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Leichenfund nahe Tripolis: Das Grauen im Lagerhaus

Die Kämpfe in Tripolis flauen ab - nun entdecken die Libyer die Grausamkeiten des gestürzten Regimes. In einem Schuppen nahe Tripolis liegen Dutzende Leichen, bis aufs Skelett verbrannt. Wer sind die Toten, und gibt es womöglich noch mehr Opfer? Spurensuche an einem Ort des Schreckens.

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sprechweise 28.08.2011, 13:53
30. Gaddafi ist eine Mörder

Zitat von gbk666
Ja...wer hat denn wohl den krieg in Lybien angefangen. Etwa Gaddafi oder doch eher jemand anderes?
Natürlich Gaddafi. Er hat das libysche Volk bekämpft.

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gbk666 28.08.2011, 13:53
31. Nein

Zitat von josifi
Meinen Sie die DEMONSTRATIONEN von Teilen der Bevölkerung?
Offensichtlich nicht.

Demonstranten haben für gewöhnlich keine Waffen, Raketenwerfer, Granaten.

Die sogenannten "Rebellen" als auch vor allem diejenigen die sie bewaffnet haben.

In Ägypten stellte sich ein recht großer Teil des Volkes gegen den Diktator.

Es ging ohne hunderte Tote vonstatten, dass die Revolution dort zum Ende der Mubarak Diktatur führte.

In Lybien jedoch, war der Widerstand gegen Gadaffi viel kleiner.

Richtig wäre gewesen, allein das lybische Volk etnscheiden zu lassen wie es weitergeht dort, stattdessen wurde eine Minderheit in Lybien massiv militärisch unterstützt.

So absolut verrückt und widerlich die Diktatur dort gewesen sein mag, ein Umsturz muss vom eigenen Volk kommen und nicht anderen.

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axel09 28.08.2011, 13:53
32. Verrohung

Die Sieger schreiben die Geschichte - Regeln gelten nicht mahr. Dass die Rebellen die Residenz des venezuelanischen Botschafter überfallen und damit elementar gegen das Völkerrecht verstoßen haben, wird verschwiegen. Hätte das G-Regime die Residenzen der Angreifer verwüstet, wäre das mediale Geschrei groß.
Krieg ist immer verbrecherisch - NATO-Bomben mit "Kolateralschäden" genauso wie Sniper vom Hausdach.

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karlomari 28.08.2011, 13:55
33. Lesenswerter Beitrag

Zitat von team_gleichklang_de
Es besteht kein Zweifel, dass Gaddafi Soldaten schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Auch Folterungen in den Gefängnissen haben ohne Zweifle stattgefunden. Wir wussten davon die ganze Zeit, die USA sandten sogar Menschen nach Libyen zur Einkerkerung und zum verhör, lobten die Kooperation der Folterer im "Kampf gegen den Terror". Der Artikel wäre aber glaubhafter, wahrhafter und parteiischer gewesen, wenn ebenso detailliert die Verbrechen der Rebellen geschildert worden wären. Ein Cam aus unbewaffneten Gaddafi Anhängern, welches sich formierte als Protest gegen die Bombardierung, ist ausgelöscht worden. Die Menschen wurden erschossen. Schwarze werden in Tripoli zu Tode geprügelt, wenn Journalisten kommen, heißt es "Stop Journalisten". Die Bilder der verängstigten zusammengetriebenen Menschen, viele von ihnen jetzt wohl schon Tod, können gefunden werden, wenn man sie sehen will. Auch die Söldner Story wird ohne Prüfung weitergegeben. Human Rights Watch sieht hierfür keine Belege. In Libyen leben unzählige Menschen schwarzer Hautfarbe, viele aus dem Süden Libyen stammend, andere als Arbeiter. Sie alle sind jetzt vogelfrei. Dies zu verschweigen und nur auf die Verbrechen der einen Seite zu rekrutieren, ist kein objektiver Journalismus. Wir können es alle sehen: Das Land ist in Schutt und Asche. Vorher hatte es dne höchsten Lebensstandard in Afrika. Durchschnttliche Lebenserwartung 75 Jahre. Alphabetisierungsrate bei knapp 90%, landesweite medizinische Versorgung. Wie wird wohl künftig die soziale Situaiton der Menschen in Libyen sein? In Libyen sind jetzt mehr Menschen gestorben als gestorben wären, wenn das Regime noch 40 Jahre weiter bestanden hätte. Gleichzeitig hatte man vorher jeden Kompromiss, jede Verhandlung strikt abgelehnt. Nur der totale militärische Sieg schien der Nato akzeptabel. Wer hat das Recht zu sagen, dass das unendliche Leid, welches nun geschaffen wurde, legitim war? In Nadelstreifenanzügen auf Konferenzen lässt sich schön reden, andere mussten dafür sterben! Wir können froh sein, dass deutsche Soldaten wenigstens nicht mit gebombt haben, auch wenn nun versucht wird, eine neue politische Korrektheit zu schaffen, gemäß alle die Extremisten oder Idioten sind, die gegen Krieg und für friedfertige Konfliktlösung einstehen.
Ein Beitrag , wie er vor 20 Jahren im Spiegel als Beispiel für seriösen Journalismus gestanden hätte. Jetzt kopiert man nur noch Agenturmeldungen und recherchiert nicht mehr selbst vor Ort. Unter Augstein hätte es das nicht gegeben.

