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Lehren aus den US-Kongresswahlen: Er ist verwundbar
AFP

Was bedeutet das Midterm-Ergebnis für Donald Trump? Wie stellen sich die Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 auf? Und wie verändert das neue Machtgefüge die USA? Die wichtigsten Lektionen.

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f-rust 07.11.2018, 16:03
1. andere Lesart der Wahlergebnisse:

1. Erstaunlich wenige Sitze im House gingen verloren - bitte Resultate mit Zwischenwahlen anderer Präsidenten vergleichen, wobei fast alle anderen Präs. viel mehr verloren.
2. Überzeugend viele Senatssitze gehalten bzw. sogar neu gewonnen dort, wo Trump Wahlkampf für enge Verbündete gemacht hatte.

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Simon Lange 07.11.2018, 16:04
2. Stimmungsmache

Ach Herrje,

"Er ist verwundbar" *slowclap* Ja, wie ungewöhnlich. Jeder Mensch ist verwundbar Ihr Schlaumeier.

Aber diesmal hat er wieder erreicht was er erreichen wollte. Trump wollte unbedingt den Senat verteidigen. So hat er auch beinahe ausschliesslich persönlich mit viel Einsatz Wahlkampfhilfe für seine Senatoren gegeben - und gewonnen. Den Kongress überließ er größtenteils sich selbst. Und wer weiß, wären die DEMs dominierten Medien nicht so dreist gewesen und hätten die Wahlspots der REPs nicht unterschlagen, dann wäre das Ergebnis ggf sogar beim Kongress anders ausgefallen. Werden wir nie wissen, weil es ja nunmal keine fairen Wahlkampf medial gab.
Nicht grundlos sind bei uns Massenmedien zur Ausstrahlung von Wahlwerbespots verpflichtet. Um nämlich genau sowas, wie jetzt gerade bei den Kongresswahlen passiert ist, zu vermeiden. Dass eine Partei mehr oder weniger exklusiv in Massenmedien werben darf und die andere unterschlagen wird und wenn nur mit ideologischer Propaganda, nicht Journalismus, bedacht wird.

Anyhow, Senat fest in REPs Hand und damit kann Trump der Kongress nicht gefährlich werden. Im Gegenteil. Trump wird wohl den Kongress wann immer dieser wichtige Entscheidungen, weil Trump, gegen den Präsidenten fällen wird, diesen öffentlich vorführen. Niemand versteht sich in dem Spiel besser als Trump.

Davon abgesehen, ganz normale Mid-Terms....

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dirkcoe 07.11.2018, 16:12
3. Eingebremst

Glücklicher Weise sind doch nicht alle US Bürger dumm genug für einen debilen alten Mann. Jetzt ist er zumindest eingebremst und kann in seinem Wahn nicht länger in eigener Herrlichkeit wüten.

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Elrond 07.11.2018, 16:19
4. 31 Millionen Wähler mehr als 2014

Das ist richtig viel und noch nie war die Wahlbeteiligung bei den Midterms so hoch wie in diesem Jahr. Das spricht für eine enorme Mobilisierung von Wählern. Eine besonders robuste Wirtschaft präsentiert sich mit einer sehr geringen Arbeitslosenquote. Man müsste annehmen, dass die Republikaner haushoch und überlegen gewinnen müssten. Haben Sie aber nicht. Wenn - wie ein anderer Forist an anderer Stelle geschrieben hat - sich mehr oder weniger nichts geändert hat und das als positiv für Trump verkauft, dann kann ich da nur widersprechen, denn Trump hätte angesichts seiner "grandiosen" Präsidentschaft deutlich zulegen müssen. Hat er aber nicht und zudem haben die Republikaner das RH verloren. Jetzt können die Demokraten beim Mauerbau, bei der Flüchtlingspolitik etc. mitreden. Das ist sehr gut so.

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julian0922 07.11.2018, 16:20
5. Bitte hoert auf Dinge schoen zu reden!

Jeder Praesident hat das "Haus" bei den ersten Midterms verloren, Obama 63Sitze und den Senat usw usw. Das ist ganz normal. Das Trump allerdings so wenig Sitze verloren hat und zudem in Senat zulegte zeigt ein komplett anderes Bild als hier im Artikel dargestellt. Jetzt faengt es erst richtig an. Die Sitzumverteilung im Haus wird nun als Entschuldigung herhalten wenn Trump nicht alles durchdruecken kann. Viel besser haette es fuer ihn nicht laufen koennen.

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Poli Tische 07.11.2018, 16:21
6. Niemand kann es allen Recht machen.......

...entweder begeistert Trump, oder er er entgeistert. Nun ist die Frage, welches Klientel in Amerika die Mehrheit hat. Die Blöcke sind so verfestigt, dass es nicht nur Stadt- und Landbevölkerung, sondern sogar Familien spaltet. Trump hat in seinem Land Unfrieden und Wut freigesetzt. Es ist zu befürchten, dass das Wahlergebnis den selbsternannten "Gewinner" noch mehr anstachelt, auf ehemalige " Amerikanische Werte "rumzuTRUMPeln".

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Elrond 07.11.2018, 16:22
7. Sie haben vergessen

Zitat von Simon Lange
[...] Den Kongress überließ er größtenteils sich selbst. Und wer weiß, wären die DEMs dominierten Medien nicht so dreist gewesen und hätten die Wahlspots der REPs nicht unterschlagen, dann wäre das Ergebnis ggf sogar beim Kongress anders ausgefallen. Werden wir nie wissen, weil es ja nunmal keine fairen Wahlkampf medial gab [...]
den unsäglichen Wahlkampfauftritt von Fox News Journalisten zu erwähnen. Das war an Anbiederung und Erbärmlichkeit eines "unabhängigen" Fernsehsenders nicht emhr zu überbieten.

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obersterhofnarr 07.11.2018, 16:28
8. Wo ist das Problem?

In erster Linie ist das Problem, daß in den Fly-Over-States die Regionalregierungen zu unfähig sind flächendeckend eine Versorgung mit Schulen und Gesundheitsleistungen anzubieten, was die geistige Rückständigkeit und die Unzufriedenheit der Menschen dort z.T. erklärt. Es sind aber auch die vielen Freikirchen, die irgendwelchen Moscheen in Pakistan in nichts nachstehen, die die Verbohrtheit der Leute fördert und die gesellschaftliche Dynamik hemmt. Im Prinzip ist der Konservativismus das Ergebnis der Einwanderung von Europäern, die in Europa ihre kruden religiösen Vorstellungen nicht ausleben durften, aber dafür in der neuen Welt ungefiltert eigene Refugien schaffen konnten, wie z.B. die Amisch oder die Mormonen.
Dieses wird man auf die Schnelle nicht ändern können. Die vieldiskutierte Spaltung der USA ist eigentlich keine gesellschaftliche sondern eher ein wohnortabhängiges Phänomen. Diesen Leuten ist dann auch alles fremde suspekt, weshalb die tollen Zölle und Sanktionen als Messiaswerk gefeiert werden.
Fazit: die EU-Kommission sollte mal ein Redneck-Hillibilli Austauschprogramm machen um den Menschen im Mittleren Westen einzuladen auch was anderes als die Käffer im nirgendwo zu sehen.

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Argonne 07.11.2018, 16:28
9.

Demokratische Mehrheiten bei Minderheiten und jungen Wählern? Abgehängte, Unwissende, Besserwissende. Passt! Wie überall in der Welt, wo es so etwas wie Demokratie gibt.

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