten sich auch mal über andere medien zu informieren

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spiegelleser85 14.07.2015, 00:17
6. Vielleicht wöchentlich

Wenn Merkel den Kontakt zur Jugend sucht, sollte sie sich vielleicht wöchentlich immer einem anderen, jungen Youtuber stellen. Da wird dann schon was rumkommen.

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garfield 14.07.2015, 00:19
7.

Na, dann haben wohl beide verloren. Mit so einem Interview wird Merkel bestimmt keine Begeisterung bei den "Neuland-Menschen" auslösen und auch dem Claus Kleber für Jugendliche dürfte wegen so eines Wischiwaschis ein paar Fans von der Fahne gegangen sein.
Zitat von sysop
"Das was man an Infos rauskriegt, das ist das Abhören nicht wert", meint sie gelassen.
Tja, hier hätte er sofort mit der Frage: "Also stört es Sie auch nicht, wenn weiter abgehört wird, da es ja nichts wert ist?" nachhaken sollen. Verschenkt.
Zitat von sysop
TTIP: "Wir werden nicht hinter unsere Standards zurückgehen. Das kann ich versprechen", sagt die Kanzlerin im feinsten politischen PR-Sprech.
Ja und eine Maut wird es "mit mir" auch nicht geben.
Zitat von sysop
Und was meint der YouTuber da? Wenn das so ist, kann TTIP seinetwegen gern kommen. "
Wenn das so ist, warum brauchen wir dann TTIP überhaupt? - wäre wohl der deutlich bessere Konter gewesen.
Na ja, was hat diese nackte Kaiserin nur an sich, dass vor ihr alle so brav kuschen und handzahm werden?

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Th.Bode 14.07.2015, 00:40
8. Deprimierend

Deprimierend, diese riesige Lücke zu sehen die klafft zwischen dem cool, hip und jung, und somit angeblich relevant sein, und dieser totalen Flachheit, Irrelevanz. Keine Vision, nichts.

Merkel hat den guten (jungen) Mann vermutlich schon geprägt als er noch Windeln trug (haut das rechnerisch hin?). Und nicht nur ihn sondern die ganze SPON-Redaktion. Das ganze Land. Uns.
Der PR-Guru Wachtel hat ihr ja (anerkennend) die maximale Unauthentizität bescheinigt.
Ist es das was wir nun alle sind?
Und bleiben wollen, weil es unsere Ängste beschwichtigt?

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einwerfer 14.07.2015, 00:42
9. Nun ja

Wenn LeFloid tatsächlich der Repräsentant der jungen Generation ist, dann werden wir noch 50 Jahre Merkel und ähnliches haben.

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