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Sailor 2010 28.08.2011, 13:56
34.

Zitat von sysop
Die Kämpfe in Tripolis flauen ab - nun entdecken die Libyer die Grausamkeiten des gestürzten Regimes. In einem Schuppen nahe Tripolis liegen Dutzende Leichen, bis aufs Skelett verbrannt. Wer sind die Toten, und gibt es womöglich noch mehr Opfer? Spurensuche an einem Ort des Schreckens.
Berichterstattung differenziert und der unklaren Lage angemessen. So lese ich SPON (wieder) gern.

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gewiko 28.08.2011, 13:57
35. "christliche Werten"

Zitat von uwe1960
Die ganze Angelegenheit die sich in Libyen abspielt ist für mich widerlich, das Böse mit noch viel böserem und schrecklicheren auszutreiben. Ich meine, dieses entspricht nicht unseren christlichen Werten. Möchte hier keine Namen nennen aber der Westen hat auf ganzer Linie versagt!
Den christlichen Werten entspricht es wohl betend daneben zu hocken und sich Lieder singend im eigenen Heiligenschein zu sonnen, während die Bösen Unschuldige foltern, quälen und abschlachten? Solche Christen sind mir zuwider und zutiefst scheinheilig und verdienen Verachtung. Menschen die sich aus egoistischer Seelenheilsarroganz nicht gewaltsam Mördern in den Weg stellen, obwohl sie das gefahrlos könnten, sind Bestandteil der Morde und der Grausamkeiten.

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sprechweise 28.08.2011, 13:57
36. Schluss

Zitat von ThomasPr
Im Artikel steht aber, daß die Rußhaufen noch warm waren.
Und was schliessen Sie daraus?
Im Artikel gibt es dazu auch ein plausible Erklärung (Autoreifen)

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sprechweise 28.08.2011, 14:01
37. Peinlich

Zitat von ThomasPr
Noch ein ganz Schlauer. Wenn in einem Rathaus ein Toter liegt, ist wohl klar, daß der Bürgermeister der Täter war. Oder?
Ihre Logik ist peinlich und krude.

Ein Gebäude des Regimes wird durch das Regime betrieben. Andere haben da keinen Zutritt.

Bei einem Rathaus sieht das anderst aus.
Ihr Vergleich ist peinlich dumm.

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cbe 28.08.2011, 14:04
38. logische Erklärung

Wer die verbrannten Leichen sind? Opfer der Natobomben! Wer die gefesselten Leichen sind? Kolloborateure oder Spione der Nato welche die Bomber koordiniert haben!

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moliebste 28.08.2011, 14:04
39. Abgekartetes Spiel ?

Auch www.debka.com bestätigt soeben aus seinen israelischen Geheimdienstquellen, dass Al-Quaida unter Belhadj die Macht in Tripolis übernommen hat. Damit bekommt die Aussage des NTC, man könne derzeit noch nicht nach Tripolis kommen, da es die Sicherheitslage nicht erlaube, eine ganz neue Bedeutung.

Jetzt läßt auch aufhorchen, dass gestern Gaddafi anbot, von der Macht zurückzutreten und seinen Sohn Saadi als Mitglied einer neuen Übergangsregierung und Verhandlungsführer vorschlug. Dieser Saadi Gaddafi war am 22. August festgenommen worden und zum Entsetzen des NTC vermutlich von Al-Quaida wieder freigelassen worden.

Ist der Deal etwa so, wie es vor einigen Tagen schon der Sprecher der "Libyan Democratic Party" ausplauderte ( www.presstv.ir ), dass Gaddafi nach Bani Walid geht unter den Schutz der Warfallah, dass die Islamisten (incl. Al-Quaida) die Macht in Libyen de facto übernehmen - und dass dann für die NATO-Quislinge die Nacht der langen Messer kommt ?

Die Spannung steigt.

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